vorwärtsblaurot
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Warum wird hier eigentlich nur noch Panik verbreitet bzw. alles so negativ gesehen?
Ja, wir befinden uns in einem besorgniserregenden Negativlauf, sind letzter der Rückrundentabelle und müssen zusehen, dass wir in den nächsten Spielen punkten, da sind sich alle einig.
Aber warum tut ihr bei 11 Punkten auf die Abstiegsränge, etlichen Mannschaften unter uns und noch 11 Spielen so, als wären wir schon im Abstiegskampf? Warum nehmt ihr überhaupt Wörter wie Regionalliga in den Mund? Spielen wir wie ein Absteiger? Ordnet die derzeitigen Leistungen realistisch ein. Im Hinspiel in Karlsruhe haben wir keinen Fuß auf den Boden bekommen, man könnte noch etliche andere Spiele unter Krämer aufzählen (auch wenn wir mehr Punkte geholt haben). Und jetzt verbreitet ihr Panik und verliert den Glauben, weil wir einen Negativlauf haben und gestern gegen den Tabellenzweiten unglücklich verloren haben (ja, die individuellen Schnitzer müssen aufhören und wir müssen noch cleverer und sicherer spielen). Jetzt kommen erst die Spiele gegen Zwickau, Fortuna Köln, Jena, Kaiserslautern und Lotte - alles Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte. Da zählt es und danach werden wir wissen, wo es diese Saison hingeht.
Wir zeigen uns doch insgesamt stabiler und haben ein erfahrenes und kompetentes Trainerteam (vor allem mit Heinemann), denen ich vollstens vertraue. Wir wissen alle, dass Meier einen Trümmerhaufen übernommen hat (siehe das Würzburg-Spiel) und es daher dauert, bis ein System erkennbar ist. Deswegen MÜSSEN wir einfach insgasamt unsere Ansprüche zurückschrauben und nicht mehr als den sicheren Klassenerhalt erwarten - der aber doch trotzdem ganz eindeutig geschafft wird.
Ich bin davon überzeugt, dass das Trainerteam schon sehr bald sehr viel aus der Truppe herausholen wird (erst recht mit Daube, Grimaldi und Ibrahimaj) und wir unsere Punkte holen werden. Warum sollten wir in Zwickau verlieren, warum sollten wir überhaupt dorthin fahren mit dem Anspruch, nur nicht zu verlieren? Die Jungs brennen und werden dort definitiv punkten. Ihr übertreibt echt.
Auch ich hatte gehofft, dass man nach dem verbesserten Münster-Spiel und aufgrund der Vorzeichen der Partie eine kämpferische Uerdinger Mannschaft sieht, die in dieser Saison noch etwas erreichen will.
Aber das, was man sich da ansehen musste, gleichte der Leistung eines Absteigers. Als Fan kann man sich nur schämen, dass so etwas im Namen unseres Vereins geschieht.
Halle war wie jeder Gegner diese Saison gallig ohne Ende, extrem konzentriert, hat mit wenigen Kontakten den Ball schnell und sicher laufen lassen und sich vor allem mit Entschlossenheit in den entscheidenden Zweikämpfen durchgesetzt. Gemeinsames Verschieben/Anlaufen/am Mann sein, Ballgewinn und dann reichten wie so oft wenige Pässe bis zum Tor.
Einige Probleme wurden ganz deutlich:
Das letztlich wohl Entscheidenste ist: Wir harmonieren nicht bzw. sind einfach überhaupt nicht eingespielt - keiner weiß, was der Mitspieler macht, keiner kennt Laufwege des anderen und defensiv wird nicht kompakt gestanden oder richtig gepresst. Manche Spieler sind neu und müssen direkt funktionieren und harmonieren, andere haben viel zu wenig Spielpraxis und durch fehlende Abstimmung entsteht auch Unsicherheit, man weiß nicht, wohin mit dem Ball und wohin Wege zu machen sind. Dadurch sind Spieler lange und suchend am Ball (weil keine Anspielstation), verlieren ihn und müssen foulen oder es ist zu spät. Wir verteidigen nicht im Verbund offensiv, die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen sind viel zu groß. Fazit: Die Mannschaft scheint noch viel Zeit zu brauchen, um sich zu finden. Andererseits sah es gegen Münster sehr stabil aus. Vielleicht muss man sich aber eingestehen, dass es für oben momentan noch bei weitem nicht reicht. Es muss noch viel an der Feinabstimmung gearbeitet werden. Krämer hat Meier da einen Scherbenhaufen in Sachen Mannschaftstaktik, Fitness und Moral hinterlassen - inklusive der neuen Spieler in der Winterpause scheint es eine zu große Baustelle zu sein, um sie in kurzer Zeit zu lösen.
Aber nicht nur das Zusammenspiel hapert. Einige Spieler sind auch individuell (Stellungsspiel, Zweikampfstärke, Schnelligkeit, Technik, Passspiel, 1vs1) einfach zu schwach für unsere Ansprüche - da müssen alle mal ehrlich sein. Ein Manu von Halle überläuft vorne alle und schmeißt sich hinten in jeden Zweikampf. Unsere Spieler wirken langsam (auch im Kopf) und schwach, dazu technisch nicht sicher genug (Ballan- und mitnahme, Kopf hoch, sauberen Pass unter Druck spielen) das kann man alles trainieren!
Dazu fehlt es einigen Spielern wohl an der nötigen Profieinstellung. Das ist das SCHLIMMSTE an allem. Es wird sich nicht gewehrt, nicht dagegengehalten, halbherzig hingegangen, man ist pomadig und schläfrig. Es tut als Fan weh, so etwas von einigen Spielern sehen zu müssen. Wenn sie keine Lust haben, sollen sie bitte gehen. Das MUSS aber auch Meier jetzt erkennen und nur noch Jungs aufstellen, die alles für den Erfolg des Vereins geben wollen und mental dazu in der Lage sind. Man darf es sich vor allem nicht mit Spielern verscherzen, die alles geben wollen und dazu auch noch Qualität haben, aber nicht berücksichtigt werden.
Neben Verletzungspech (Ibrahimaj und Daube fehlen sehr) und unglücklichen Schiedsrichterentscheidungen ist unsere Lage allerdings auch hausgemacht. Unter Krämer wurde nicht vernünftig trainiert, Spieler wurden schlechter gemacht, Lieblinge haben gespielt, es gab kein System. Dazu einige Transfers, die nicht eingeschlagen haben (das Thema Sportdirektor hatte ich bereits erwähnt, diese Position macht mittel- bis langfristig Erfolg aus, Ponomarev muss auch da in Köpfe investieren). Dann das Chaos und die Neuzugänge im Winter, wodurch sich kein Stamm oder Gerüst gebildet hat und die Mannschaft nicht zusammengeschweißt ist. Und mit jedem Ergebnis stieg die Verunsicherung. Und da man unter Krämer nie besser als der Gegner war, weil man Müll gespielt hat, und das auch gemerkt hat, hat die Mannschaft nie das Selbstvertrauen gewonnen, in dieser Liga Spiele gewinnen zu können, vor allem nach Rückschlägen. Das hat Meier noch nicht aus den Köpfen bekommen und wird mit jedem Negativerlebnis schlimmer. Hinzu kommen fehlende Leader auf dem Platz, die vorangehen.
Wir müssen alle ehrlich sein, dass wir das Unterfangen gute Rolle in Liga 3 gewaltig unterschätzt haben, gerade mit unserer Transferpolitik und den Umbrüchen und Widrigkeiten mitten in der Saison.
Wir brauchen jetzt einen Stamm an Spielern, die mitziehen und denen auch mal vertraut wird, auch wenn sie Fehler machen. Wichtig ist, dass sie Vertrauen spüren, wollen und mental stabil sind. Dadurch muss sich eine Formation einspielen, Automatismen und Abstimmung entstehen.
Wir müssen jetzt mit Kampf, den richtigen Spielern und Teamgeist gucken, dass wir die nötigen Punkte zum Klassenerhalt sammeln und dazu Tacheles reden. Wer hier nur zum Geld verdienen ist, darf nicht mehr spielen. Und nach der Saison muss sowieso ALLES auf den Prüfstand gestellt werden. Fakt ist: SO kann es nicht weitergehen. Denn SO bringen wir uns ganz schnell um die Erfolge der vergangen Jahre.
Zum Protest an sich:
Fanprotest gegen Spieltagszerstückelung und Spielansetzungen unter der Woche ist völlig legitim. Es mag Fans geben, denen Spiele unter der Woche recht sind. Aber genauso gibt es viele Fans, die dadurch die Spiele, erst recht auswärts, nicht besuchen können. Nicht jeder muss den Protest mittragen, auch unter den Fans. Aber den Protest sollte jeder respektieren - genauso wie natürlich auch respektiert werden sollte, wenn einige die Mannschaft unterstützen möchten.
Der Fußball darf sich nicht von den Fans entfernen, denn sonst wird er bald sein blaues Wunder erleben und sich irgendwann nur noch sehnlichst die Fans zurückwünschen. Fans bzw. Fangruppierungen sollten immer das Recht haben, ihre Meinung (sofern nicht diskriminierend oder beleidigend) im Stadion kund zu tun. 15 min. zu pfeifen (inkl. Ohropax), finde ich im Vergleich zu Tennisbällen auf dem Platz oder Mittelfinger-Choreos harmlos. Die Mannschaft ist über den Protest informiert und kriegt im Normalfall nach 15 min. den vollen Support. Außerdem muss auch der Gegner unter diesen Bedingungen spielen. Und dass Protest und Druck auf die Verbände sehr wohl wirksam sind, sieht man in der Bundesliga, in der Montagsspiele wieder abgeschafft werden.
Zum Einrollen des Banners:
Auch wenn der Verein das Hausrecht hat, sollte er Meinungsäußerungen der Fans zulassen, weil auch sie ein Recht darauf haben, gehört zu werden. Das Banner sollte nicht für alle KFC-Fans sprechen und genauso nicht für den Verein, sondern zum Ausdruck bringen, dass einige KFC-Fans gegen Montagsspiele sind. Dass dem Verein wie allen anderen Drittligisten die TV-Einnahmen wichtiger sind (es betrifft alle Vereine) als das Wohl der eigenen Fans, ist sehr schade und war ja sowieso schon bekannt. Warum man aber das Banner von Fans einrollt, nur weil es der eigenen Meinung widerspricht, kann ich nicht nachvollziehen. Das war respektlos und provokant und führt zu einer Verschlechterung der Binnenklimas im Verein. Und das Argument, dass der KFC beim DFB kein schlechtes Bild abgeben wollte, ist auch sinnlos, weil es sich ja um einen Fanprotest handelt.
Zur Stellungnahme des Vereins:
Ich kann nicht verstehen, wieso der "Verein" nicht diplomatisch den Schulterschluss mit den Fans sucht (gerade in so einer entscheidenden Phase der Saison), sondern auf Konfrontationskurs geht.
Der Verein betont die Bedeutung einer Gemeinschaft, lässt kritische Fanstimmen (noch nicht mal über den Verein) aber ganz einfach nicht zu. Er möchte keine Konflikt und die vermeintliche Gemeinschaft nicht gefährden, sorgt aber mit dem Einschränken der Meinungsfreiheit und einem Absprechen des Fanseins einiger möglicherweise für eine Spaltung im Verein, wie es sie seit Lakis-Zeiten nicht mehr gebeben hat. Der Verein gefährdet momentan selbst die Gemeinschaft.
Zudem offenbart er, welchen Stellenwert der Fanstamm bei ihm hat. Finanzielle Interessen überwiegen längst gegenüber dem Wohl der Fans. Fans sollen Stimmung machen und leise sein - oder direkt zuhause bleiben. Wer protestiert, bringt nur Unruhe rein und schadet der Mannschaft, achso. Dann hätten wir am Montag vor 2000 Fans gespielt - oder kann man bei manchen schon nur noch von Kunden sprechen? Man schaue nur mal nach Rostock, wo der Verein zum gemeinsamen Protest aufgerufen hat. So kann es auch gehen.
Die aktive Fanszene versteht sich a) nicht als die wahren und besseren Fans, versucht b) immer, den Verein bestmöglich zu unterstützen und ihr ist c) dazu kein Weg zu weit - und das seit Jahren, unabhängig von der Ligazugehörigkeit. Natürlich gibt es auch sonst viele treue Fans, die seit Jahren dabei sind, aber die aktive Fanszene gehört mit Sicherheit auch zum wichtigen Fankern des Vereins. Sie organisiert einen lautstarken Support, auch auswärts und bindet alle Fans mit ein. Wir sind nicht viele Fans beim KFC - umso wichtiger ist der Zusammenhalt und Respekt untereinander.
Sie als keine echten Fans zu bezeichnen, weil sie ihr liebstes Hobby, zum Fußball zu gehen und ihre Mannschaft zu unterstützen, gefährdet sehen und protestieren (geplant waren 15 min.), ist eine Frechheit. Viele der vermeintlich echten Fans kommen doch nur wegen des Erfolgs (was nicht schlimm ist, aber bessere Fans sind sie bestimmt auch nicht).
Keiner verzichtet gerne auf Unterstützung, gerade jetzt, wo die Mannschaft natürlich jeden Support braucht. Es hätte wie erwähnt im Normalfall für 75 min. auch den bestmöglichen Support gegeben. Aber das große Ganze - der Fußball - steht eben über allem. Es ist wichtig, Entwicklungen kritisch und laut zu begleiten. Die Mannschaft weiß dies und würde bestimmt nicht behaupten, dass man sie im Stich lässt - was für eine Unterstellung.
Es geht nicht um Selbstdarstellung und Wichtigtuerei. Es ist auch nicht kindisch oder trotzig - sondern einfach konsequent. Der Protest macht auf einen Missstand aufmerksam, mehr nicht. Und die Reaktion auf das Einrollen des Banners ist nur konsequent - man muss sich nicht alles gefallen lassen und manchmal auch schwere, aber eben konsequente Entscheidungen treffen.
Trotzdem braucht es dann aber noch einen sportlichen Leiter, der Erfahrung in der Zusammenstellung von Profiteams hat, eine klare fußballerische Philosophie verfolgt und danach Spieler passend auswählt. Er muss Ahnung von Fußball haben und auch den Blick für Talente. Diese Position ist bei uns nicht besetzt.
Ein Weinhart hat natürlich Fußballsachverstand, aber er hat sich doch in Wuppertal und hier mehr um andere Dinge gekümmert. Mit den Transfers in Ober- und Regionalliga konnte man nur wenig falschmachen, da wurden einfach viele Drittligaprofis geholt. Aber auch da war schon keine große Breite im Kader zu sehen, viele Spieler waren unbrauchbar. Im Sommer wurden dann wirkliche Fehler gemacht.
Klar, die Zielsetzung des schnellen Erfolgs beeinflusst natürlich auch die Transferpolitik. Trotzdem würde ein sportlicher Leiter mit Profil dort bestimmt keinen Großkreutz oder Aigner kaufen und keinen Schelenz oder Pino-Tellez mitnehmen und da würde dann auch ein Ponomarev still sein und ihm vertrauen, wenn dieser einen Plan verfolgt und die Spieler dafür auf dem Zettel hat. Erfolg hat man nicht automatisch mit ein paar großen Namen, siehe Osnabrück, Halle, Karlsruhe, die alle viele gute, junge Drittligaspieler in ihren Reihen haben. Wir sollten uns da ab Sommer professioneller aufstellen und damit auch Trainer und Weinhart mehr ihre eigentliche Arbeit machen lassen.
Ich würde hinten nichts ändern, auf der 10 meinetwegen Pflücke ranlassen, der allerdings noch viel zweikampfstärker werden muss. Aber er hat eben besondere Offensivqualitäten, kann scharfe Pässe in die Tiefe spielen. Außen gerne Rodriguez und Beister. Osawe ist vorne unser bester Mann.
ALLE NACH HALLE!!!
Zu den Geschehnissen abseits des Platzes: Ich finde den Protest völlig angemessen. Montagsspiele mögen vielleicht zusätzliche Gelder in die Kassen der Drittligisten spülen, allerdings auf Kosten der Fans. Auswärtsfahrten sind für Berufstätige eine Zumutung und selbst zu einem Heimspiel schaffen es einfach nicht so viele Leute wie am Wochenende - einfach fanunfreundlich. Dass der Protest etwas bringt, zeigt ja die Reaktion vom DFB, in Zukunft wieder auf Montagsspiele verzichten zu wollen.
Und ja, ich finde es auch legitim, auf weiteren Support zu verzichten, wenn der Verein meint, die Meinungsäußerung der Fans zu unterbinden. So etwas bringt doch nur Unruhe hinein und schadet dem Binnenklima im Verein. Wo fühlt man sich da als Fan noch respektiert? Dass einige Gruppierungen dann den organisierten Support einstellen, ist ihr gutes Recht. Sie sind kein Dienstleister für gute Stimmung, die kann jeder selbst machen. Kein Fan verzichtet gerne darauf, die Mannschaft zu unterstützen, aber ab und zu muss auch ein Zeichen gesetzt werden - wenn auch zu einem sportlich unglücklichen Zeitpunkt. Mit Selbstdarstellung und sich überlegen fühlen hat das nur wenig zu tun. Das sind einfach Jungs und Mädels, die sehr viel Herzblut in den Verein investieren, aber auch kritisch sein möchten. Anderen das Supporten zu verbieten geht natürlich gar nicht - aber ansonsten stelle ich mich auf die Seite der aktiven Fanszene.
Natürlich ist es jetzt ganz wichtig, das Positive - nämlich die gute Leistung - aus diesem Abend mitzunehmen und keine Nebenkriegsschauplätze aufzumachen. Wir haben noch alle Möglichkeiten und jetzt ein heißes Spiel in Halle vor uns. Mannschaft und Fans sollten dort wieder als Einheit auftreten, damit man am Ende den langersehnten Dreier feiern kann und langsam wieder Ruhe im Verein einkehrt.
Wenn wir weiter verlieren und so spielen wie unter Krämer, dann rutschen wir natürlich in 2, 3 Wochen in den Abstiegskampf. Und das kann bei Gegner wie Münster, Halle und Karlsruhe natürlich auch passieren.
Trotzdem muss man jetzt bei 4 Punkten auf Platz 3, mit unserem Kader und einem neuen, erfahrenen Trainer doch nicht alles so pessimistisch sehen. Wenn wir unsere Punkte holen, dann halten wir einen sicheren Abstand von 10 Punkten + zu den Abstiegsrängen und spielen noch oben mit. Also erstmal abwarten und zuversichtlich sein, dass wir gegen Münster die 3 Punkte hierbehalten!
Meier muss und wird die Mannschaft trotz wenig Zeit aufrichten und stabilisieren, damit wir wieder in die Spur finden, wo auch immer das am Ende hinführen mag. Ich bin deswegen auch ganz klar dafür, von Spiel zu Spiel zu denken, auch unter den Fans. Es ist Februar und es kann daher in dieser Saison noch viel passieren in den verbleibenden Spielen. Planen kann man im April, frühestens.
Ich hoffe auch, dass einfach intensiver und akribischer trainiert wird (gute Trainingsbedingungen sind dafür natürlich auch erforderlich, dürfen aber keine Ausrede sein). Da gebe ich den anderen recht. Meppen z.B. gehört fußballerisch für mich zu den besseren Teams der Liga trotz kleinem Etat, weil ein System erkennbar ist und jeder Spieler technisch, taktisch, läuferisch und emotional 100% aus sich rausholt und das Trainerteam dafür gehörig sorgt. Dafür muss Meier auch wieder bei unseren Spielern sorgen - natürlich muss sich da auch jeder selbst hinterfragen. Man spürt wenig Entschlossenheit und Gier, Stärke bei Rückschlägen, Zusammenhalt. Ich wünsche mir ein echtes Team, dass geschlossen um jeden Zentimeter kämpft und Willen zeigt und sich mit der Aufgabe hier identifiziert. Spieler, die nicht mitziehen und keine Leistung bringen, dürfen keine Beachtung mehr kriegen - ein Problem der Zeit unter Krämer.
Die Erwartungshaltung stellt denke ich auch ein Problem dar. Durch die großen Namen werden wir natürlich nicht ganz zu Unrecht zum Kreis der Aufstiegskandidaten gezählt - bei normalen Leistungen würden wir auch noch weiter oben stehen. Aber die Frage ist - ob man das Team im Sommer im Nachgang nicht deutlich überschätzt hat. Viele Siege kamen glücklich zustande und der Blick auf die Tabelle hat Medien und Trainerteam recht gegeben, obwohl wir längst nicht gut genug gespielt haben - was jetzt zum Vorschein kommt. Äußerungen, wie die von Krämer im Winter, haben die Erwartungshaltungen ja nur noch steigen lassen. Klar, man spielt oben mit und will das bis zum Ende. Aber man muss doch realistisch bleiben, wie übrigens auch Ponomarev. Wir hatten und haben diese Saison eine große Chance, aufzusteigen - aber mit dem großen und schwierigen Umbruch sollten wir da etwas demütiger und geduldiger sein - spätestens jetzt - auch die Fans. Einige Spieler haben natürlich bei weitem nicht die erhoffte Qualität gezeigt, natürlich haben auch wichtige Spieler gefehlt, und der Trainer, an dem sehr lange festgehalten wurde, hat es auch nicht geschafft, eine wirklich drittligataugliche Elf auf dem Platz zu formen. Nach Lotte hätte man schon eingreifen müssen m.M.n.
Jetzt hat mit Meier ein Neuanfang begonnen. Die Wintertransfers scheinen mehr zu fruchten, weil sie natürlich noch einmal mehr Qualität haben. Wir sollten Trainer und Spieler jetzt optimal dabei unterstützen, den Negativlauf zu stoppen und dann wird man sehen, wohin die Reise geht. Wenn man nochmal oben angreifen kann, ist das schön. Wenn nicht, dann sollte man in Ruhe die Kaderplanungen für die kommende Saison vorantreiben und hätte immer noch eine beachtliche erste Drittligarunde gespielt, über die intern sicher keiner meckern würde.
Der Umbruch von der Regionalliga hin zu einem Drittligatopteam hat bis mindestens jetzt gedauert - anders als erwartet. Ich hoffe, die Verantwortlichen lernen auch und verpflichten entweder erfahrene Spieler, die wirklich noch voll im Saft stehen (wie Matuszczyk) und uns weiterbringen oder lassen es besser sein und holen für das gleiche Geld junge Topspieler aus der dritten Liga, die gierig, frisch und entwicklungsfähig sind und den Weg mitgehen wollen. Die Mischung macht's. Auch da muss irgendwann ein kompetenter sportlicher Leiter her.
https://www.transfermarkt.de/3-liga/formtabelle/wettbewerb/L3?saison_id=2018&min=8&max=15
Bitte.
Es muss ein neuer Impuls her. Ein junger Trainer, der richtig Ahnung von Fußball hat (vom Typ wie Florian Kohfeldt) oder ein sehr erfahrener Trainer wie eben Friedhelm Funkel. So steuern wir ansonsten dem Abstiegskampf entgegen.
Und wo wir bei Weinhart sind: Guckt euch seine bisherigen Stationen und das dort Geleistete an und ihr werdet erkennen, dass in so einer wichtigen Position bei einem Drittligisten mit Ambitionen nichts zu suchen hat.
Wir brauchen auch neben dem Platz hochprofessionelle Leute in Form eines kompetenten Sportdirektors, der sich in den Ligen 2-4 auskennt, dort Erfahrung vorzuweisen hat und seriös ist. Weinhart kann ich zumindest nicht zu 100% ernst nehmen. Aber auch das ist ein Teil der dringend nötigen Professionalisierung des Vereins.
Meiner Meinung nach sollte man dem Trainer auch noch bis Anfang nächstes Jahres Zeit lassen (sofern die Punkteausbeute im Rahmen liegt und wir in der oberen Tabellenhälfte stehen). Denn wir sollten doch alle langsam eine gesund gemischte Haltung aus gerechtfertigter Erwartungshaltung und Kritik und Realismus und Demut einnehmen. Gebt dem Trainer nochmal die Chance, seine Fehler auszubügeln, junge Spieler einzubauen, seine Formation zu finden und im Winter mit Neuzugängen nachzubessern. Wie gesagt, alles unter der Voraussetzung, dass wir uns noch in Reichweite zu den Spitzenplätzen bleiben und eine Entwicklung erkennbar ist - ansonsten müssen natürlich irgendwann die Mechanismen des Geschäfts greifen. Da helfen auch keine Sympathie, keine vergangenen Meisterschaften oder Wünsche nach Konstanz im Verein.
Ich stimme definitiv den kritischen Aussagen zum fehlenden Spielsystem, keiner festen Formation, den falsch eingesetzten Spielern, dem zu großen Respekt zu! Auch steigen die Ansprüche selbstverständlich mit der Ligazugehörigkeit und der Qualität unseres Kaders (ja, einige Spieler leben nur noch von ihrem Namen und haben maximal durchschnittliches Drittliga-Niveau, trotzdem haben wir im Vergleich zu vielen anderen Teams genügend Spieler mit Potential). Wir müssen einfach viel kompakter, gefestigter, galliger auftreten und spielerische Lösungen finden. Lautern hat mit Sicherheit keine viel bessere Mannschaft als wir, aber wir haben ihnen das Spielfeld überlassen. Lautern war entschlossen, eine Einheit, man hat Automatismen gesehen, es wurde umgeschaltet, Wege gemacht, gut kombiniert. Alles Dinge, die man bei uns auch vor nicht allzu langer Zeit noch bestaunen konnte (wenn auch in einer anderen Liga). Aber da steht der Trainer einfach in der Pflicht, eine Mannschaft auf- und einzustellen, die gewillt und in der Lage ist, einem motivierten Gegner auswärts Paroli zu bieten und zuhause das Spiel zu machen. Wir stehen viel zu tief, haben keine sicheren und schnellen Ballverteiler im Mittelfeld und keinen echten Stürmer. Dann wird es schwierig, sich sicher von hinten heraus über die außen nach vorne zu kombinieren bzw. vorne eine Anspielstation zu haben. Ich glaube auch nicht, dass die Spieler nicht wollen, es sieht aufgrund der großen Abstände einfach nur hilflos aus, weil wir zu weit auseinander stehen, vorne nicht präsent sind, nicht in die Zweikämpfe kommen. Man spürt eher Verunsicherung als eine breite Brust, keiner weiß so recht, was er machen soll (was natürlich an den ständigen Umstellungen liegt). Der Trainer muss einigen Spielern eine Denkpause geben bzw. sie auf richtigen Positionen einsetzen (Krempicki z.B.) und anderen auch mal eine Chance geben. So muss sich bis zum Winter ein klarer Stamm von 15 Mann herauskristallisieren (besonders eine Stammelf). Gerade die Jungen wie Litka, Pflücke und Yesil müssen ihre Chance erhalten. Es braucht natürlich trotzdem einen gesunden Konkurrenzkampf: einerseits dürfen die "Stammspieler" sich nicht zu sicher sein und andererseits müssen Spieler hintendran immer auch die Chance bekommen, sich zu beweisen (siehe Chessa).
Lasst uns die Sache noch etwas beobachten. Wie einige sagen: Wir befinden uns in keiner riesigen Drucksituation. Weder drohen wir, gerade den Aufstieg zu verspielen, noch drohen wir, unten reinzurutschen. Deshalb muss man keine Untergangsszenarien zeichnen. Wir könnten einfach noch besser spielen und sogar noch mehr Punkte holen. Dass die Liga so ausgeglichen ist, spricht ja auch nicht unbedingt für Qualität in der Spitze. Oder sollen Münster und Osnabrück jetzt besser aufgestellt sein als wir? Sie holen mehr raus. Das ist ärgerlich und daran muss gearbeitet werden. Andere Vereine arbeiten aber dennoch professionell. Wir sind definitiv nicht das Maß aller Dinge in dieser Liga, nur weil wir viel Geld haben und namhafte Spieler verpflichtet haben. Unser Kader gehört zu den besten, aber wir haben große Umbrüche hinter uns bzw. einige Spieler, die noch nicht in der Liga angekommen sind und wo nachgebessert werden muss.
Blau-rote Brille absetzen und in der Gegenwart ankommen, gleichzeitig aber trotzdem auch genießen und dem Ganzen etwas Zeit geben, sich zu entwickeln. Am Ende des Tages geht es aber natürlich nur um Punkte und die erreichst du eben wahrscheinlicher mit gutem Fußball.
ALLE, die dem KFC in irgendeiner Weise verbunden sind, müssen am Sonntag nach Wiedenbrück fahren!
Mit - und ohne Karte, aber früh genug. Heimspiel in Wiedenbrück!
Füllt die Busse und Autos, schließt euch den Zugfahrern um 9:42 Uhr an und macht euch auf den Weg!
Es geht um die Meisterschaft, es ist das erste von vielleicht drei Endspielen! Uns kann keiner aufhalten!
AUF JETZT!
Mir hat Dörfler gefallen, er sollte mit seiner Schnelligkeit viel mehr Spielzeit bekommen als z.B. ein Kefkir, von dem nichts kommt, viel zu lethargisch. Wir sind einfach nicht gefährlich genug, stehen auch viel zu tief. Zudem frage ich mich wirklich, warum z.B. ein Chessa nicht mehr spielen darf, obwohl er in der Hinrunde für mächtig Gefahr gesorgt hat. Dazu dann Beister als Sturmspitze anstatt als Zehner oder auf außen. Wieso? Die Oberhausener Mittelfeldspieler haben für richtig Dampf gesorgt, bei uns nichts...kann mich da anschließen, was Transfers angeht: Als ob es in der Regionalliga keine guten Kicker gibt, die mal im 1vs1 vorbeigehen können und eine Flanke schlagen können. Bei uns im Kader sehe ich das aktuell jedenfalls nicht bzw. manche Spieler spielen eben nicht auf ihrer angestammten Position oder kommen nicht zum Einsatz.
Ich frage mich, was die ganzen Wochen trainiert wurde, denn man hat davon nichts gesehen. Das war Fußball wie unter Murat Salar. Wenn es schon gegen ordentliche Oberhausener nicht reicht, dann brauchen wir auch aktuell nicht vom Aufstieg reden. Mir geht dieses Gelaber langsam gewaltig auf die Nerven. Wir alle tun gut daran, nicht zu große Töne zu spucken, sondern von Spiel zu Spiel zu schauen. Dennoch darf man mit unseren Möglichkeiten natürlich schon erwarten, dass man auch oben mitspielt und vernünftigen Fußball zeigt. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob Wiesinger wirklich aus Fehlern lernt bzw. das richtige System findet. Denn sonst wird das nichts und er wird schon bald gehen müssen.
Fazit: Ich bin sehr enttäuscht und schockiert ob der mageren Leistung. Gebrauchter Tag.