Die Diskussion um Fressnapf ist eh nur Wunschdenken. Die sind so groß, dass es überhaupt keine Rolle spielt, ob die Hauptverwaltung nun in Krefeld oder sonstwo sitzt. Wenn Fressnapf also irgendeinen marketingtechnischen Vorteil darin sehen würde, einen Fußballverein zu sponsorn, dann könnten sie sich auch jeden anderen Club mit weitaus besseren Voraussetzungen aussuchen. Bleibt nur eine persönliche Verbindung von Toeller zum KFC. Und die gibt es meines Wissens auch nicht.
Welchen Sinn es macht, mit einem chancenlosen Team in der Regionalliga zu starten, erkenne ich noch immer nicht. Wenn man nach 10 Spieltagen abgeschlagen am Tabellenende steht, fängt doch gleich wieder die übliche Hexenjagd und ´Vorstand raus´ Brüllerei an. Ins Stadion kommen dann noch 500 Leute und von den mühsam zusammengekratzten paar Kröten muss auch noch ein Fremdstadion finanziert werden.
Was soll das denn für ein Neustart sein, wenn man die Negativspirale der letzten 3 Jahre nicht gleich wieder fortsetzen will?
Entweder gibt es noch irgendeine Wunderlösung mit einem Financier im Hintergrund oder man sollte besser ganz auf den Spielbetrieb verzichten und in Ruhe in eine durchgeplante Oberliga-Saison 2022/23 starten.
Hoffentlich kommt die Stadt bei dem Leistungspotenzial nicht auf die Idee, dass man auf diese Weise ja auch gleich die ganze Grotenburg für ‚umme‘ demontieren lassen könnte….
Um aus dem KFC einen Verein zu machen, der auch in der Öffentlichkeit wieder positiv wahrgenommen wird, ist ein Vorstand aus dem Kreis von Leuten, die seit Jahren sehr nahe am Geschehen sind, bestimmt nicht die schlechteste Lösung.
Finanziell kann man jetzt nur spekulieren. Der erste Eindruck läßt allerdings nicht darauf hoffen, dass in nächster Zeit mehr als ein Oberligakader möglich sein wird.
Die Stadt spart im Zweifelsfall Geld, weil die Sanierung der Grotenburg dann ohne größeren Zeitdruck fertiggestellt werden kann.
Aber wie geschrieben ist dieses nur eine Alternative zu dem Szenario, 38 mal auf die Mütze zu bekommen und damit auch die letzten Fans zu vergraulen. Die Freude darüber, das der Verein überhaupt noch existiert, wird dann schnell verflogen sein.
Bevor man mit einem chancenlosen Team in die Regionalliga geht und eine Saison lang nur Frust schiebt, wäre eine einjährige Auszeit vielleicht nicht die schlechteste Alternative für einen geregelten und hoffnungsvollen Neustart.
Man sollte sich von dem Gedanken verabschieden, dass diese Investoren zwangsläufig professionelle Geschäftsleute mit Sachverstand sein müssen, nur weil sie viel Geld in die Hand nehmen. Bei MP bin ich mir fast sicher, dass er letztlich auch nur das Geld anderer Leute investiert hat. Als die keine Lust mehr hatten, war es das. Wahrscheinlich kassiert er dafür jetzt noch eine Provision, dass der KFC insolvent ist und von seiner Seite nichts gezahlt werden muss.
Vielleicht geht es nur mir so. Aber das traurigste an der Sache ist, dass es nach fast 40 Jahren nicht mal richtig weh tut, wenn der Verein jetzt auf nicht absehbare Zeit von der Bildfläche verschwindet. Die Zeit unter Lakis, MP und co hat trotz sportlicher Erfolge so viele negative Emotionen und Identifikation gekostet, dass man es fast schon als Chance verstehen MUSS, den Verein jetzt nachhaltig auf eine andere Basis zu stellen. Auch wenn dieses viele Jahre dauern wird ohne Garantie, jemals wieder im Profifußball zu landen.
Sicherlich gibt es vielversprechendere Leute. Aber wenn kein Geld für einen erfahrenen Mann da ist, wäre es immer noch besser, einen SR als Sportdirektor einzusetzen, als jemanden zu holen, der ebenso neu im Geschäft ist aber keinerlei Bezug zum KFC hat. Die Realität in der Zeit nach MP wird noch so einige Kompromisse mit sich bringen. Aber es wäre schon ein großer Fortschritt, diese Position überhaupt zu besetzen.
Nach dieser Saison ist es doch fast gar nicht möglich, die Spieler realistisch zu beurteilen. Unter normalen Profibedingungen hätte der KFC locker 10-15 Punkte mehr auf dem Konto und wäre damit in der Tabelle dort gelandet, wo viele es auch erwartet haben. Und dann hätte auch niemand gefordert, dass man nun die komplette Mannschaft austauschen muss. Pusch, Kobiljar, einen der beiden Torhüter und vielleicht Anapak und Schneider durch stärke Leute ersetzen. Dazu einen starken Stürmer und einen neuen Trainer. Und dann spielt die gleiche Mannschaft im nächsten Jahr um den Aufstieg, wenn es endlich mal ruhig im Verein bleibt. Aber so wird es ja nun nicht kommen....
Nicht nur dafür, wie der Verein sich seit Jahren präsentiert, sondern auch für so einige Kommentare hier kann man sich nur fremdschämen. Na ja, was soll man auch erwarten...
Danke SK. Zuletzt hat es nicht mehr gereicht. Davor aber eine der wenigen positiven Erscheinungen und der einzige, der den Verein überhaupt noch zusammengehalten hat, nachdem sich andere aus der Verantwortung gezogen haben.
Kein Vorwurf an Mannschaft und Trainer. Das, was hier in den letzten Monaten passiert ist, übersteht keine Mannschaft. Und der einzig Verantwortliche dafür hat sich aus dem Staub gemacht. Wenn es nächstes Jahr noch 3.Liga in Krefeld geben sollte, wäre das ein ähnliches Wunder wie das Jahrhundertspiel.
Natürlich darf jeder seine Meinung haben und sagen. Aber welchen Sinn soll es denn machen, seine offenkundige Anti-KFC Haltung im diesem Forum zu äußern ? Also wieder die üblichen Provokationen. Jeder weiß, dass der KFC einem großen Teil der Krefelder am A... vorbeigeht. Den nächsten Affen, der meint, dass nochmal in Worte fassen zu müssen, braucht hier wirklich niemand.
Und in der nächsten Saison ist er dann auch sofort wieder weg. Wie leider fast alle beim VVV, die einen fehlerfreien Pass über 30m spielen oder mehr als 5 Tore pro Saison schiessen.
Klar, gibt´s bei anderen Vereinen auch. Aber wenn man eh schon kaum Fans hat und seit Jahren durch fragwürdigstes Verhalten am öffentlichen Pranger steht, dann sollte man vielleicht irgendwann mal überlegen, ob es nicht Sinn macht, auch mal ein paar Sympathiepunkte zu sammeln. Und da wären die gelegentliche Präsenz von ehemaligen Spielern oder eine Traditionself sicherlich ein kleiner Anfang.
Nach der Absage der Investoren ist ihm jetzt halt klar geworden, dass er von seinen Millionen keinen Cent mehr wiedersehen wird. Und zur Strafe sind wir damit Union Solingen näher als jemals zuvor.
Danke für die letzten Jahre und die Chance, nochmal Profi-Fußball zu erleben. Aber wenn man so viele Millionen durch überwiegend eigene Fehler in den Sand gesetzt hat, würde jeder andere auch nur noch weinen. Football is Business...aber die Fans müssen es am Ende ausbaden!