Der Ball ist rund
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Hmmmm, wie würde denn dann die Frage lauten:
Türkgücü Uerdingen oder KFC in der Kreisliga?
Und würde die Mehrheit dann Kreisliga wählen?
Lizenzspieleretat 8 Mio. für eine Saison, macht für die Monate März bis Juni 8/12*4 somit 2,66 Mio. - dabei ist zugunsten des Vereins unterstellt dass die Stadionmiete im Lizenzspieleretat bereits enthalten ist.Dazu - während AA Insolvenzgeld zahlt - noch 4 Heimspiele nach Mannheim im Januar und Februar. Bei ca. 100.000 pro Spiel noch mal 400.000 - also in Summe 3,1 Mio.
Als Liquiditätsreserve mussten (Stand 2018) 1,2 Mio hinterlegt werden.
Bleibt also für die Restsaison eine Finanzierungslücke von (3,1 - 1,2) 1,9 Mio, die durch sonstige Einnahmen oder durch den alten oder den neuen Investor zu decken wären.
Der Insolvenzverwalter kann und darf die 1,9 Mio nicht aufbringen.
PS: Selbst wenn der Etat niedriger sein sollte und die aktuelle Liquiditätsreserve höher wie in 2018 sein sollte - eine Finanzierungslücke sollte auf jeden Fall bleiben ...
Beispiel: Wenn Du privat nicht zahlst kommt irgendwann der Gerichtsvollzieher und droht mit "Übel" - z.B. der Pfändung deines KFZ oder deines TV.
Die Stadiongesellschaft hat ebenfalls mit "Übel" gedroht, nämlich mit Ausfall des Spiels.Wegen des angedrohtem Übel ist dann doch gezahlt worden, sonst wären 3 Punkte weg gewesen.
Seriös ist in meinen Augen anders ...
Richtig: Du behauptest aber, das gemietete wäre nicht in Ordnung und deswegen wäre es völlig legitim, dass man die Miete erst einmal zurückhält. Das ist schlicht falsch! Zum einen wissen wir nicht, was in dem Mietvertrag vereinbart wurde, oder? Wie muss das Mietobjekt denn sein, damit MP die Miete nicht zurückgehalten hätte?
Ein TV-Reporter hat es doch mal am Rande der Übertragung eines Spieles aufgeklärt.
In Duisburg hat er als Mangel angegeben, dass der Aufzug zu seiner Loge nicht funktioniert hätte. Abgesehen davon, dass es dort mehr als einen Aufzug gibt und somit dieser "Mangel" eher kein Grund ist überhaupt nichts zu zahlen - der Aufzug fuhr zu Beginn des Spieltages, genau so lange bis die Kinder von KG diesen als Abenteuerspielplatz und als Hüpfburg entdeckt haben.
Das hätte man also statt mit "Nichtzahlung" mit ein paar passenden Worten zu KG bezüglich Kindererziehung klären können ...
„Nach derzeitiger Gesetzeslage (siehe heute 14.01.2021 den Artikel in der Printausgabe der Rhein. Post, Wirtschaft Seite B 1 links unten) hat M.P. bis drei Wochen nach dem 31.12.2020 (also 21.01.2021) noch Zeit, den beim Amtsgericht KR einzureichen. Die Pflicht zur Antragstellung bei Überschuldung besteht nämlich wieder! (allerdings könnte sich die Gesetzeslage wegen Corona wieder ändern und somit die Antragspflicht zur Insolvenzeröffnung wieder ausgesetzt werden) .
Die Insolvenz für M.P.'s GmbH hätte für ihn drei wesentliche Vorteile: Für drei Monate würde Insolvenzausfallgeld durch das Arbeitsamt "Agentur für Arbeit" an die Angestellten und Spieler der KFC Uerdingen GmbH bezahlt. Die Restsaison wäre damit zumindest bis Ende April durch öffentl. Kassen gesichert. Die übliche Verbandsstrafe des DFB (Punktabzug etc.) entfällt wohl (da lass ich mich ggfs. gerne korrigieren, sofern der DFB die Corona-Regeln kurzfristig geändert hätte). Der Insolvenzverwalter würde die Gesellschaftanteile an der KFC Uerdingen GmbH evtl. -für nen Appel und ein Ei- an einen Investor verkauft bekommen. Der langersehnte neue Investor wäre dann da und M.P. wird uns dann erzählen, er (nur er, M.P. himself) habe mit der Insolvenz und seinem "Gewinnverzicht" erst den Weg dazu freigemacht... ...
Die anschließende Problematik ist aber bestimmt schlimmer: Die ca. zwei Millionen Euro Schulden, die der eingetragene Verein (e.V.) hat und für die bislang höchstwahrscheinlich M.P.'s KFC Uerdingen GmbH gegenüber den Banken eingestanden hat, werden dem e.V. (mit der Insolvenz der GmbH) wieder auf die Füße fallen. Damit wird der e.V. dann überschuldet sein und seinerseits auch Insolvenz anmelden müssen. „
Sehr guter Beitrag, aber noch einige Anmerkungen dazu:
Ich habe keine Ahnung ob wirkliche eine Insolvenz geplant ist. Wenn es wirklich so sein sollte sehe ich es leider nicht ganz so optimistisch – optimistisch in dem Sinne ein neuer Investor „könne für nen Appel und ein Ei“ kaufen.
Im Einzelnen:
• Richtig, Insolvenzgeld wird für 3 Monate von der AA („Arbeitsamt“) gezahlt. Wenn es aber stimmt, was die Vögel von den Bäumen zwitschern (Presse) stehen die Gehälter für Dezember noch aus und Januar wird demnächst fällig. Dann wären die drei Monate Insolvenzgeld also 12/2020 und 01/2021 bis 02/2021. Ab dem 01.03. müsste ein Insolvenzverwalter dann ohne AA zahlen können. Somit wäre nicht (nahezu) die gesamte Saison bis April gerettet.
• Insolvenzgeld wird nur in einer Höhe gezahlt, welche der Beitragsbemessungsgrenze (BBG) in der Sozialversicherung entspricht. Alles darüber hinaus unterliegt einer Kappung. Die BBG in der Arbeitslosenversicherung liegt aktuell bei 7.100 €. Oder andersherum, würde jemand 14.000 € verdienen würde er die Hälfte seines Einkommens verlieren. Nehmen unsere Profis das hin?
• Ein Insolvenzverwalter sollte zwar vorrangig den Geschäftsbetrieb fortführen, er kann dieses aber nur dann umsetzen wenn der insolvente Betrieb Einnahmen hat. Großartige Einnahmen sehe ich momentan nicht, nur Ausgaben. Die Stadionmiete in Düsseldorf bleibt, dafür tritt die AA nicht ein. Wie und wann sonstige Einnahmen (für TV-Rechte, Trikotwerbung usw.) zufließen ist mir nicht bekannt. Im schlechtesten Fall sind dieses Jahresbeträge, die schon längst vereinnahmt und verbraucht wurden. Zuschauereinnahmen sind im Moment = NULL.
• Der Zeitpunkt 21.01.2021 ist extrem ungünstig, denn er liegt im geöffneten Transferfenster. niemand kann absehen, welche Spieler dann die Wanderschuhe anhaben. Nicht absehbar ist auch, ob ein Insolvenzverwalter (bez. zu dem Zeitpunkt wäre es erst der vorläufige Insolvenzverwalter weil Verfahren noch nicht eröffnet) die Spieler einfach ziehen lässt bzw. sogar aktiv verkauft um spätere Gehaltszahlungen zu vermeiden.
Die bisherigen Insolvenzen im Profifußball, wo am Ende der Verein (oder die GmbH) überlebt hat standen unter nicht vergleichbaren Vorzeichen. Es gab Zuschauereinnahmen, die Vereine hatten entweder ein eigenes Stadion oder es stand ein städtisches Stadion im Heimatort zu Verfügung, wo dann die jeweilige Stadt durch Mietminderung oder Mietverzicht helfen konnte.
Nächstes Problem ist es als insolventer Verein eine Lizenz für die folgende Saison zu erhalten. Wie schon geschrieben müssen die Unterlagen zum 01.03. beim DFB vorgelegt werden, soweit ich mich erinnere sogar von einem Wirtschaftsprüfer testiert. Da läuft einem einfach die Zeit weg, wie soll der Insolvenzverwalter in dem knappen Zeitraum wirklich einen Investor finden und wie soll dann der Investor die Unterlagen für die Lizensierung beibringen?
Also mir persönlich würde ein Insolvenzantrag den letzten Funken Hoffnung nehmen...
Fusion mit RWE, mit der Begründung "Uerdingen hat Lizenz aber kein Stadion" - dafür "Essen hat Stadion aber keine Lizenz"?
Und trotz des jetzt mehrfachen Hinterlassen eines Scherbenhaufens - ich fürchte dass sich irgendwann wieder ein Zweit-, Dritt- oder Viertligist findet, der mit dem Rücken zur Wand steht.
Wenn dann die Alternative "Insolvenz und Kreisklasse" oder "MP" ist wird er irgendwann einen Verein finden, wo seinen Versprechungen geglaubt wird - Leider!
Reden kann er ja, und das jetztige Scheitern kann man auch als Lernprozess verkaufen. Er wird jemanden finden der es glaubt ...
Im besten Fall sowas wie KFC Hüls/Uerdingen ...
Sogar FS wird noch als GmbH Geschäftsführer gezeigt, obwohl er schon vor Wochen diesem Posten aufgegeben hat ...
Vorab: Ich kann nicht beurteilen was alles hinter den Kulissen passiert.
Grundsätzlich ist es doch so, dass im Falle einer Insolvenzverschleppung sowohl ein Durchgreifen auf das Privatvermögen möglich und zusätzlich strafrechtliche Verfolgung droht.Ein weiteres Nachschieben von Geld aus dem Privatvermögen könnte eine Insolvenz zum jetzigen Zeitpunkt verhindern und würde u.U. vermeiden strafrechtlich verfolgt zu werden.
Wäre also in "Summe" u.U. billiger ...
Aber was ist nach dem Jahr? Dann könnte der Fall umso tiefer sein - dafür wäre aber dann ein anderer Vorstand verantwortlich.
Daher ist Vorsicht angesagt...
Gruß zurück und gute Nacht!
Was wäre, wenn auch das Finazierungsangebot für eine untere Liga nur taktisches Kalkül wäre?
Was wäre, wenn es "billiger" wäre für ein Jahr vierte oder fünfte Liga zu finanzieren als ggf. zu erwartende Regressforderungen eines zukünftigen Insolvenzverwalters zu begleichen?
Dann hätte unter Umständen nach Ablauf des Jahres der neue Vorstand die A...-Karte.
Zwischen den Zeilen gelesen bedeutet dein Statement aber auch, dass die GmbH nicht überlebensfähig ist und in die Insolvenz gehen wird oder auf andere Weise liquidiert wird.
Oder fehlt die Aussage zur GmbH einfach nur in deinem Statement?
Im Zweifelsfall melden eh andere für dich an, z.B. Krankenkasse wenn keine Sozialversicherungsbeiträge gezahlt werden.
"Das ist so ekelhaft. Das ist das allerletzte.
Und das war alles gestern noch nicht bekannt?"
Sinngemäß zitiert von gestern: "Das ist vermutlich das letzte Mal das wir zusammenkommen"
https://schluesselszene.net/forum/9-neuigkeiten/4656-ponomarev-weinhart-zurueckgetreten
https://www.fupa.net/berichte/kfc-uerdingen-05-mikhail-ponomarev-tritt-als-praesident-des-2754053.html