Die wirtschaftliche Situation ist natürlich nicht einfach. In vielen Fällen (zumindest in der Industrie) ist aber auch ersichtlich, dass es auch ein globales Problem ist und nicht nur die Einschränkungen in Deutschland die Probleme verursachen. Und wie ich bereits geschrieben habe, würde das Verhalten der Bevölkerung bei einem völlig außer Kontrolle befindlichen Virus automatisch zu Nachfrageeinbrüchen in diversen Bereichen führen. Es wurde doch auch hier immer darauf hingewiesen, dass die Mobilität der Menschen schon vor dem ersten Lockdown selbstständig heruntergefahren wurde. Das wäre doch genauso wieder, wenn hier flächendeckend die Triage angewendet werden müsste. Und das dieser Punkt ohne Einschränkungen damals wie heute erreicht werden würde ist ein mathematischer Fakt. Klar, alles scheiße, aber doch nicht wirklich wegen den Einschränkungen. Da ist doch das Virus das Problem.
Generell sind viele Maßnahmen - einzeln betrachtet - natürlich oft unverständlich und wahrscheinlich auch - unfair - wenn man verschiedene Bereiche/ Maßnahmen gegenüberstellt.
Die übergeordnete Überlegung, dass Kontakte beschränkt werden müssen und deshalb verschiedene Sachen geschlossen werden müssen während nur ein paar Ausgewählte übrig bleiben können ist aber nachvollziehbar.
Die Politik befindet sich in einem Dilemma und versucht sich darin - mal besser und mal schlechter - zu bewegen und Entscheidungen zu treffen. Diese müssen wir als Gesellschaft nun einmal mittragen, auch wenn es uns nicht passt. Es ist ja durchaus jedem gestattet dagegen zu protestieren und bei der nächsten Wahl mit dem Kreuz zu reagieren.
Aus eigenen Erfahrung behaupte ich mittlerweile, dass die Beschränkungen bis hin zum Lckdown ohnehin kämen, wenn zu viel offen ist. Meine Familie ist z.B. Kontaktintensiv unterwegs (2 Lehrer, 2 Schüler, 1 Kindergarten, diverse Sportvereine). Ich befinde mich aktuell in den letzten Zügen einer Quarantäne, davor war es meine Frau, davor mein Sohn. Aktuell warten wir auf das Ergebnis einer Kontaktperson. Möglicherweise gehe ich am Freitag aus der Quarantäne, meine Frau in die Nächste. Die wichtigen Sportvereine meiner älteren Kinder haben bereits im Oktober ihren Betrieb nur rudimentär aufrecht erhalten können, weil schlicht ständig irgendwelche Fälle auftraten. An Ligabetrieb war gar nicht mehr zu denken. Jetzt sind wir im Großraum Stuttgart natürlich auch in einem Ballungsraum. Aber auch in Kempen z.B. ist mein bester Freund aktuell mit gesamter Familie (4 Personen) krank. Und denen geht es leider überhaupt nicht gut. Mein Freund ist mit 43 der älteste, keine Vorerkrankungen. Das mal dazu.
Fazit ist von mir: Die Maßnahmen sind blöd und unvermeidbar. Gäbe es sie nicht würde sich das öffentliche Leben von alleine herunterregeln. Ein weiter so, wie wir es gerne hätten, gäbe es automatisch nicht.
Ich bin übrigens sehr dafür, dass es beim Stadion eine gemeinsame Finanzierung von Stadt und Investoren bei einem weiteren Aufstieg des KFC gibt. 1. hat eine Stadt wie Krefeld noch ganz andere Investitionshausaufgaben zu machen und 2. würde ich das von allen Fußballvereinen erwarten, die in BL 1 und 2 spielen und noch nicht über ein eigenes Stadion verfügen. Da wird mittlerweile so viel Geld gemacht, da kann ich nicht noch so viel öffentliche Gelder in diesem Bereich verantworten. Die Stadionmiete von manchem Verein (siehe Fortuna Düsseldorf) ist unter diesem Aspekt skandalös. Leider wird es dort mal eine Länderübergreifende gesetzliche Regelung für geben müssen, denn dieser Grundsatz müsste - für einen fairen Wettbewerb - ja für alle gelten.
P.S.: Schade, dass Verhandlungen über künftige Mietzahlungen des KFC - ich sage mal- nicht ganz unbelastet sein dürften. Aber das kennt man ja von den Pinguinen...
Also ich bin da fast komplett beim Linner. Gerade die Belastbarkeit des Körpers ist bisher echt wichtig gewesen. Allerdings stimmt es auch, das er offensiv gaaanz wenig bringt. Alleine für eine taktische Variation, oder um ihm auch mal Feuer unterm Allerwertesten zu machen, müsste da noch eine gute Alternative sein. Damit will ich ihn auch gar nicht aus der Mannschaft schreiben, aber so sind wir ja zum Beispiel so ausrechenbar. Also wir schwächen uns da quasi schon vor dem Anpfiff. Wenn wir Ambitionen nach oben entwickeln wollen reicht das nicht. Aber - wie bereits geschrieben - ich bin froh das er bei uns ist und habe in der letzten Saison eine Verlängerung seines Vertrages befürwortet. Er ist halt der durchschnittliche Drittligaprofi, den eine Mannschaft wie unsere auch im Kader haben sollte.
An Aufstieg glaube ich zwar nicht, aber in dieser Liga ist von Abstieg bis Aufstieg erst einmal alles drin. Wenn wir mal die vier Dinger gegen Wiesbaden raus nehmen, steht unsere (Gesamtverteidigung) nicht schlecht da. Ich teile die Einschätzung, das drei unserer vier Siege durch Corona und eine frühe rote Karte begünstigt waren. Den Sieg gegen Saarbrücken kann man gerne als dreckig oder glücklich bezeichnen, aber in meinen Augen eben nicht unverdient. Jetzt kommt mal wieder eine Woche der Wahrheit, dann sehen wir weiter. Hier sollte jedoch keiner den Fehler machen zu Glauben das sich irgendein Schreiber hier über Misserfolge der Mannschaft freuen würde. Einig sind sich übrigens doch alle in einem Punkt: Die Mannschaft hat unter bestimmten Gesichtspunkten echt Potential und ich behaupte sie kann auch Spaß machen. Leider habe ich diesen Spaß erst in zwei Halbzeiten gehabt. Ich hoffe es wird mehr...
Immerhin die zweite starke Halbzeit in dieser Saison! Daumen drücken das es mehr wird, die Probleme in HZ 1 waren hoffentlich unübersehbar. Gott sei Dank ein Standardtor, das war wirklich verdient und überfällig. Grimaldi, besser geht vom Timing nicht. Den Freistoß der Hachinger in Hälfte 1 musst du - bei deeeeeer Entfernung - auch erst mal halten 🤗
In der Schlussphase wurde das Dilemma einmal mehr deutlich, als Abwehrchef Lukimya in den Sturm beordert wurde. „Ja, zum Schluss wollten wir das Tor erzwingen, wir haben dann alles nach vorne geworfen“, erklärt der 34 Jahre alte Routinier. „Ich denke, wir hätten da etwas geduldiger sein müssen und unser Spiel, so wie wir angefangen hatten, konsequent durchziehen müssen. Da waren einige Aktionen zu überhastet. In einem Auswärtsspiel einen Punkt zu holen, würde auch noch gehen, aber so haben wir das Ding aus der Hand gegeben.“
Der Kapitän hat öffentlich etwas an den taktischen Anweisungen des Trainers zu kritisieren. Wäre ja auch blöd, wenn SK sich zum dritten Mal selbst kritisieren müsste.
Also ich denke Engagement, Kampfgeist usw. sind vorhanden - und das finde ich gut. Ich störe mich nur an der Formulierung wir hätten bis zum Schluss alles versucht.
Wir haben eben nur versucht, zufällig mal den Luki vorne zu finden. Das war die einzige Idee, zumindest die letzten ca. 20 Minuten. Und das kann eben bei dem Kader nicht sein.
Ich hatte schon einmal geschrieben, dass ich z.B. beim Göbel hoch anrechne dass er es immer wieder probiert hat und nach vorne sehr engagiert war obwohl er eine ganz miese Passquote hatte. Bei solchen Themen bin ich schon auch bei dir.
Aber: warum geht die Mannschaft z.B. nicht auf Standards in den letzten 20 Minuten? Klar, noch haben wir damit in dieser Saison kein Tor erzielt. Das hat an dieser Stelle aber tatsächlich auch was mit Pech zu tun. Da sind wir schon einige Male ganz nah dran gewesen. Aber genau diese Situationen schaffe ich mit doch nicht mit dem Luki vorne drin. Und wenn der dann schon da steht, wo sind dann die scharf hereingegeben Flanken auf den?
Ich sehe halt nicht das die alles versucht haben. Die waren absolut hilflos!
Linner, ich finde man hat bei van Ooijen hat man im letzten Spiel gut sehen können, warum Osawe und Grimaldi für mich keine Optionen sind, auf die wir uns verlassen können. Van Oijen hatte seit Monaten wegen der Pandemie kein Pflichtspiel und eine längere Verletzung zu Beginn der Saison. Im Ergebnis ist der bis heute nicht richtig fit, hat schon in der ersten Halbzeit gepumpt. Wie kann Grimaldi da nach der Winterpause richtig fit sein? Und wie will der spielerisch fit sein? Wenn man es mit ihm ernst meint, dann macht der in dieser Saison nur noch seinen Körper fit und hat ein paar Kurzzeiteinsätze. Niemals können wir in dieser Saison auf ihn hoffen. Ähnlich ist es ja bei Osawe. Klar, die Verletzung wurde durch ein klares Foul ausgelöst. Dennoch habe ich bei ihm so ein wenig das Gefühl als hätte er ähnliche Probleme wie ein Robben seinerzeit. Der Körper ist wie ein hochgezüchteter Formel 1 Motoe (krass wie schnell der ist), aber eben auch so empfindlich. Der müsste wohl mal bei einem Müller-Wohlfahrt o.ä. Fit gemacht werden. Der wird wahrscheinlich richtige Spezialisten benötigen, damit der über einen längeren Zeitraum verletzungsfrei agieren kann. So sage ich auch, Osawe wird uns nicht mehr viel weiterhelfen in dieser Saison.
In meinen Augen müssen die Verantwortlichen schon längst für den Winter an Transfers (Plural) arbeiten!