Thomas13
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Bin ich bei Dir, Jim.
"Jetzt mache ich mich noch richtig beliebet und sage, 50+1 ist der größte Scheiss. So schnell wie möglich weg damit, damit die Bundesliga endlich aus der Steinzeit kommt. Der Witz ist ja, 50+1 wird doch sowieso von etlichen Vereinen umgangen."
Richtig, 50+1 macht überhaupt keinen Sinn mehr und dient nur als Heiligenschein des DFB.
"Natürlich kann ich nicht sicher sagen, ob wir ohne Investor heute in der Grotenburg spielen würden. Allerdings glaube ich nicht, dass es sicherer ist, dass wir ohne Investor definitiv nicht mehr existieren würden."
Ich wiederhole mich gerne: Die Bilanzen lagen den Mitgliedern vor, und diesen Bilanzen konnte man entnehmen dass es ohne den Investor 12 Uhr gewesen wäre.
"Ich will wie bereits geschrieben auch nicht Investoren per se verteufeln, plädiere aber dafür, sich kritisch mit ihnen auseinanderzusetzen und ihr Engagement zu hinterfragen, weil manche Investoren eben den Verein finanziell unterstützen möchten und wiederum andere diesen als Rendite abwerfendes Investitionsobjekt ansehen, was sich in ihren Herangehensweisen widerspiegelt."
Investoren wollen immer Geld verdienen. Liegt in der Natur der Sache. Investoren, die den Verein finanziell unterstützen möchten, sind keine Investoren, sondern Sponsoren bzw. Mäzen. Es hilft sicher wenn man sich mit den Begrifflichkeiten beschäftigt.
"An der FC Bayern München AG hält der FC Bayern München e. V. 75,00 % der Anteile und die Adidas AG, die Allianz SE und die Audi AG je 8,33%.</p><p>Das sind nur drei Beispiele von vielen Bundesligisten, die strategische Investoren im Rücken haben, die den Verein langfristig unterstützen, sich operativ zurückhalten und es befürworten, dass der Verein seine Seele nicht verkauft."
Wenn man mal etwas tiefer in die Materie eintaucht, dann sieht die Sache mit den strategischen Investoren, die den Verein langfristig unterstützen, sich operativ zurückhalten und es befürworten, dass der Verein seine Seele nicht verkauft, doch etwas anders aus:
Auch die Geschäftsbeziehung zwischen der Adidas AG und der FC Bayern München AG sollte durchaus kritisch betrachtet werden. Zum Zeitpunkt des Baus der neuen Arena flossen ca. 77 Millionen Euro von der Adidas AG an die Isar. Im Gegenzug erwarb der Sportartikelhersteller 10 Prozent der Anteile der Spielbetriebsgesellschaft. Einhergehend sicherte sich die Adidas AG die exklusiven Rechte zur Ausrüstung der Mannschaften des FCB. Der entsprechende Vertrag läuft bis 2030 und umfasst Zahlungen in Höhe von jährlich 60 Millionen Euro, die bis zum Vertragsende leicht ansteigen.
Im Vergleich dazu generiert der FC Barcelona jährlich 150 Millionen Euro, die der weiterhin unabhängige Verein im vergangenen Jahr erfolgreich mit Nike ausgehandelt hat. Dieser Vertrag läuft 2026 aus und kann im Anschluss ohne Partnerbindung neu verhandelt werden. Verglichen damit fallen die Verhandlungen zwischen den Verantwortlichen des FC Bayern und Adidas durch die eingegangene Bindung recht einseitig – und für den Verein wohl weniger lukrativ – aus.
Und hier ein Link zur Vereinsstruktur des FC Schalke 04: https://schalke04.de/verein/schalke-04-e-v/organigramm/
Schalke hat mehr Gesellschaften als Punkte in dieser Saison. Und wenn man fleißig googelt, dann erhält man weitere Hintergründe zu diesem Konstrukt. Und dann bekommt die heile Welt ""sogar" noch eingetragene Vereine und leben "nur" von Sponsoren." doch arge Risse.
Der Fußball ist doch längst dem Finanzmarkt-Kapitalismus verfallen... Die Sportart Fußball, mit der ich aufgewachsen bin, ist längst zerstört und ihrer Seele beraubt.... Die Fankultur, mit der ich aufgewachsen bin, gibt es auch nicht mehr.... Vereine werden auch in Zukunft von ihren Mitgliedern getragen, die ausgegliederten Profibereiche allerdings von Investoren..... Fußball ist Geld, Fußball ist Business. Muss man nicht schön finden, ist aber die Realität.
Mir war der Fußball, mit dem ich aufgewachsen bin, übrigens auch lieber....
In der Welt abseits des Profifußballs kommen und gehen Investoren jeden Tag. Unternehmen werden übernommen und gewinnbringend zerschlagen. Hunderte verlieren ihren Arbeitsplatz. Die Meldungen dazu muss man mit der Lupe suchen.
Aber wenn sich ein russischer und ein türkischer Investor im Profifußball bei Drittligisten zurückziehen und Nachfolger suchen, dann wird ein großes Fass aufgemacht. Die heilige deutsche Kuh.....
Aber mal Hand auf´s Herz... Angestellte trotz gültigem Arbeitsvertrag nicht mehr zu bezahlen ohne ihnen etwas Belastbares vorwerfen zu können verstößt Deiner Ansicht nach nicht gegen deutsches Recht?
"Die Frage ist aber doch, wie weit man bereit ist, für sportlichen Erfolg zu gehen."
Ich frage mich ob das die richtige Frage ist.
Mir scheint wir sollten eher folgende Frage stellen:
"Wie weit ist man bereit für das Überleben des Vereins zu gehen?"
Von einem ausgezeichnet vernetzten Bauunternehmer namens Jürgen Machmeier....
Ist aber sicher ein schönes Beispiel was mit einem "Mäzen" möglich ist.... Solange er da ist....
Die Investoren, die Du meines Erachtens haben möchtest, sind keine Investoren, sondern Mäzen. Wenn Du einen Mäzen an der Hand hast der garantiert dass er über 10 Jahre lang uneigennützig viel Geld in den KFC steckt, dann bitte gerne. Ansonsten bleibe ich bei meiner Meinung: Haben wir alles schon versucht, hat alles nicht funktioniert.
Ich habe - als MP seine Pläne vorgestellt hat - zugestimmt, weil der KFC in meinen Augen nur überleben konnte/kann wenn wir einen Mäzen a la Hopp oder eben Investoren finden. Ein Mäzen war und ist nicht in Sicht, also nehme ich den Investor. Und wenn MP für seine Anteile neue Investoren findet, dann nehme ich die auch. Mit Kusshand. Die Ziele der neuen Investoren liegen für mich auf der Hand: Geld verdienen. Wie er damit Geld verdienen möchte ist nicht mein Problem, sondern seins. Er sichert das Überleben des Vereins, nur das zählt.
Und ganz ehrlich: Ich habe auch keine Lust mehr auf 5. oder 6. Liga. Ich habe die Glanzzeiten des FC Bayer mitgemacht, bin zusammen mit dem Verein bis in die 6. Liga gegangen und lange genug über die Dörfer gezogen. Mir reicht´s. Ich nehme jeden Investor, und die "investigativen" Berichte neuen Investoren, die seltsamerweise nur als dubios und undurchsichtig bezeichnet werden wenn sie aus dem "Osten" oder "Nahen Osten" kommen, interessieren mich einen Schei....... Wie seriös offensichtlich europäische Investoren sind, kann man bei den Krefeld Pinguinen verfolgen (also wenn denn jemand der Journalisten hier mal investigativ tätig werden würde).
Der Hinweis auf die Pinguine ist übrigens keine Häme, die Fans dort sind sind genau so arm dran wie wir.
Deine Meinung in allen Ehren, aber worüber möchtest Du denn nun diskutieren?
Über die Sponsoren, die man schon seit 2 Jahrzehnten erfolglos sucht? Über regional verwurzelte Investoren die man schon seit 2 Jahrzehnten erfolglos sucht?
Die meisten Deiner positiven Beispiele hängen doch seit vielen Jahren an der prallgefüllten Brust der TV Gelder.
Der KFC kämpft seit Jahrzehnten um das nackte Überleben, Deine Ideen sind schön, aber nicht neu, und führten in der Vergangenheit nicht dazu dass der KFC sorgenfrei überleben konnte.
Man kann auf diesem Weg weder die 2. noch die 1. Bundesliga erreichen, und mit jedem Jahr das vergeht wird es schwieriger, weil die Kluft zwischen den ersten beiden Ligen und allen nachfolgenden immer größer wird. Der KFC hat den Anschluss in den 90er Jahren verspielt. Und ohne Investoren reicht es für den KFC eher für die Oberliga, denn - im Gegensatz zu anderen Vereinen - ist der KFC das kleine gallische Dorf umgeben von von vielen Heerlagern (1. und 2. Bundesliga).
Solche Aussagen finde ich übrigens daneben:
"Wieso also mit Krampf unseren Verein wieder in die Hände unfähiger, rein renditeorientierter, kaum verwurzelter Investoren legen, die mittelfristig mehr kaputt machen könnten als schaffen? (Es besteht zumindest die Gefahr, dass wir uns mit den armenischen Investoren solche Leute ins Boot holen könnten). "
Und die Antwort auf das "Wieso" ist auch relativ einfach: Weil der KFC sonst keine Chance hat langfristig zu überleben.
Ist aber nur meine Meinung.
Insgesamt mal wieder falsche Taktik, falsches System. Da kommt ein angeschlagener Gegner, und es wird wieder alles auf "Nur nicht zu mutig, bitte" gesetzt. 2 Stürmer? Nein. Offensive Spielweise mit starkem Pressing um den angeschlagenen Gegner unter Druck zu setzen? Nein. Stattdessen muss Lukimya wieder lange Bälle spielen und Grimaldi spielt vorne "Adriano allein zu Haus". Es ist wie immer: Das vorhandene Potential der Mannschaft wird nicht ausgenutzt.