plulion
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Der Verwaltungsrat des KFC Uerdingen steht nun unter Druck, will die Entscheidung der Mitglieder bezüglich der Amtsenthebung von Peter Kahstein und Dirk Röthig aber umsetzen. Und dann gibt es tatsächlich auch noch ein Spiel – gegen einen alten Bekannten.
KFC-Verwaltungsratsvorsitzender Nils Gehlings kündigte eine Entscheidung bezüglich des Mitgliedervotums bis Samstag an.
Mit dem Mitgliederentscheid und dem klaren Votum der Abwahl der beiden Vorstandsmitglieder Peter Kahstein und Dirk Röthig am Dienstagabend auf der außerordentlichen Migliederversammlung haben die Anhänger des KFC Uerdingen Fakten geschaffen. Nun liegt es am Verwaltungsrat, dem Wunsch der Mitglieder nachzukommen. Verwaltungsratsvorsitzender Nils Gehlings erklärte auf der Versammlung, man werde sich nicht gegen den Willen der Mitglieder stellen, erbat sich aber ein paar Tage Zeit. Das Ergebnis nehmen wir zur Kenntnis und werden auch das Mitgliedervotum selbstverständlich umsetzen, egal was in den sozialen Medien steht. Wir müssen das aber mit dem Insolvenzverwalter absprechen, so der Verwaltungsratsvorsitzende am Dienstagabend auf der Veranstaltung. Rechtliche Fragen werden noch geklärt Doch Zeit hat der Verein eigentlich keine. Denn die drohende Insolvenz rückt näher, und Geldmittel müssen bereitgestellt werden. Dies dürfte aber so lange nicht passieren, wie Peter Kahstein und Dirk Röthig nicht wirklich offiziell aller ihrer Ämter bei den Blau-Roten enthoben sind. Zu groß wäre die Gefahr für das Team um Spielerberater Mehmet Eser, dass frisches Geld bereitgestellt würde, mit dem dann über Vorstandsbeschlüsse an Thomas Platzer vorbei Dinge bezahlt würden, während das Geld an anderer Stelle dringender benötigt wird. Wie Nils Gehlings auf Nachfrage erklärte, soll es zeitnah eine Entscheidung geben. Wir haben noch ein paar rechtliche Fragen, die abschließend geklärt werden müssen. Vollzug soll dann laut dem Verwaltungsratsvorsitzenden am Freitag oder spätestens Samstag gemeldet werden. Fakt ist aber auch, dass damit nur die halbe Miete erreicht ist. Denn es müssen auch neue Vorstandsmitglieder beim KFC ernannt werden. Auch hier erklärte Gehlings am Dienstagabend auf der Versammlung, dass man weitere Vorschläge von Thomas Platzer nicht ablehnen werde. Das verspreche ich!, so Gehlings vor der versammelten Mitgliedschaft. Ansonsten würde auch Platzer eine Amtsenthebung drohen, und der Verein wäre völlig handlungsunfähig.
Neuer Vorstand bereits am Sonntag?
Thomas Platzer erklärte zu neuen Vorstandsmitgliedern gegenüber unserer Redaktion: Ich habe Harald Grassen und Nils Gehlings per Mail bereits zwei Vorschläge zukommen lassen, Christian Ritzenfeld und Dmitry Voronov. Daraufhin hat man mir versichert, man möchte sich Freitag zusammensetzen und das Ganze protokollieren. Diese Protokolle könnte ich dann im Anschluss entgegennehmen. Sollten alle Beschlüsse und Entscheidungen tatsächlich so reibungslos über die Bühne gehen, kündigte Platzer für diesen Fall bereits an, am kommenden Sonntag eine Vorstandssitzung einzuberufen. Dort soll dann alles weitere in die Wege geleitet werden. Dazwischen wird der KFC Uerdingen zudem noch ein Fußballspiel bestreiten. Am Samstag ist der 1. FC Bocholt mit dem neuen alten Trainer Christopher Schorch in der Grotenburg zu Gast. Schorch ist ein alter Bekannter in Krefeld, schnürte er zu seiner aktiven Zeit selbst noch die Schuhe für die Blau-Roten. In 58 Partien gelangen ihm fünf Treffer, drei Assists und der Aufstieg von der Regionalliga in die Dritte Liga. Bei den Relegationsduellen gegen Waldhof Mannheim stand Schorch im Hinspiel über die volle Distanz auf dem Platz, im Rückspiel wurde er zur Schlussphase beim Stand von 2:0 für den KFC ausgewechselt. Nach der Freistellung von Sunay Acar als Trainer soll Schorch mal wieder die Geschicke am Hünting gleich selbst leiten. Die Schwatten stehen aktuell mit 24 Punkten nur zwei Zähler vor dem KFC, unter der Leitung von Acar holten die Bocholter in zwölf Partien lediglich zwei Siege und insgesamt elf Punkte. Zu wenig für die Ansprüche des 1. FC Bocholt, der vor der Saison eigentlich oben mitspielen und ein Wörtchen um den Aufstieg mitreden wollte. Schorch soll nun bis zum Ende der Saison das Team in sichere Gefilde führen.
Lange schwieg der Verwaltungsrat des KFC Uerdingen zum drohenden Insolvenzverfahren. Und auch nach dem Statement des Gremiums blieb vieles unklar. Also fragten wir in der vergangenen Woche nach – und stießen erneut auf viel Schweigen. Das wirft kein gutes Licht auf die handelnden Personen.
Im Zuge des Insolvenzantrags beim KFC Uerdingen hatte sich am vergangenen Donnerstag auch der Verwaltungsrat nach langem Schweigen öffentlich zu einem Statement durchgerungen. Das aber ließ mehr Fragen offen, als sie zu beantworten. Glänzte das Gremium in der jüngeren Vergangenheit vor allem durch Abwesenheit, überraschte die Abrechnung mit dem ersten Vorsitzenden Thomas Platzer und KFC-Berater Mehmet Eser. Einige der aufgezählten Verfehlungen kann man dem Duo durchaus anlasten. Fragwürdiges Vorgehen anderer Verantwortlicher im Verein thematisiert der Verwaltungsrat allerdings nicht. Unklare finanzielle Planung im Sommer So wurde beispielsweise davon gesprochen, dass der Spieleretat zu Beginn der Saison bei 580.000 Euro lag, der Gesamtetat sollte bei insgesamt 1,2 Millionen Euro liegen. Wie entstand diese finanzielle Planung, wenn der Verein zu jenem Zeitpunkt bereits 600.000 Euro Schulden hatte? Thomas Platzer wurde am 17. Juli 2024 als neuer Vorstandsvorsitzender vorgestellt. Zu diesem Zeitpunkt war ein Großteil des Kaders bereits zusammen. Belegbar ist dies mit dem Emschercup in Oberhausen am 13. Juli. Dort standen Akteure auf dem Rasen, die den KFC auch durch die aktuelle Regionalligasaison getragen haben. Jeff-Denis Fehr, Angelo Langer, Ufumwen Osawe oder auch Tim Stappmann und Ben Klefisch wurden bereits vor der Installierung des Vorstandsvorsitzenden verpflichtet. Seinerzeit waren Adalet Güner, Andreas Scholten und Sebastian Thißen im Vorstand, die die Verträge von Vereinsseite aus gegengezeichnet haben. Viele Fragen, keine Antworten Ebenso stellt sich die Frage, warum der Verein die Marketing- und Cateringrechte im Sommer an Eser für 80.000 Euro verkaufen musste, um zu überleben, aber gleichzeitig einen Gesamtetat von 1,2 Millionen Euro für die neue Saison aufstellt. Bereits zum Ende der letzten Oberligasaison kündigten etliche Sponsoren an, ihr Engagement beim KFC zu beenden. Die Finanzierung der laufenden Saison war da bereits unsicher. Wieso schritt das Kontrollgremium nicht vor Monaten ein, wenn seit Amtsantritt Platzers keinerlei Abgaben an die Sozialkassen, keine Zahlungen an das Finanzamt und keine Zahlungen an die Berufsgenossenschaft abgeführt wurden? Dazu kommen weitere Fragen zum Etat, wie dieser um knapp eine Million Euro überzogen werden konnte, wieso seit Juli 2024 keine Buchführung beim KFC existiert, oder warum man Eser mindestens drei komplette Mannschaftsgehälter hat zahlen lassen, obwohl es keine satzungsgemäße Genehmigung vom Verwaltungsrat gab. Ebenso, warum die Stadionmiete bei der Stadt Krefeld seit zwei Jahren nicht entrichtet wurde? Warum wurde nichts an der Situation im Vorstand geändert, wenn das Zerwürfnis untereinander beklagt wird? Bewerbungen für weitere Vorstandsmitglieder lagen ja vor. Wieso wurde nicht bereits 2024 eine Mitgliederversammlung durchgeführt, zu der man laut Satzung ebenfalls verpflichtet war? Wo ist das Geld aus den Spielen gegen MSV und RWE? Wieso wurde der erste Vorstandsvorsitzende erst drei Tage nach Erhalt der Insolvenz benachrichtigt, obwohl dies per Satzung unmittelbar zu geschehen hat? Und wieso wusste er nichts vom Gerichtsvollzieher, der bereits im Dezember beim KFC vor der Tür stand? Wieso duldet es der Verwaltungsrat, dass zwei Vorstandsmitglieder, von dem sich eines nie in der Öffentlichkeit als Vereinsvertreter präsentiert hat, eine 124-seitige Klage im Namen des Vereins gegen den Vorstandsvorsitzenden vorlegen? Wieso schreitet der Verwaltungsrat nicht ein, wenn eine 68-seitige Klage um die Markenrechte des Vereins gegen das KFC-Fanradio ausgearbeitet wird, obwohl sich beide Parteien auf offener Bühne geeinigt haben? Ebenso stehen nach wie vor Fragen zu verschwundenen Spieltagseinnahmen gegen den MSV Duisburg und Pokalspieleinnnahmen gegen Rot-Weiss Essen im Raum. Damit verbunden ist auch die Frage, warum sich nicht an Absprachen an Spieltagen gehalten wurde, an deren Ende erneut Fragen über verschwundene Einnahmen auftauchten. Zu guter Letzt wurde bis heute nie die Satzungskonformität hinsichtlich des Abhängigkeitsverhältnisses zwischen Peter Kahstein und Dirk Röthig aufgeklärt. Diese Fragen wurden dem Verwaltungsrat am Freitag übermittelt, trotz mehrfachen Aufschubs aber gingen bislang keine Antworten bei unserer Redaktion ein. Das wirft erneut kein gutes Licht auf dieses Gremium. Der Verwaltungsrat des KFC Uerdingen. Der Verwaltungsrat des KFC Uerdingen taucht weiter ab Lange schwieg der Verwaltungsrat des KFC Uerdingen zum drohenden Insolvenzverfahren. Und auch nach dem Statement des Gremiums blieb vieles unklar. Also fragten wir in der vergangenen Woche nach – und stießen erneut auf viel Schweigen. Das wirft kein gutes Licht auf die handelnden Personen. Viele Fragen, keine Antworten Krefeld
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Also mir wurde Dinzey vorhin noch unter Geschäftsstelle als Sportdirektor angezeigt, jetzt ist er auch da raus
Laut Homepage heißt unser Sportdirektor Michel Dinzey 🙈
Der Vorstand wurde also komplett ausgetauscht dann kann sich JW doch wieder engagieren ...
Das ist ne Aussage von JW vom 4.5. Wenn die neuen Vorstandsmitglieder vom VWR bestätigt werden, wurde der Vorstand seitdem komplett ausgetauscht...
Vielleicht hatte Dinzey ja gar keinen Vertrag, wieso auch immer...
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