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Aber ich habe gehört, dass wenn erst der Vorstand ausgetauscht ist, irgendwie die derzeit fehlenden 2 bis 3 Millionen aufgebracht werden und die seit vermutlich längerer Zeit bestehende Insolvenzreife (einschließlich persönlicher Haftung der handelnden Vorstände) nachhaltig abgewendet und dann alles gut wird. Das ist sicher nur Formsache. Vielleicht unterschreiben ja 300 Mitglieder den Antrag und jeder von denen gibt 10.000 EURO. Dann reicht das doch und geht ohne Insolvenz.

Antrag auf Insolvenz ·

Naja, es ist halt wie es ist. Es gibt keine „optionale“ Insolvenz, jedenfalls nicht bei ersichtlich bereits eingetretener Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung…

Antrag auf Insolvenz ·

Also das mit den 20 Millionen Schulden dürfte ein Druckfehler sein. Das wäre ja mehr als bei der GmbH-Insolvenz in der 3.Liga vor einigen Jahren.

Aber die 2 Millionen sind ja schon mehrfach als aktueller Schuldenstand aufgetaucht. Und bis Ende der Saison wird die Summe vermutlich noch ein bisschen anwachsen, je nachdem was noch so bis Saisonende zu bezahlen ist. Falls man die Insolvenz abwenden möchte, muss man also 2 Millionen + X (Kosten bis Saisonende minus realistischer sonstiger Einnahmen) entweder cash auf den Tisch legen oder Gläubiger zu Verzichten bewegen (Achtung: die können wiederum steuerpflichtige außerordentliche Erträge sein).

Falls sich das jemand ernsthaft in kurzer Zeit zutraut und sich sicher ist, in der Zwischenzeit keine persönliche Haftung aus Gläubigerschädigung und Eingehungsbetrug an der Backe zu haben: Chapeau!

Es bleibt dabei, vorbehaltlich eines solchen deutlich 7-stelligen Geldsegens binnen kürzester Zeit ist die Insolvenz alternativlos. Und Insolvenz heißt erst einmal nur, dass die Altschulden eingefroren werden und niemand mehr vollstrecken darf. Ob man dann nochmal einen Neustart hinbekommt ist eine völlig andere Frage. Dafür muss die Zukunft - egal in welcher Liga - finanziert sein. Und die Gläubiger müssen dem Neustart über einen Insolvenzplan mehrheitlich zustimmen, was vom zukünftigen (!) Konzept und der Höhe der angebotenen Quote abhängen wird.

Antrag auf Insolvenz ·

Naja, Fakt ist, dass der Verein seit offenbar längerer Zeit zahlungsunfähig und überschuldet ist und der Vorstand eigentlich schon lange nach § 42 BGB hätte Insolvenzantrag stellen müssen. Und vielleicht nicht nur der dysfunktionale aktuelle Vorstand sondern auch schon dessen Vorgängervorstand, wenn man sich die öffentlich bekannten Berichte so durchliest.

Die Schulden beim Finanzamt sind ja nur die Spitze des Eisbergs und selbst wenn man die irgendwie vollständig bezahlt heißt das nicht, dass der Insolvenzantrag vom Tisch ist. Üblicherweise wird das Finanzamt eine Bestätigung verlangen, dass keine Insolvenzreife vorliegt und dennoch am Antrag festhalten, selbst bei Zahlung (siehe § 14 InsO). Und bei sonstigen Schulden in 7-stelliger Höhe und einem zerstrittenen Vorstand, einer zerstrittenen Fanszene, einem Verwaltungsrat auf dem Absprung und verständlicherweise wenig Wohlwollen bei den (wenigen) seriösen Sponsoren oder bei der Stadt in der aktuellen Lage wird sich dieser Betrag nicht in kurzer Zeit auf 0 runterfahren lassen und den aktuellen oder zukünftige Vorstände von ihrer Pflicht nach § 42 BGB befreien.

Und weil immer wieder - vielleicht zu Recht - auf ehemalige Vorstände geschimpft wird. Die mag ja die Mitgliederversammlung durch Nichtentlastung zur Rechenschaft ziehen. Vielleicht haben auch geschädigte Gläubiger Ansprüche oder gar ein zukünftiger Insolvenzverwalter. Sie haben aber so absolut gar nichts mit der aktuellen gesetzlichen Pflicht zum Insolvenzantrag zu tun. Denn diese betrifft allein die aktuellen drei Vorstände. Und sofern die keinen kurzfristigen Ausweg sehen, die Insolvenzgründe nachhaltig (!) zu beseitigen, also nicht nur alle Altschulden durch Zahlung oder Verzicht oder langfristige Stundung zu beseitigen sondern auch alle Kosten für die Zahlung der laufenden Saison laut einer seriösen Finanzplanung bezahlen zu können ist die Insolvenz leider alternativlos. Das ist die Realität, egal was sich Fans, einzelne Gönner oder sonstwer wünschen.

Antrag auf Insolvenz ·

Übrigens ist es auch während eines vorläufigen Insolvenzverfahrens noch möglich, die vorliegend seit offenbar längerer Zeit schon bestehenden Insolvenzgründe wieder zu beseitigen und die Eröffnung des Insolvenzverfahrens abzuwenden. Das ist vermutlich der einzig seriöse und realistische Weg ohne gewaltige Haftungsrisiken für die handelnden Personen, wenn man ernsthaft glaubt, dass es trotz des hohen Schuldenstandes irgendwie gelingt, die Insolvenz noch abzuwenden.

Dann kann man in Abstimmung mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter zunächst ermitteln wie hoch genau die aufgelaufenden Schulden der letzten Monate und Jahre sind: 1 Mio? 2 Mio? 3 Mio? Und wie viel weiteres Geld benötigt wird, um die Saison zuende zu spielen. Dann kann man in der Öffentlichkeit eine Zahl nennen, mit einzelnen Großgläubigern Verzichte oder notfalls langfristige Stundungen verhandeln und frisches Geld einsammeln, um die auf alle Fälle zu zahlenden Schulden auszugleichen und die Saison mit Anstand zu beenden.

Und falls die Schulden zu hoch sind und es zur Insolvenzeröffnung kommt, dann geht halt das Verfahren seinen Gang und man kann hoffen, ein Konzept zu erarbeiten, das seriös und vor allem finanziell stabil genug ist, die Gläubiger mehrheitlich davon zu überzeugen, einem neuerlichen Schuldenschnitt über einen neuerlichen Insolvenzplan zuzustimmen. Das ist die Realität. Und sich gegenseitig die Köpfe einschlagen kann man später immer noch.

Antrag auf Insolvenz ·

Jein. Wenn man das Finanzamt voll bezahlt kann dieses den Antrag entweder für erledigt erklären. Oder aber darauf insistieren, dass ein Sachverständiger / vorl. Insolvenzverwalter dennoch weiterprüft, ob Insolvenzgründe vorliegen (§ 14 Abs. 1 S.2 InsO). Und bei Letzterem dürfte das Ergebnis zu 99,9 % lauten, dass der Verein sowohl zahlungsunfähig als auch überschuldet ist. Und das - so fürchte ich - schon länger.

Die Zahlung der Schulden beim Finanzamt macht also nur dann Sinn, wenn man a) weiß, dass die den Antrag für erledigt erklären und b) man auch den Rest der Gesamtschulden in kürzester Zeit nachhaltig in den Griff bekommt. Und wie bei a) bei einem "Wiederholungstäter" das Wohlwollen der Finanzbehörden ist kann ich mir vorstellen. Und b) klingt nach allem was bekannt ist ziemlich unwahrscheinlich, ohne dass ich irgendwem das Bemühen absprechen will, die finanzielle Krise zu lösen. Aber es ist ja auch nicht nur mit der Zahlung oder langfristigen Stundung ALLER Altschulden getan. Auch der Rest der Saison muss durchfinanziert sein. Und auch das scheint ja noch nicht gesichert.

Wer an was schuld war, kann dann in Mitgliederversammlungen aufgearbeitet werden. Die Insolvenzsituation sieht für Außenstehende dagegen sehr eindeutig und evident aus.

Antrag auf Insolvenz ·

Natürlich kann man über einen Schuldenschnitt verhandeln - aber da sprechen wir vor allem über private Gläubiger. Finanzbehörden, Krankenkassen, etc. dürfen das in der Regel nicht sondern müssen vollständig bezahlt werden. Und bei einer bereits bestehenden Antragspflicht (§ 42 BGB) wegen eingetretener Überschuldung und / oder Zahlungsunfähigkeit und angeblichen Schulden von weit über € 1 Mio. ist jeder neuer Vertrag, jede neue Ausgabe brandgefährlich für die handelnden Personen im Vorstand, die sich allesamt am Rande des Eingehungsbetrugs oder sonstiger Bankrottstraftaten sowie der zivilrechtlichen Haftung bewegen wenn sie pflichtwidrig eben keinen Insolvenzantrag stellen. Dann müssen sie sehr davon überzeugt sein, die finanzielle Lage in kurzer Zeit wieder vollständig in den Griff zu bekommen. Diese "Bemühungen" gehen hier ja schon seit vielen Monaten und waren ersichtlich nicht erfolgreich. Und aus externer Sicht von Geschädigten ist es dabei völlig egal, warum der Verein seine Finanzen nicht in den Griff bekommt oder der Wissenstransfer im Vorstand oder bei früheren Amtsträgern nicht funktioniert.

Und wer das alles verbockt (hat) ist rein in Bezug auf die Insolvenzsituation auch völlig wurscht. Der KFC 05 e.V. ist der von der Insolvenz betroffene Rechtsträger und die Fehler alter Vorstände wirken vollumfänglich nach - auch für die heutigen Vorstände, was ihre aktuell insolvenzrechtlich gebotenen Pflichten betrifft. Und solange nicht jemand aufsteht und sagt "Ich sage mich für alle alten Schulden stark" oder "Ich habe mich mit allen Altgläubigern auf langfristige Stundungen oder Verzichte geeinigt und den Rest bezahle ich umgehend sofort vollständig" ist das Thema Insolvenz auch keine "optionale Handlungsempfehlung" sondern eine gesetzliche Pflicht.

Antrag auf Insolvenz ·

Die Diskussionen hier gehen großenteils an der Sache komplett vorbei.

Wie bereits mehrfach geschrieben: Eine Insolvenz ist weder "optional" noch taktisch geboten oder nicht. Es ist eine Verpflichtung für den jeweiligen Vorstand sie einzuleiten, wenn es nicht die (bessere) Option gibt, sie nachhaltig zu beseitigen. Mal abgesehen von den offenen Steuern beim Finanzamt, die jetzt zum Antrag geführt haben, wird in der Presse - undwidersprochen - von offenen Schulden in Millionenhöhe gesprochen. Wenn dem so ist, dann ist der Verein insolvenzreif und der Vorstand sollte tunlichst handeln, also Insolvenzantrag stellen, weil er sich ansonsten persönlich haftbar macht für jeden Cent Gläubigerschaden, der von ihm in Kenntnis der Insolvenzreife verursacht wird.

Und ich habe noch keinen Bericht darüber gelesen, dass irgendwer sich dazu bereit erklärt hat ALLE aufgelaufenen Schulden der letzten Jahre zu übernehmen. Denn nur dadurch könnte eine bestehende Insolvenzreife abgewendet werden. Wer an dem Schuldenberg "schuld" ist spielt für die Frage, ob der KFC05 e.V. insolvenzreif ist oder nicht absolut keine Rolle.

Antrag auf Insolvenz ·

Wie gesagt, eine Insolvenz ist ein OBJEKTIV bestehender finanzieller Zustand. Es ist wie schwanger. Ein bisschen gibt es nicht. Die Ausgaben des KFC 05 liegen seit längerer Zeit (Jahren?) unter den Einnahmen. Dadurch hat sich ein beachtlicher, offenbar deutlich 7-stelliger Schuldenberg angehäuft. Und so schön und lobenswert es ist, wenn einzelne Personen erhebliche Summen Geld auf den Tisch legen oder gelegt haben, um zu helfen oder aus welchen Motiven auch immer: Wenn dadurch der Zustand der Insolvenzreife (Zahlungsunfähigkeit bzw. Überschuldung) nicht beseitigt wird, ändert das nichts an der permanent fortbestehenden Insolvenz. Und auch dem permanent fortbestehenden Risiko für JEDEN Vorstand, für etwaige Schäden zu haften, die entstehen, weil man Zusagen im Zustand der Insolvenzreife macht und nicht einhalten kann.

Die vom Gesetz vorgesehene Lösung dafür ist ein Insolvenzverfahren, wo alle Schulden eingefroren werden und später eine Quote bekommen. Und abwenden kann man das nur dadurch, dass man ALLE Schulden, egal von welchem Vorstand sie mal begründet wurden, vollständig reguliert. Ich fürchte, das hat noch keiner der hier tätigen Vorstände oder sonstigen Beteiligten der jüngeren Vergangenheit geschafft.

Antrag auf Insolvenz ·

Nochmal jenseits aller Emotionen der Hinweis:

Insolvenzgründe lassen sich objektiv - und bei einem Fußballverein in der Regionalliga auch vergleichsweise einfach - prüfen. Wenn man zahlungsunfähig und / oder überschuldet ist, ist der Vorstand verpflichtet Insolvenzantrag zu stellen. Es sei denn, er kann die Insolvenzgründe nachhaltig und vollständig beseitigen. Insbesondere durch sehr viel frisches Geld oder umfassende Forderungsverzichte oder langfristige Stundungen. Dass hier sowas seit dem schon länger zurückliegenden Ausfall von DasBob jemals konsequent angegangen oder auch nur ansatzweise umgesetzt wurde, von welchen ehemaligen oder aktuellen Vorständen auch immer ist nicht erkennbar. Völlig unabhängig davon ist die Frage, ob irgendwer getäuscht, unter falschen Vorgaben zum Einstieg bewegt wurde oder viel Gutes für die Mannschaft getan hat. Ebenso unabhängig ist die Frage, ob und wer für den Schaden der Gläubiger möglicherweise auch persönlich geradezustehen hat. Übrigens stünde auch ein arglistig über die Voraussetzungen getäuschter Vorstand in der gesetzlichen Pflicht bei Zeiten eine Insolvenz zu beantragen, sofern er erkennen muss, dass sich die Schieflage nicht mehr kurzfristig beseitigen lässt.

Antrag auf Insolvenz ·

Vielleicht wäre es die beste Idee einfach mal abzuwarten, dass das Amtsgericht Krefeld einen vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt, der sich die Sache dann neutral ansehen wird. Auch wenn das in der emotionalen Diskussion hier immer wieder unterzugehen scheint ist eine Insolvenz ja keine freie optionale Entscheidung nach Lust und Laune oder taktisch aufgrund persönlicher Interessen sondern eine gesetzliche Pflicht des Vorstandes (42 Abs. 2 BGB), die bei Nicht-Beachtung zu persönlicher Haftung oder gar Strafbarkeit führen kann.

Und hierfür bedarf es eines Insolvenzgrundes. Also entweder Zahlungsunfähigkeit, wenn das Geld nicht reicht um alle fälligen Verbindlichkeiten wie etwa Gehälter, Krankenkassen, Steuern, Busunternehmen, etc. pünktlich und vollständig zu bezahlen. Und / oder Überschuldung, wenn man merkt, dass der Verein dieser Pflicht für die nächsten 12 Monate nicht uneingeschränkt nachkommen kann und die Schulden zudem höher sind als das Vermögen. Wenn man sich die Presseberichte der letzten 12-24 Monate ansieht, erscheint es eher unwahrscheinlich, dass der KFC 05 in diesem Zeitraum jemals all seinen Pflichten uneingeschränkt nachgekommen ist.

Und wenn niemand auftaucht, der zusichert für alle bis heute aufgelaufenen Schulden egal aus wessen Verantwortungszeit uneingeschränkt geradezustehen dann wird es schwer sein, eine einmal beantragte Insolvenz wieder abzuwenden. Die aber wie gesagt kein Wunschkonzert sondern etwas objektiv Messbares ist - denn entweder ist man insolvenzreif oder man ist es nicht.

Leid tun kann einem bei all dem die Mannschaft und Trainer, die nicht wissen, ob sie noch bis zum Saisonende bezahlt werden und ob man überhaupt die Rückrunde spielen kann. Insolvenzgeld sind ja auch nur 3 Monate.

Damien Raths ·
Der KFC ist ein 5.Ligist. Das ist leider nur die erste Amateurliga. Der Etat beträgt vielleicht so um die 1 Millionen Euro. Immerhin jetzt ohne dass davon über ein Viertel nach Velbert überwiesen werden müssen.

Da sicher deutlich mehr als die Hälfte davon für Mannschaft und Trainer drauf gehen werden weder Herr Raths noch der Rest des Vorstands hauptsächlich vom KFC leben können. Und sie werden leider nicht 10 Stunden am Tag oder mehr in Arbeit für den Verein investieren können. Ist leider die bittere Realität. Super, dass sie da sind und sich so engagieren und wieder etwas Stabilität und Solidität bei unserem Chaosverein eingetreten ist. Es sei ihnen also gegönnt, wenn sie auch Zeit in andere Projekte investieren. Sonst werden sie sich die Aufgabe hier auf Dauer allein nicht dauerhaft leisten können.

Vedran Beric ·
Da wir uns einen professionellen Pressesprecher nicht mehr leisten können dürfte die fehlerhafte PM nachzusehen sein. 

Oberliga gilt übrigens in den Verbandsstatuten als Amateurbereich. Vielleicht Zeit, sich der Realität zu stellen 😉

Die Verlängerung mit Hermes ist eine sehr gute Nachricht. Sofern wir mit einer improvisierten oder auch einer nachhaltigen Lösung ab kommender Saison zurück in die Burg können dürfte es möglich sein, den Spieleretat für kommende Saison sogar zu erhöhen, wenngleich wohl leider eine Liga tiefer.
Der Druck auf dem Kessel muss bleiben. Der KFC hat alle seine Hausaufgaben gemacht und wirtschaftet unter dem mittlerweile nicht mehr ganz neuen Vorstand trotz schwierigster Rahmenbedingungen solide und offenbar vorausschauend. Die positiven Resonanzen auf Sponsorenseite und auch der schnelle Abschluss des Insolvenzverfahrens sind ein gutes Zeichen. Jetzt gibt es für die Stadt Krefeld keine Ausreden mehr. Es müssen nun dringend pragmatische Lösungen gefunden werden, dass es nach weit mehr als vier Jahren bald endlich wieder Heimspiele geben kann. 
Uerdingen - Ahlen ·
Platz 17 vor Lotte, Wegberg und Homberg ist in der Tat realistisch bei der aktuellen Formkurve. Aber für Bonn, Aachen oder Ahlen wird es nicht reichen. 

Denke die Chance, dass Platz 16 zum Klassenerhalt reicht ist hoch, weil es gut möglich ist, dass Türk Gücü im Rahmen der Insolvenz absteigt und Verl vor Viktoria Berlin drin bleibt. Aber um als 17. drin zu bleiben wäre schon etwas Ungewöhnliches nötig. Rückzug einer 2. Mannschaft oder Insolvenz / Rückzug einer sonstigen Mannschaft in der RL West. Das ist eher unwahrscheinlich.

Immerhin lebt der KFC wieder, auch wenn es kommende Saison wohl dann in der Oberliga weitergeht. Nichtsdestotrotz, kämpfen bis zum Ende und vielleicht gibt es mit Glück für den 17. doch eine Rettung und ein neuerliches Wunder.

Zwei Siege in Serie - wann gab es das zuletzt? 

Plötzlich keimen zumindest erste zarte „Wundergedanken“. Bonn und Aachen dürften zwar weg sein. Aber Platz 17 ist absolut in Schlagdistanz. Und falls Türk Gücü wirklich 9-11 Punkte abgezogen bekommt  und der freie Fall von Viktoria Berlin anhält, dürften Verl und der MSV die 3. Liga halten und somit nur 4 statt 5 Mannschaften aus der RL West absteigen. Und vielleicht zieht ja eine Zweite zurück oder steigt zwangsweise ab - F95 trennt aktuell 1 Punkt vom Relegationsplatz. 

Diese Verkettung von Umständen ist sicher nicht wahrscheinlich aber auch nicht völlig abwegig. Also, weiter so Jungs! Gegen Ahlen „zu Hause“ nachlegen und Platz 17 im Visier und vielleicht am Ende mal Glück haben. Jedenfalls ein positiver Trend. 

Die Transparenz auf der MV im Dezember war schon beeindruckend. Da wurden erstnals seit langer Zeit wieder Zahlen offen gelegt, die klar und nachvollziehbar waren. Das macht Mut, dass der Vorstand auch für die kommende Saison ohne Aufsicht des Insolvenzverwalters eine Idee hat wie er finanziell halbwegs solide durchkommen will. Vieles hängt an der Rückkehr in die Burg. Und natürlich auch an der Bereitschaft von Sponsoren, weiterhin Geld zu geben. Wenn auch vielleicht etwas weniger in der Oberliga. Und natürlich wird es keine öffentlichen Wasserstandsmeldungen zum Budget für nächste Saison geben, jedenfalls nicht vor der nächsten MV, die hoffentlich nicht in allzu weiter Ferne stattfinden wird.
Siehe Antwort vorher - der Hauptsponsor ist sicher nicht der Hauptanteil am Etat. Das wäre höchst ungewöhnlich und mag allenfalls bei MP so gewesen sein. Und gerade die vielen kleinen und mittleren Sponsoren werden im Februar vermutlich noch keine verbindliche Zusage gemacht haben. Aber werden das üblicherweise dann noch bald tun. Sponsoren wie etwa Stadtwerke oder Sparkasse werden bestimmt dabei bleiben. Da geht es dann nicht ums ob sondern eher ums wie viel.
Das Hauptthema bleibt aber natürlich die Grotenburg. Da kann man Sponsoren suchen wie man will. Wenn weiter einige Hundertausend an Velbert oder sonstwen fließen kann man es knicken, hier ernsthaft weiter Fußball oberhalb der Landesliga spielen zu wollen.
Das ist laut D. Raths der Gesamtetat. Davon gehen dann aber u.a. über 300.000 Euro nach Velbert für unsere schönen Heimspiele in der Fremde. Der reine Etat für die 1. Mannschaft und das Trainerteam sind laut den Angaben in der MV rund 500.000 Euro. Der ist halt für die Regionalliga West auf einem sehr niedrigen Niveau und jedenfalls im unteren Viertel der Liga. In der Oberliga läge man mit demselben Etat wohl eher finanziell im oberen Viertel. Mehr aber auch nicht.  Der Rest sind dann sonstige Kosten für die Jugendmannschaften, Jugendtrainer, die Geschäftsstelle mit den verbliebenen Mitarbeitern, Kosten für Equipment, Steuerberater, usw.
Und der Hauptsponsor ist ja nur ein Teil des Etats. Es gibt ja auch zahlreiche kleinere und mittlere Sponsoren  und die Einnahmen für Zuschauer und Merchandising, die auch in der Oberliga anfallen werden. Und falls es endlich dann doch in der Burg weitergeht dürften die Einnahmen eine Etage tiefer im Vergleich zu dieser Saison sogar steigen. Also kann man sicher auch guten Gewissens schon erste Spieler für die neue Saison unter Vertrag nehmen bevor alle wesentlichen Sponsoringverträge unterschrieben sind.
Ist leider so. Bei allem Verständnis für den die Enttäuschung über den Verlauf der letzten Jahre, der neue Vorstand arbeitet seriöser und transparenter als alle Vorstände seit zig Jahren oder gar Jahrzehnten. Und das unter schwierigsten Bedingungen ohne Stadion, einem bundesweit ins Lächerliche gezogenen Ruf als Chaos-Club und bis vor wenigen Wochen in einem Insolvenzverfahren, wo der Insolvenzverwalter jeden Euro freigeben muss und keine Verluste machen darf. 

Und für diejenigen, die sich einen hoch qualifizierten Sportdirektor oder hauptamtlichen Geschäftsführer wünschen: 

Wie viele Oberligisten haben so etwas oder können sich das leisten? Und vom Budget für Spieler her sind wir leider schon ein Oberligist - wobei das dann immerhin schon im gehobenen Bereich. 

Wir sollten alles dafür tun, unser zartes Pflänzchen KFC so gut es geht zu pflegen, damit es hoffentlich bald wieder wachsen kann. 

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