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Göbel tut uns als Typ mit seiner Erfahrung gut! Man sieht, wie er bereits Verantwortung übernimmt. Für mich aber vielleicht doch eher ein rechter Mittelfeldspieler.
Naja, sehe es ausgeglichen. Beide sehr vorsichtig insgesamt. Duisburg hat aber auch wirklich eine krasse B-Elf auf dem Platz.
Göbel vorne hui (gute Standards), hinten wird es eng (er ist doch ziemlich klein und nicht schnell). Feigenspan und Marcussen engagiert. Gerade Marcussen wird immer besser. Zentrum aufmerksam gegen den Ball, Wagner und Fechner tun unserer Statik schon sehr gut. Kiprit wirkt schon etwas platt, hoffentlich verheizen wir ihn nicht. Ein paar gute Umschaltmöglichkeiten waren dabei, aber nur 1-2 Mal wurde es gefährlich, dennoch kleine Fortschritte.
Stabile, aber auch nicht wirklich richtig gute Leistung von uns und auch gegen einen harmlosen, unerfahrenen Gegner. Hier geht definitiv noch mehr!
Jurjus im Tor - bin angenehm überraschtGöbel als RV - auch keine verkehrte Idee, er hat Routine auf der PositionGirdvainis und Lukimya als IV - Sicherheit pur, hoffentlich ohne dicke BöckeFechner, Wagner und Gnaase im ZM - sollte uns genug Zugriff gebenFeigenspan als RM? - ich bin gespannt, was er zeigt
Mit dem Team musst du doch punkten können!
Auf geht's Uerdingen kämpfen und siegen!!
Natürlich macht es stutzig und ist einfach auch völlig zusammenhanglos, wenn das die einzige Statistik ist, die in solch einem Bericht erwähnt wird. Wenn das eine von vielen Infos wäre, könnte man es verstehen: wir stehen eben auf Platz eins dieser Liste.Ich würde dahinter aber jetzt auch weniger ein rassistisches Motiv sehen, sondern eher die gewollte Festigung unseres Retorten-Images. Denn Legionäre stehen im Fußball oft für Söldnertum und das sollen unsere Spieler ja alle sein, wenn sie hier unter Ponomarev spielen.

Ich würde Mörschel morgen mal von Anfang an die Chance geben und ihn als hängende mitspielende Spitze aufstellen. Göbel soll auch bitte endlich sein Debüt geben. Dazu sehe ich Fechner auch als starken IV und Wagner im Mittelfeld.


                                      Königshofer

                         Fechner                    Velkov/Luki   

Schneider                                                                  Dorda

                                  Wagner  Gnaase        

   Göbel                                                             Marcussen

                                  Mörschel

                                                  Kiprit


Stefan Krämer ·

"So lange sich MP nicht komplett auf das beschränkt, was er kann, und Fachleute frei agieren lässt, werde ich kein Freund von ihm"

Sehe ich genauso! Damit hemmt er unsere Entwicklung.

Zu Wiesinger, nur mal hypothetisch: Stellt euch vor, wir wären am Ende der damaligen Saison mit ihm "gescheitert" (als Aufsteiger) und nur Zweiter oder Dritter geworden, es hätte aber ein offenes und klärendes Gespräch zwischen Coach und Spitze im Sommer stattgefunden. Daraufhin wäre auf Wunsch des Trainers ein Sportdirektor installiert worden und die Mannschaft wäre punktuell verstärkt worden. Stellt euch vor, Wiesinger hätte dazugelernt und unser Spiel hätte sich weiterentwickelt. Trotzdem hätte es nur zu Platz 2 gereicht und unser Sportdirektor hätte einen neuen Trainer verpflichtet. Dieser hätte dann in diesem Sommer den langersehnten Aufstieg geschafft und das Team wäre wieder punktuell verstärkt worden. Wir würden da stehen, wo wir jetzt auch stehen, nur ohne zwei Jahre lausigem Drittliga-Gekicke, mehr Geld auf dem Konto und ohne die ganzen Eskapaden. Man kann die Zeit nicht zurückdrehen und wir haben sicherlich auch schöne Momente in diesen Jahren erlebt, aber letztlich stagnieren wir seit 2 Jahren massivst und das obwohl wir finanziell so vielen Vereinen so sehr überlegen sind. Wir stehen aktuell kaum besser da als vor zwei Jahren, weil auf den entscheidenden Positionen immer noch alles beim Alten ist (sogar auf der Trainerbank).

Es braucht mehr Geduld, mehr Einsicht und Veränderungswillen, mehr fachliche Unterstützung, externe Impulse und langfristigere Entwicklungsziele und weniger Brechstange, Halbprofesssionalität, Anmaßungen, Selbstüberschätzung, Alleinherrschertum und Veränderungsresistenz.

Stefan Krämer ·
Ich sehe die strukurellen Probleme letztlich auch als das mittel- bis langfristig größte Erfolgshindernis an. Ohne klare und behutsame sportliche Entwicklungsstrategie mit den entsprechenden handelnden Personen und Leitsätzen sowie einer gewissen Seriosität wird es ganz schwer, hier eine Mannschaft aufzubauen, die irgendwann um den Aufstieg in die 2. Bundesliga spielen soll.Krämer sehe ich als zusätzliches Problem. Natürlich muss ein Trainer hier auch unter den Bedingungen leiden, auch Krämer, er hat aber auch große Entfaltungsmöglichkeiten. Ein guter Trainer macht daraus etwas Ordentliches, indem er die Kaderzusammenstellung klug mitbetreibt, eine Einheit formt und auf dem Platz eine Handschrift erkennen lässt, die Punkte liefert. Daraus kann sich dann eventuell langsam etwas entwickeln, wenn die Vereinsverantwortlichen diesen Weg mitgehen sollten.Wir bräuchten einen Trainer, der die Mannschaft in die Spur bringt und ein gewisses Umdenken und damit verbundene Veränderungen im Verein anstößt. Ein Wiesinger war eigentlich mal so einer. Wer weiß, wo wir am heutigen Tag mit ihm stehen würden.
Kader 2020/21 ·

Quaner habe ich einfach mal als unrealistisch angenommen. Wenn er doch kommen sollte, würde ich mich dennoch freuen!


Lorenzen oder Rizzo hatte ich nicht auf dem Schirm, mit denen könnte man es mal versuchen. Stimme dem Rest auch zu. Wenn es halbwegs passt, einfach Vertrag bis Saisonende geben. Hauptsache, wieder eine zusätzliche Option im Sturm. Das mit dem besser machen stimmt auch leider, es wäre so wichtig.


Ich weiß nicht, ob Mörschel der perfekte frische Stürmer von der Bank ist und ob das bei einem topfitten Kiprit überhaupt notwendig ist. Kiprit wird jetzt so oder so jedes Spiel machen müssen. Wenn er eine Pause braucht, sollte Mörschel einspringen. Er kann auch als einzige Spitze spielen.

Ich finde zwei Spitzen und einen echten 10er dahinter wie Pusch einfach etwas zu viel. Wir meinen ja fast das gleiche, nur dass ich Mörschel als hängende Spitze sehe, was aber meistens einem 10er ähnelt. Dort ist er am stärksten, weil sich weniger um Defensivarbeit kümmern muss, seine Ball- und Passicherheit und Abschlussstärke einbringen kann und Bälle festmachen kann. Ich will einfach nur versuchen, Mörschel hier möglichst gewinnbringend einzusetzen, damit das kein Flop wird. Ich würde Pusch dann tiefer auf der 8 aufstellen, weil er sich sowieso nicht zu schade dafür ist, sich auch mal fallen zu lassen, Zweikämpfe zu führen und das Spiel aufzubauen, auch wenn er dadurch weniger torgefährlich wäre. Aber das würde dann ja vermehrt von Mörschel kommen, der das nun wirklich kann. Pusch traue ich dagegen eher das zentrale Mittelfeld zu als Mörschel. Kobiljar und Ibrahimaj sehe ich aktuell nicht in der ersten Elf und van Ooijen ist noch Zukunftsmusik.


Warum nicht mal so, wenn Mörschel spielt:


                            Kiprit

                                        Mörschel             

Marcussen                                                    Göbel

                         Pusch/Gnaase

                                          Wagner/Fechner


Eine Alternative, wenn man einen Zehner hinter zwei Spitzen haben möchte, wäre wohl ein 3-5-2. Aber ob wir das gut hinbekommen, weiß ich echt nicht. Wir haben keine Erfahrung mit diesem System. Und du brauchst, wie schon einmal geschrieben, auf den Außenbahnen wirklich Allrounder, die hinten ihre Seite leidenschaftlich dicht halten können und vorne Alarm machen. Göbel kann das auf dem Papier, aber von Dorda müsste eben deutlich mehr Einsatz kommen. Unser Kader ist halt nicht unbedingt auf den Spielertypen Außenbahnspieler (wie Angeliño von Leipzig) ausgelegt. Kinsombi und Schneider können das definitiv nicht und auch bei Marcussen bin ich mir nicht sicher. Uns fehlen richtige Granaten auf der Außenbahn, die 90 Minuten rennen können und Zweikämpfe lieben, wie z.B. in der 3. Liga Schröter und Drinkuth von Zwickau (ja, die haben mich nachhaltig beeindruckt).


                             Kiprit         Mörschel

                                       Pusch

Dorda?                Gnaase           Wagner              Göbel?

Bei einer klassischen Raute würden wir unsere Flügel aufgeben. Im Zentrum hätten wir genügend Spieler für alle Positionen. Allerdings bräuchten wir dann schon ein sicheres Zusammenspiel im Zentrum, um von der Überzahl zu profitieren und die Stürmer in Szene zu setzen. Zudem wären die Flügel völlig aufgegeben, was unser Spiel eindimensionaler und uns defensiv anfälliger macht, wenn das Mittelfeld auseinandergezogen wird. Situationen, in denen wir hinter die Abwehr bis zur Grundlinie kommen und nach innen legen können, wären sehr selten.


Kader 2020/21 ·
Also im Sturm gibt es wirklich keinen brauchbaren vereinslosen Spieler weit und breit... Ich wäre dafür, Mörschel hier als Ersatz für Kiprit einzuplanen. Viel anderes bleibt uns nicht übrig. Er hat oft genug im Sturm gespielt und sollte das hinbekommen. Solange Kiprit aber fit bleibt und spielen kann, sollte Mörschel als 10er/hängende Spitze dahinter spielen, wo er uns vermutlich am meisten hilft.
Stefan Krämer ·
Sehr interessante und richtige Sichtweise!
Wir werden es natürlich nie erfahren, aber man muss sich schon die Frage stellen, was letztlich bei einigen Spielern, die (bestimmt) mehrere Angebote hatten, den Ausschlag gegeben hat, dass sie zu uns gewechselt sind. Im Sommer waren wir hier ja zurecht sehr pessimistisch bzgl. guter Neuzugänge, weil der Verein in den letzten Jahren kein gutes Bild abgegeben hat. Viele konnten sich nicht vorstellen, dass so viele gute Drittliga-Spieler oder allgemein ambitionierte Spieler Lust auf uns haben.
Dann kamen doch noch einige gestandene Spieler zu uns, etwas überraschend. Albutat wurde bereits angesprochen. Ein Gnaase hatte mit Sicherheit andere Optionen, auch ein Mörschel. Was haben unsere Verantwortlichen denen versprochen? Wahrscheinlich deutlich mehr Geld als woanders, dass man aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat und jetzt auf junge Spieler setzt und wir schon bald in der 2. Bundesliga in der Grotenburg spielen werden. Wieder mal große Ambitionen und viel Geld, weil ansonsten wahrscheinlich kaum einer Lust auf uns hätte.
Viele junge Spieler, die noch etwas werden wollen, gehen trotzdem lieber zu den kleineren Drittligisten, um dort vernünftigen Fußball zu spielen und erfolgreich sein zu können, um sich so auch persönlich zu entwickeln. Zudem spricht sich in der Szene auch herum, was von einem Stefan Krämer zu erwarten ist und dann geht man eben lieber zu Joe Enochs oder wem auch immer, wo man noch wirklich weiterkommt.
Spieler, die zu uns kommen, wurden mit großer Wahrscheinlichkeit extrem gute Angebote vorgelegt, die sie aus finanzieller Sicht nicht ausschlagen wollten und konnten. Wären diese Spieler auch bei durchschnittlichen Angeboten zu uns gekommen, weil sie wirklich von unserem Weg überzeugt sind oder sind die Spieler-Statements nach den Verpflichtungen nur ganz hohle Phrasen? Sind diese Spieler bereit, alles aus sich raus zu holen für das Team und den Verein oder sind sie auch bereits in gewisser Hinsicht satt, weil sie hier so gemästet werden? Seht ihr eine Einheit auf dem Platz, die gierig nach Siegen und mit vollen Emotionen dabei ist? Ich noch nicht so ganz. Man muss darüber zumindest nachdenken. Unterstellen will ich so ohne weiteres jetzt keinem Spieler etwas. In gewisser Hinsicht wäre es auch nur menschlich.Dazu musste man sich im Ausland umsehehen und hat folglich auch gleich fünf Spieler von dort geholt. Bei allen bin ich mir nicht sicher, ob sie sich im Klaren darüber waren, zu was für einem Verein sie hier wechseln. Auch ihnen wurde vermutlich sehr viel Honig um den Mund geschmiert.
Bei Pusch hatten wir einen großen Vorteil wegen der Nähe zur Heimat, werden aber auch gut gezahlt haben. Könnte man bei einem 27-Jährigen aber auch als Karriere ausklingen lassen interpretieren. Van Ooijen, Jurjus und Velkov wollten bestimmt gerne nach Deutschland wechseln und wurden mit Sicherheit auch mit Geld zugebuttert (Velkovs Gehalt zeigt es). Eigentlich ein ziemliches Risiko bei Spielern aus den Niederlanden, die erstmal überhaupt beweisen müssen, dass sie in der 3. Liga bestehen können, weil hier anders gespielt wird als dort (siehe Pflücke aktuell). Dass Jurjus noch nicht einmal spielt, kommt noch dazu. War es das schon mit der Kreativität auf dem Transfermarkt?
Man muss sich wirklich fragen, ob diese Transfertaktik der beste Weg für die Entwicklung unseres Vereins ist. Welche Ziele und welcher Anspruch stecken hinter unseren Verpflichtungen? Ich vermute, dass MP und Co. nach wie vor in ziemlich hohen Regalen fischen wollten, weil alles andere nicht ihren Erwartungen an gutes Drittliga-Niveau entsprach.
Mir stellt sich immer die Frage, ob es nicht auch günstigere Lösungen gegeben hätte, die aber noch wirklich entwicklungsfähig sind und wirklich heiß darauf, hier aufzulaufen und sich zu zeigen. Und selbst da hätte man schon bei manchem gemerkt, dass er keine große Lust auf uns hat und lieber in Essen, Steinbach oder Elversberg bleibt, weil nur 3. Liga und große Töne bei gleichem Gehalt vielleicht nicht reichen. Wieso gesteht man sich nicht ein, dass man erstmal wirklich in dieser Liga ankommen muss, weil man sich sonst an guten Spielern nur die Zähne ausbeißt, und versucht, abseits des Finanziellen ein seriös aufgestellter Verein zu werden, der Spieler auch wirklich von einem Weg überzeugen kann anstatt nur mit Geld um sich zu schmeißen? Ich weiß nicht, ob wir mit einem jungen Trainerteam und einer Truppe aus guten Jungs aus der Regionalliga und ein paar Drittliga-Spielern schlechter da stehen würden. Es gibt einfach zu viele andere Teams, die vormachen, wie man auch mit weniger Mitteln Drittliga-Fußball bieten kann. Und die Spiele kann man sich sogar ansehen.
Edit: Ich finde einige junge Neuzugänge wie Fechner, Wagner oder Marcussen, aber auch Kiprit und Schneider wirklich gut, aber hinter anderen Namen stehen eben Fragezeichen. Man sollte sich auch immer fragen, ob bei solch fürstlichen Gehältern eigentlich noch das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Sind die Spieler das Geld wirklich wert oder gibt es nicht günstigere Lösungen, die einem mehr zurückgeben?
Dazu kommen natürlich noch Spieler aus dem Kader der letzten Saison, die einfach kaum noch zu gebrauchen sind und hier mit Sicherheit nicht mehr voll brennen.
Duisburg hat sich mit Kampf, Glück und einem starken Weinkauf den Sieg in Unterhaching erkämpft. Man hat nach dem Abpfiff gesehen, wie wichtig dieser Dreier für das Team war und dass die Mannschaft zusammengerückt ist.
Trotzdem muss man festhalten, dass sie aktuell - sicherlich auch durch die unfreiwillige Corona-Pause - längst nicht zu den Topteams in dieser Liga gehören. Unser Anspruch muss ganz klar sein, hier mindestens mitzuhalten und mindestens einen Punkt zu holen. (Eigentlich müsste man in der aktuellen Situation sogar versuchen, dort zu gewinnen).
Die Basis wird Einsatz und Kompaktheit sein - das muss man von jedem Spieler erwarten dürfen. Offensiv habe ich keine Ansprüche mehr und lasse mich einfach überraschen, ob sich etwas bessert. Inzwischen können wahrscheinlich schon alle mit einem dreckigen Punkt in Duisburg leben und das sollte doch auch irgendwie machbar sein.
Abgerechnet wird dann im Heimspiel gegen Aufsteiger Saarbrücken (mich interessiert nicht, wie viele Punkte die geholt haben) und - ich glaube, wir sind uns alle einig - allerspätestens in Lübeck!
Fechner muss wirklich gesetzt sein! Der behält den Überblick, ist wach, schnell, hat Übersicht. So einer fehlt sonst völlig. Auch Wagner hat es gegen Bayern gut gemacht, ist sehr bissig, auch schnell und kann ordentliche Pässe spielen. Wir brauchen so schnell wie möglich eine Art Stammelf, die aber wohl ein etwas anderes Gesicht haben muss!
Was haltet ihr jetzt erstmal von Fechner und Lukimya in der IV, Wagner und Gnaase im ZM, Mörschel als 10er bzw. hängende Spitze und vorne Kiprit? Links Marcussen, rechts Göbel.
Ob andere Spieler alleine dann schon reichen, wird man sehen.
Stefan Krämer ·
So ist es! Der Unterschied ist doch wirklich, dass wir noch nicht einmal knapp und unglücklich verlieren, sondern völlig desolat und chancenlos (Meppen und Wehen). Nur mit der absoluten Mauertaktik punkten wir mal (Rostock, im Ansatz Bayern ll) oder in Überzahl (auch mit mehr Glück als Verstand, Zwickau).
Viktoria Köln war letzte Saison Aufsteiger - es ging nur um den Klassenerhalt. Und selbst in deren Tief im Winter hatten die uns am Rande einer Niederlage, als wir am Ende etwas glücklich dort 1:0 gewonnen haben. Die Mannschaft lebte, war total intakt und hatte offensive Lösungen. Davon kann bei uns aber doch nicht die Rede sein. Köln hat in den 13 sieglosen Spielen 15 Tore geschossen - wir wären froh über eine solche Ausbeute!
Zum Vergleich: In den 17 Spielen unter Krämer seit Frühjahr haben wir 12 Tore geschossen...
Das stimmt schon, die meisten Spieler haben gestern zu schwach gespielt.
Kinsombi war völlig wirkungslos. Albutat und Gnaase sind beide zu schwerfällig und kamen gar nicht richtig in die Zweikämpfe, weil denen die Gegenspieler im Zentrum einfach immer zwei Schritte voraus waren. Dazu kommen viele einfache Ballverluste im Aufbau. Schneider war platt und auch etwas überfordert mit Korte oder Malone. Velkov und Dorda sehen bei den Gegentoren ganz schlecht aus. Velkov und Lukimya haben nach vorne kaum gute Pässe an den Mann gebracht.Gefallen hat mir wieder mal Kiprit. Unglaublich, wie abgezockt der schon ist und auch seinen nicht gerade massigen Körper super einsetzen kann. Auch Marcussen hat sich mehr getraut, da waren gute Richtungswechsel und Abschlüsse bei.
Zu unserem Spiel noch:
Gegen den Ball:
Wir haben jetzt viele Formationen und viele taktische Ausrichtungen in den 6 Spielen gesehen. Am "besten" hat es mir noch, dazu gegen einen starken Gegner, gegen Bayern ll gefallen. Dort waren wir kompakt und griffig und wenigstens ab und zu gefährlich. Natürlich war Bayern auch nicht so spielfreudig wie Wiesbaden gestern. Sobald wir höher stehen wollen, verlieren wir die Kompaktheit, weil wir es nicht konsequent mit allen 10 Mann machen, sondern riesige Löcher entstehen. Das endet dann wie gegen Meppen oder gestern.Ich wäre dafür, dass wir das hohe Anlaufen vorne weglassen und uns etwas zurückziehen, aber nicht hinten einigeln. Dann kann man immer noch kompakt stehen, aber der Weg zum gegnerischen Tor ist nicht so weit und der Druck auf das eigene nicht so groß. Lasst uns doch mal das Spiel um die Mittellinie eng machen. Da müssen wir dann präsent in den Zweikämpfen sein, wofür ich auch immer einen schnellen 6er wie Fechner oder Wagner aufstellen würde. Das sollte doch möglich sein und ist auch nicht so schwer umzusetzen.
Mit dem Ball:
Am Ende brauchst du eben mehr als Glück, um in der 3. Liga Spiele zu gewinnen. Schaut euch alle Teams in dieser Liga an. Selbst Lübeck spielt richtig gute Angriffe, schießt seine Tore oder hat zumindest Großchancen. Wir müssen das Zusammenspiel schleunigst verbessern, sonst haben wir ganz schnell wieder die schlechteste Offensive der Liga. Aktuell ist doch Kiprit fast ein Alleinunterhalter da vorne. Stellt euch vor, er würde richtig Unterstützung aus dem Mittelfeld bekommen. Die Zentrale muss sich jetzt finden, da braucht es blindes Verständnis, weshalb ich auch dafür bin, dort mal Spielern mehrere Spiele zu geben. Wir müssen wissen, wer wo steht, müssen uns zeigen und ständig anbieten, den Ball fordern, zusammenspielen, auch mit wenigen Kontakten und nicht so lange warten, uns mit Ball trauen und auch mal aufdrehen. Dann müssen die Außenspieler etwas anbieten: tiefe Läufe oder entgegenkommen und reinziehen, dahinter kommt der Außenverteidiger auf Außen im Sprint mit. Das sind alles Dinge, die wir eigentlich bis zum Erbrechen üben müssen, sonst werden wir nie eine echte Sicherheit in unser Spiel bekommen und nie wirklich Gefahr ausstrahlen. Wir sind aktuell immer noch viel zu ausrechenbar und spielen kaum direkt nach vorne, meistens enden unsere Angriffsversuche schon im zentralen Mittelfeld, weil wir wieder zurückspielen (müssen) oder den Ball verloren haben.
Wenn wir dieses Zusammenspiel verinnerlichen, dann können wir auch kontern, wofür es allerdings extremes Tempo von mehreren Spielern braucht. Wir müssen letztlich sowohl das Umschalten als auch den normalen Angriff aus dem Spiel heraus trainieren, denn wir brauchen dringend Tore! Nur hinten drinstehen und dann auf Konter hoffen bei 80 Metern bis zum gegnerischen Tor wird schwierig. So holst du vielleicht mal ab und zu ein paar Punkte - mehr aber nicht. Die große Frage ist, ob Krämer diese Mannschaft noch in die Lage versetzen kann, dass wir Spiele gegen 11 gegnerische Spieler gewinnen können. Meine Zweifel sind seit gestern nochmal gewachsen.
Woher sollen wir die Zuversicht nehmen, dass sich etwas in den nächsten Wochen bessert? Was genau soll sich denn noch finden und einspielen? Ein guter Trainer schafft das in wenigen Wochen Arbeit mit der Mannschaft. Hier sind nicht mal Ansätze zu erkennen. Es wirkt völlig planlos, dabei wäre mehr drin. Die Frage ist doch, kann Krämer die entscheidenden Hebel umlegen und die Mannschaft wettbewerbsfähig machen? Ich glaube irgendwie nicht mehr dran.
Am vermeintlich fehlenden Selbstvertrauen und an den Verletzten möchte ich die aktuelle Lage jedenfalls nicht mehr festmachen.
Feststehen sollte aber so oder so: Es geht nur gegen den Abstieg. Wehen war uns heute klar überlegen und hat bisher auch noch nicht geglänzt in der Liga. Wir dürfen unseren Kader nicht überschätzen. Das ist insgesamt Mittelmaß, auf manchen Positionen in der Breite sogar weniger.
Christian Kinsombi ·
Muss man leider zustimmen. Er hatte genügend Chancen, aber das war heute grottenschlecht und reicht auf Dauer dann einfach nicht.
Wir sind tatsächlich auf den offensiven Außenbahnen nach wie vor sowas von harmlos und das ist auch ein großer Teil unseres Problems. Wir schaffen es kaum bis gar nicht, uns mal auf der Seite in einem Duell zu behaupten und Gefahr nach vorne zu entwickeln. Jede Bemühung versandet im Ursprung, weil wir leicht zugepresst werden und in Unterzahl geraten, weil wir uns nicht richtig freispielen, aber vor allem weil die Klasse in den entscheidenden Duellen fehlt, um mal zur Grundlinie zu kommen oder in die Mitte zu ziehen! Würde auch sagen, dass Göbel mal ran muss!
Kader 2020/21 ·
Und Türkgücü hat noch schnell Bouziane geholt. Andere Vereine sehen Schwachstellen und handeln. Die Situation im Sturm ist eine Katastrophe, ganz besonders nach der Vorgeschichte!
Heinz Mörschel ·
Scheint aktuell kaum Selbstvertrauen und positive Energie zu haben. Pässe verhungern, Zweikämpfe werden verloren. Macht einem Sorgen.
Ich bin einfach ratlos. In der zweiten Halbzeit war das wie ein Testspiel eines guten Drittligisten gegen einen schlechten Regionalligisten. Nicht mal die einfachsten Bälle sind angekommen.
Anspielstationen? Fehlanzeige. Tempo? Fehlanzeige. Kombinationsfußball? Fehlanzeige. Agilität? Fehlanzeige. Kompaktheit? Fehlanzeige.
Wir sind nach wie vor viel zu pomadig in allen Situationen! Wer trainiert hier eigentlich die Fitness und Athletik? Wehen war immer flinker, robuster, antrittsschneller, gedankenschneller. Wir haben reihenweise Zweikämpfe sang- und klanglos verloren.
Und wo kann man besser Fußball spielen als auf so einem guten Teppich wie heute! Wehen lässt den Ball laufen, mit wenigen Kontakten, Direktspiel, Schärfe drin. Und wir? Bolzen wieder planlos nach vorne oder irgendwie auf den guten Kiprit oder kriegen kaum 2-3 Pässe am Boden am Stück hin, weil wir es nicht richtig können und auch gar keiner weiß, wo seine Mitspieler stehen bzw. diese irgendwo hinter den Gegenspielern stehen. Dafür hat man normalerweise einen Trainer, der dafür 100x das Training anhält und Kleinigkeiten erklärt. Wie gesagt: was machen die täglich beim Training? Auf was für einem Niveau trainieren wir? Bei Krämer geht es wohl nicht über ein "Jungs, Fußball spielen" hinaus. Das reicht nicht, wir spielen nicht mehr gegen Wülfrath! Wir brauchen endlich offensive Lösungen!Und was war das defensiv? Vorne lässt man Kiprit und Pusch wild rumlaufen um dann nach einem verlorenen zweiten Ball nach langem Ball Wehen im Zentrum völlig offen zu stehen, weil alle Spieler weit über den Platz verteilt stehen. Das ist peinlich. Auch da gilt: Was hat ein Krämer mit den Spielern eigentlich seit Juli jeden Tag gemacht? Weiß jeder, welche Aufgabe er gegen den Ball hat?
Wir stehen mit einer eigentlich talentierten Truppe wieder vor einem Scherbenhaufen. Nicht das erste Mal, aber dieses Mal besonders ärgerlich!

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