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Mehmet Eser ·

Wir sind uns alle einig, dass die Insolvenz weder von TP noch ME herbeigeführt wurde. Das waren Fehler ab 2022 und schon zu Beginn des letzten Jahres war klar, dass die Insolvenz faktisch da ist und nur durch einen großherzigen Sponsor oder ein sonstiges Wunder abgewendet werden kann. Wie gesagt, Insolvenz ist ein Zustand wie „Krankheit“ und keine Handlungsoption. Falls man seinen gesetzlichen Pflichten nicht selbst nachkommt, macht das irgendwann das Finanzamt oder Krankenkassen.

Was man ME / TP vorwerfen muss ist, dass sie viel versprochen und nahezu nichts gehalten haben. Statt verkleinert wurde der Schuldenberg durch einen abwegig hohen und nicht gedeckten Etat 2024/2025 noch vergrößert. Dass ME teilweise über Darlehen Nettolöhne gezahlt hat ändert daran nichts. Es ist auch durch die beiden in den letzten Monaten viel Porzellan zerschlagen worden und die Stimmung schlechter denn je, weil sich ein Teil der Fans komplett hinter die vermeintlichen Wunderheiler gestellt hat und jeden, der das skeptisch gesehen hat teils wüst beschimpft hat. Und man jede Aussage (Ausrede) warum gerade etwas nicht geht und wer alles Steine in den Weg legt als üble Verschwörung aller möglichen Personen bewertet hat. Jetzt wird den meisten klar, dass Wunderheilungen eher selten klappen und wir haben einen Scherbenhaufen, eine total zerstrittene Fanszeneund die unausweichliche Insolvenz halt ein halbes oder ganzes Jahr später.

Hoffe es finden sich noch genug Irre, die sich eine (notgedrungen) ehrenamtliche Tätigkeit hier antun, einen ehrlichen Neustart in der Oberliga wagen und sich nicht am KFC bereichern wollen. Zumal es hier sowieso nicht viel zum Bereichern gibt, was bald auch dem Letzten klar sein sollte.

Antrag auf Insolvenz ·

Daher wäre für den Neustart umso wichtiger, dass man honorige Leute findet, die sich Tätigkeiten als Verwaltungsrat. & Vorstand antun. Und idealerweise nicht finanziell vom KFC abhängen oder mit dem KFC Geld verdienen müssen. Das dürfte eher ein Argument für eine Zustimmung zum Insolvenzplan sein als die Frage, ob die Quote 3 oder 5 oder gar 10 % ist.

Antrag auf Insolvenz ·

Dass jemand noch über 500.000 EUR aufbringt, um die vollstreckenden institutionellen Gläubiger vollständig zu bezahlen und mindestens weitere 350..000, plus laufende Einnahmen aus Zuschauern und Catering, um die Saison mit Anstand zu Ende zu spielen dürfte ausgeschlossen sein. Finanzamt und Krankenkasse lassen sich in diesem Stadium der Vollstreckung nicht mehr auf Ratenzahlungen ein. Die können im Fall der späteren Insolvenz angefochten werden. Also entweder alles zahlen oder übernächste Woche in die Insolvenz. Das dürfte allen handelnden Personen seit Monaten klar gewesen sein. Da reicht ein Anruf beim vorläufigen Insolvenzverwalter.

Die Herren Platzer & Eser sind seit letztem Sommer an Bord. Egal ob offiziell als Vorstand oder im Hintergrund als Mäzen und wesentlicher Vertragspartner. Die Mannschaft besteht zur Hälfte aus Team Eser. Die beiden sind dafür angetreten, eine bereits damals pressebekannte Insolvenzreife abzuwenden und den Verein nach oben zu führen. Die Umsetzung war sicher schwierig und man hat Gründe gefunden / vorgeschoben oder tatsächlich gesehen, warum es noch nicht geht. Die vermeintlichen Hinderungsgründe sind aber nun seit etlichen Wochen weg. Und die Arbeiten haben hoffentlich nicht erst dann angefangen. Und wir wissen, dass bislang trotz der seit Monaten bekannten Deadline keine Mittel da sind, um die Insolvenz abzuwenden. Das Vorhaben war von Beginn an illusorisch aber versprochen wurde es dennoch. Statt es zu halten ist der Schuldenberg mit einer überteuerten Mannschaft noch stark gewachsen. Das ist Fakt. Und daran ist ganz sicher nicht Jörg Wieczorek Schuld. Und auch nicht die beiden ganz neuen Vorstände, die sich auf ein Abenteuer eingelassen haben, das kaum zu bewältigen war. Nun ist die Deadline rum und es ist kein Geld da. Es ist noch nichtmal klar, ob die Saison in Insolvenz zu Ende gespielt werden kann. Wer dann die Geschicke in 2025/2026 lenken wird ist dann eine Frage für später. Dafür muss niemand eine Finanzierung heute vorlegen. Jetzt ging es darum, die Insolvenz noch abzuwenden. Das klappt offenbar nicht wie wir spätestens seit gestern wissen und ein Großteil der seit Monaten mit downvotes hier versehenen Poster seit Monaten schreiben. Nun geht es darum, ob jemand das Geld für den Rest der Saison in Insolvenz bereit stellt, damit der Insolvenzverwalter nicht schon Anfang April den Stecker ziehen muss. Auch die Frist ist verdammt knapp und ich habe auf Basis der Erfahrungen der letzten Monate gewisse Zweifel, ob das klappen wird.

Und oh Wunder hat die Realität die objektiv gesehen ziemlich abwegigen Versprechungen eingeholt.

Der Verein ist faktisch als Zustand seit mindestens einem Jahr, wenn nicht schon deutlich länger insolvent. Das löst gesetzliche Pflichten aus. Die haben alle vorherigen und auch der aktuelle Vorstandsvorsitzende einfach mal ignoriert. Dann haben der aktuelle Vorsitzende und sein Mäzen angekündigt, die Schieflage, die sie nicht zu verantworten haben, durch frisches Geld und aktives Zugehen auf die Gläubiger zu beseitigen. Das war ein ambitioniertes und ehrenvolles Versprechen. Welches leider nicht eingehalten worden ist. Im Gegenteil, nach diversen „Gründen“ warum es gerade (von Juli bis Januar) nicht geht, war durch die vom Finanzamt beantragte Insolvenz und das Ausscheiden der beiden vermeintlichen Bremser im Vorstand der Weg frei für die Umsetzung der Versprechungen. Wie wir seit gestern wissen ist nichts passiert. Statt frisches Geld klarzumachen, dass nun genutzt werden kann haben wir nun amtlich, dass der Spieleretat sich seit letztem Sommer deutlich erhöht hat. Das haben TP und ME zu verantworten. Übrigens größtenteils mit Spielern aus dem Stall von ME, was strategisch durchaus sinnvoll klingt aber natürlich auch Geschmäckle hat, weil die Kosten ja am Verein hängen bleiben. So haben wir es mit einem Saisonetat für die Mannschaft von weit über 1 Mio zu tun. Der unabhängig vom Altschuldenberg nicht gedeckt ist oder war. Stattdessen macht der Verein jetzt kostenlos Werbung für einen möglichen zukünftigen Sponsor auf der Brust. Ohne Worte.

Jetzt kann es nur darum gehen, dass egal wer ein Konzept vorlegt, wie der Betrieb in der Insolvenz weitergehen kann. Und zwar sowohl ab 1.April, wenn alle laufenden Kosten bezahlt werden müssen und der Insolvenzverwalter ansonsten sofort den Betrieb einstellen muss. Als auch und erst Recht ab der kommenden Saison, vermutlich ja in der Oberliga. Und da reichen keine Ankündigungen oder Versprechungen wie im letzten Dreiviertel Jahr sondern nur hartes Cash auf dem Konto, sofern es denn da ist. Das dürften ja dann um die 400.000 EUR bis Ende Juni sein. Auch ambitioniert. Und dann ein seriös geplanter Etat für 25/26 auf OL-Niveau. Und wenn es nur für Mittelfeld reicht, dann ist es halt so. Besser als in einem Jahr die nächste Insolvenz.

Die Insolvenz ist schon seit über einem Jahr da. Als Zustand wie "finanziell schwer krank, d.h. zahlungsunfähig und überschuldet". Durch die Anträge vom Finanzamt und der AOK wurde der schwerkranke und weitgehend uneinsichtige Patient dann zwangsweise eingewiesen, um im Bild zu bleiben.

Abwendung der Insolvenz wäre nur mit sehr viel Geld möglich gewesen. Was zwar andeutungsweise versprochen aber nicht gehalten wurde. Was man niemandem vorwerfen kann wegen der Höhe. Vorwerfen kann man eher die ziemlich unrealistische Ankündigung, den Insolvenzzustand ohne ein Insolvenzverfahren wieder zu beseitigen.

Ok, gehe mal davon aus, dass ich mich in der Materie ziemlich gut auskenne.

Du sprichst von einem Insolvenzverfahren über das Vermögen einer natürlichen Person mit dem Ziel Restschuldbefreiung. Da sind deliktische Forderungen unter gewissen Voraussetzungen in der Tat ausgenommen. Was allerdings übrigens nichts daran ändert, dass es auch Insolvenzforderungen sind und bleiben. Nur dass sie eben nach Ende des Verfahrens noch da sind.

Bei einer juristischen Person wie einem e.V. gibt es keine Restschuldbefreiung. Sondern man wird die Schulden im Insolvenzverfahren nur über einen Insolvenzplan los oder eine Neugründung unter Abwicklung des alten e.V. Was hier aber keine Option ist, weil es dann der KFC 2025 e.V. wäre, der in der Kreisliga neu startet. Sprich, es geht nur über den Insolvenzplan, um den jetzigen Verein zu erhalten.

Und Insolvenzforderungen sind beim KFC alle Forderungen, die vor dem 31.03.2025 entstehen. Unterstellt das vom vorläufigen Insolvenzverwalter genannte Datum 01.04.2025 für die Insolvenzeröffnung trifft zu.

Masseverbindlichkeiten sind nur solche Verbindlichkeiten, die ab dem 01.04.2025 entstehen. Also entweder vom Insolvenzverwalter selbst begründet werden, wenn er zB einen Steuerberater beauftragt die Buchhaltung aufzuarbeiten und offene Abschlüsse zu machen oder laufende Verbindlichkeiten aus Arbeitsverhältnissen für Mitarbeiter mit gültigen Arbeitsverträgen ab April. Dazu gehören dann natürlich auch die Krankenkassen, Lohnsteuern und BG-Beiträge. Allerdings nur für den Zeitraum ab der Insolvenzeröffnung. Für die 3 Monate vorher gibt es Insolvenzgeld für die Mitarbeiter. Und die Krankenkassen und Finanzbehörden werden sich an die handelnden Vorstände wenden, die ihre gesetzlichen Pflichten zur Abführung der Beiträge und Steuern nicht erfüllt haben bzw. es versäumt haben, rechtzeitig den lange überfälligen Insolvenzantrag zu stellen. Jeden für den ihn betreffenden Zeitraum. Vom Verein können sie nur die Quote verlangen, falls es die denn gibt.

Alle alten Beitragsforderungen, auch bei der BG, die den Zeitraum vor der Insolvenzeröffnung betreffen sind also nur Insolvenzforderungen, die eine eventuelle Quote bekommen. Aber schon vermutlich eine Summe irgendwo im Bereich zwischen 200.000 und 300.000 aufzutreiben, um die Saison zu Ende zu spielen, klingt ambitioniert. Und die wird der Insolvenzverwalter vorab haben wollen, weil er ansonsten persönlich dafür gerade stehen muss. Alternativ wird er alle Mitarbeiter frei- und den Betrieb sofort einstellen.

Antrag auf Insolvenz ·

TP und ME sind seit dem frühen letztem Sommer (!) mit an Bord. Also seit rund 9 Monaten. Der Schuldenberg ist seitdem deutlich gewachsen und nicht gesunken. Für die Ausgangslage waren und sind sie nicht verantwortlich. Die Grundlage für all die Probleme wurde von diversen Vorgängern und deren Misswirtschaft geschaffen. Aber Fakt ist leider auch, dass die Schulden seit letztem Sommer nochmal angewachsen sind. Die genauen Zahlen scheinen ja bis heute nicht bekannt zu sein. Aber großen Ankündigungen sind bislang bis auf die (darlehensweise) Zahlung einiger Nettogehälter für vornehmlich eigene Spieler keine Taten gefolgt. Und Schuld daran sind und waren immer andere. Erst ging es nicht, weil Vollstreckungen drohten, wenn neue Sponsoren zahlen. Dann ging es nicht, weil die später hinzugekommenen (!) neuen Vorstände ihrer gesetzlichen Pflicht nachkommen wollten (mussten), bei Insolvenzreife einen Insolvenzantrag zu stellen (§ 42 BGB). Dann ging es nicht, weil die beiden später hinzugekommenen Vorstände nicht wollten wie TP und ME wollten. Dann waren die beiden (endlich) weg. Seit mehr als drei Wochen. Die Fristen zur Abwendung der Insolvenz sind schon seit x Wochen bekannt. Jetzt hat man neue Ausreden gefunden, u.a. den vom Gericht eingesetzten vorläufigen Insolvenzverwalter. Von denen es übrigens nicht Hunderte gibt, die in Krefeld aktiv sind sondern vielleicht ein gutes Dutzend, die ein Verfahren dieser Art und Güte hier vor Ort betreuen können, von denen bereits zwei ausfallen, Niering und Kruth, die bei den letzten beiden Insolvenzen schon aktiv waren und damit in gewisser Weise vorbefasst und befangen für die nächste Runde waren. Und hinter allem wird dann der Strippenzieher JW vermutet, dem man allenfalls vorhalten kann, dass er seit Jahren 6-stellige Beträge für das Sponsoring eines chaotischen Viert- oder Fünftligisten verballert, der ihm offenbar zu sehr am Herzen liegt. Anders als zB ME, der mit seinen hier geparkten Spielern Geld verdienen will, wird der Verkauf von Magnesiumtabletten nicht spürbar anziehen, weil JW hier einen amateurhaft geführten Verein unterstützt. Da könnten die Finanzbehörden fast auf die Idee von Liebhaberei kommen.

Und wie gesagt, niemand wollte die Insolvenz. Genau wie niemand krank werden will. Aber dann ist die Insolvenz halt eingetreten, hier bereits vor längerer Zeit. Und das führt zu gesetzlichen Pflichten, die viel zu spät erfüllt wurden. Alternativ hätte man die Kohle auftreiben müssen, um die Insolvenz zu beseitigen. Das ist offensichtlich niemandem gelungen, trotz anderslautender Ankündigungen.

Alle alten Schulden sind Gegenstand der Insolvenz. Auch gegenüber BG und KV, jedenfalls soweit sie bis zum Tag der Insolvenzeröffnung begründet wurden. Ab dem 01.04. muss dann alles Neue vollständig bezahlt werden. Deshalb benötigt der noch vorläufige Insolvenzverwalter dringend die finanziellen Mittel, um ein "Go" für die Zeit ab 01.04. geben zu können.

Genau das Erwartbare ist eingetreten:

Das Insolvenzverfahren wird eröffnet. Die Verfahrenskosten sind also gedeckt. Damit steht Schritt 1 wohl fest. Die Insolvenz lässt sich nicht mehr abwenden. Wobei interessant ist, dass immer noch nicht klar zu sein scheint wie hoch die Schulden insgesamt sind. Da muss in den letzten Monaten und vermutlich Jahren wirklich heilloses Chaos geherrscht haben.

Schritt 2 ist dann die kurzfristige Frage, ob die Saison zu Ende gespielt werden kann. Auch wenn ich hier seit Wochen mit Downvotes traktiert werde, wenn ich sachlich die nächsten Schritte skizziere geht es nun darum, ob genug Geld da ist, die Saison zu Ende zu spielen. Das setzt eine vollständige Finanzierung voraus. Der Insolvenzverwalter haftet persönlich mit seinem Privatvermögen, wenn er ab April Mitarbeiter beschäftigt, die er nicht bezahlen kann. Also muss dann entweder Geld genug auf seinem Konto sein, um alle Kosten und hier insbesondere die Gehälter von April bis Juni zu bezahlen. Oder er wird den Spielbetrieb sofort einstellen und alle nach Hause schicken müssen. Absichtserklärungen reichen da in der Tat nicht mehr aus.

Schritt 3 ist dann die Frage wie es weitergeht. Sprich, Etat für die Saison 2025/2026. Welche Mannschaft? Welcher Trainer? Vermutlich in der Oberliga bei 9 Punkten Abzug oder mit Sicherheit bei einem sofortigen Rückzug. Letzteres wäre sehr bitter. Und es wäre wünschenswert, das Trainerteam und wesentliche Teile der Mannschaft zu halten, falls das finanzierbar ist. Da spielen auch die finanzierenden und handelnden Personen eine große Rolle. Vorzeitige Weichenstellungen auf einer MV morgen machen da ziemlich sicher keinen Sinn bevor nicht die wesentlichen finanziellen Eckdaten bekannt und finanziert sind.

Schritt 4, der eng mit Schritt 3 zusammenhängt, ist dann die Frage wie man wieder aus der Insolvenz so schnell es geht herauskommt. Sprich ein Insolvenzplan, mit dem alle Altschulden abschließend gegen Zahlung einer Quote bedient werden. Die sind bei Sportvereinen eigentlich eher symbolischer Natur. Allerdings bei Wiederholungstätern sicher etwas höher. Also vielleicht 5 bis 10 % statt 1 %. Mindestens genauso wichtig ist aber ein seriöses Finanzierungskonzept, so dass die Gläubiger erkennen, dass nicht im nächsten Jahr wieder die nächste Insolvenz zu erwarten ist. Das ist dann vielleicht sogar wichtiger als die genaue Höhe der Quote. Denn klar ist, ein Großteil der Schulden werden nicht bezahlt werden können.

Hoffe wir können dann nach vorne schauen und zur Sachlichkeit zurückkehren.

Viel spannender als irgendwelche vereinsrechtlichen Scharmützel und ehrlicherweise auch die Durchführung oder nicht der morgigen MV ist doch, ob das Geld nun da ist, um entweder die Insolvenz abzuwenden. Oder falls nein zumindest das Geld da ist, um die Saison auch bei eröffneter Insolvenz geordnet zu Ende zu spielen. Das sind die beiden derzeit einzig und allein entscheidenden und spannenden Fragen. Und "Geld da" heißt nicht irgendwelche Ankündigungen sondern cash auf dem Konto der vorläufigen Insolvenzverwalters oder meinetwegen Bankbürgschaften, die cash gleichkommen.

Fakt ist, es gibt einen handlungsfähigen Vorstand, der wirksam vom VWR berufen worden ist. Mehr brauchen wir aktuell nicht. Erst Recht nicht, wenn in zwei Wochen die offizielle Insolvenzeröffnung erfolgt. Ob es da morgen wirklich sinnstiftend ist, in der jetzigen Lage irgendwelche vereinsrechtliche Entscheidungen zu treffen wage ich da sehr zu bezweifeln. Vor allem für den Fall, dass nicht genug Geld zum Weitermachen da ist.

Der KFC in den Medien ·

Also wenn es eine ernsthafte Chance gäbe, die Insolvenz noch abzuwenden dürfte das mittlerweile öffentlich bekannt sein.

Gehe mal davon aus, dass das Verfahren dann spätestens Anfang April eröffnet wird. Und dann stellt sich die Frage, ob genug Geld von Sponsoren oder Gönnern bereit gestellt wird, um die Saison mit Anstand zu Ende zu spielen. Vor allem, müssen ja dann die Gehälter für April bis Vertragsende vollständig und vorrangig bezahlt werden. Je nachdem wie teuer die verbliebene Mannschaft pro Monat ist wird das jedenfalls ein deutlich sechsstelliger Betrag sein. Dann gibt es sportlich also die Bürde eines Abzugs von 9 Punkten und man bräuchte für den Klassenerhalt schon ein mittelgroßes Wunder, falls nicht noch andere Teams zurückziehen, kein West-Club aus der 3. Liga absteigt und mal unterstellt, dass die Mittel bis Saisonende tatsächlich bereit stehen. Und das ist ja nur der kleine erste Schritt. Schritt 2 und 3 sind dann eine vernünftige und durchfinanzierte Planung 25/26 mit einem sportlichen Konzept und eine Finanzierung für einen Insolvenzplan, in dem man den Gläubigern zumindest mal einen hohen einstelligen Prozentsatz anbieten muss, um realistische Chancen auf eine Mehrheit zu haben.

Aktuell ist es der Job des vorläufigen Insolvenzverwalters solche Gelder einzuziehen und für die Insolvenzmasse zu sichern. Und aktuell gibt es mehrere zulässige und Stand jetzt auch absolut begründete Insolvenzanträge und die Insolvenzeröffnung ist daher weiter das realistische Szenario.

Das wünschenswerte Ausnahmeszenario ist die Abwendung der Insolvenz, weil noch die notwendigen Gelder aufgebracht werden, um alle externen Schulden zu bezahlen oder sich einzelne Gläubiger auf langfristige Stundungen, Ratenzahlungen oder gar Verzichte einlassen. Bei Gläubigern aus dem öffentlichen Bereich wie Finanzämtern oder Krankenkassen kann man das eigentlich vergessen. Wenn sie hier mitmachen wollen 100 andere auch so behandelt werden. Das funktioniert im jetzigen Stadium schlichtweg nicht. Bei privaten Gläubigern ist alles möglich.

Wir werden ja sehen wie die Lage in 10 Tagen ist, wenn die angebliche Deadline für die Bereitstellung der Gelder zur Abwendung der aktuell bestehenden Insolvenzsituation abgelaufen ist.

:-)

Vielleicht kommt im Sommer ja dann auch noch Lionel Messi. Eser soll ja gute Kontakte in der Branche haben.

Mal im Ernst, ich freue mich total, wenn die Abwendung der Insolvenz noch gelingt. Nur dann sollte man es realistisch betrachten und offen sagen wie das geht. Das Finanzamt wird gegen 20 % Quote niemals den Antrag zurücknehmen. Falls ja wäre das ein sehr spannender Präzedenzfall. Nur weil 99 % der Fans keine Ahnung von der Materie haben heißt es nicht, dass vollkommen unrealistische Pläne eine tolle Idee sind.

Wenn Herr Eser und Herr Limbach oder sonstwer morgen 1,2 Mio Euro auf den Tisch legen, alle Schulden bezahlt werden und die Insolvenz vom Tisch ist bin ich super zufrieden und freue mich auf die Mission Klassenerhalt.

Üblicherweise machen Finanzamt und Krankenkassen bei bereits gestelltem Insolvenantrag nach erfolglosen Vollstreckungsversuchen keine Ratenzahlungen mit. Dann müssten sie hier eine sehr sehr ungewöhnliche Ausnahme machen. Sprich, Regelfall ist, dass man die Kohle zu 100 % sofort will, um einer Erledigung des Insolvenzantrags zuzustimmen. Und falls man wider Erwarten zustimmt wird man eine ziemlich seriöse Finanzplanung für die folgende Saison erwarten.

Und kurzer Warnhinweis für die Finanzierung der restlichen 70 bis 80 % aus zukünftigen Einnahmen: Dann wird man ab sofort wieder eine Bugwelle von 900.000 Euro vor sich her schieben. oder? Und wie hoch ist der Gesamtetat in der Saisomn 2025/2026, wenn man die da eingehenden Sponsorengelder für die Tilgung von Altschulden einplant? Ob das eine wirtschaftliche Sanierung bedeutet wage ich zu bezweifeln, mal abgesehen davon, dass Herr Eser ja auch noch erhebliche Darlehensforderungen hat, die er vermutlich auch eines Tages zurückwill. Aus welchem Geld will man also die Gehälter im November 2025 bezahlen, wenn die Kohle aus neuem Sponsoring für 25/26 bereits im Juli an alte Gläubiger gezahlt wurde? Oder plant man einen Mini-Etat und den sportlichen Abstieg aus der Regionalliga?

Äh, nein. Der Insolvenzverwalter prüft alles und kann Vorgänge, die bis zu 10 Jahre zurückliegen hinterfragen und bei Bedarf anfechten. Die letzte Insolvenz wurde ja Anfang 2022 abgeschlossen. Alle Vorgänge seitdem kann er sich ansehen, ehemalige und aktuelle Vorstände umfassend dazu bringen, alles offenzulegen, notfalls mit Zwangsmitteln, falls diese mauern. Und falls Anhaltspunkte vorliegen, dass irgendwer sich am Verein bereichert haben könnte, wird er das auch prüfen und etwaige Verfehlungen geltend machen. Egal ob das 2023 oder 2024 geschehen ist.

Übrigens: Je mehr Geld der Insolvenzverwalter realisiert, desto höhe auch seine Vergütung. Er macht das ja auch nicht kostenlos.

Es ist also völlig widersinnig zu behaupten, eine Insolvenz sei ein Weg, Verfehlungen zu vertuschen. Das Gegenteil ist der Fall. Gerade da kommt sowas eher raus. Und falls es konkrete Anhaltspunkte für Unterschlagungen o.ä. geben sollte und der Insolvenzverwalter sogar ausdrücklich darauf hingewiesen wird, wird er sowas ganz sicher nachgehen. Schon im eigenen Interesse und auch weil er sogar persönlich haftet, wenn er es nicht tun würde. Sprich, jemand, der "Dreck am Stecken" hat, wird eine Insolvenz tunlichst vermeiden wollen.

Äh. Wenn etwas nicht ans Tageslicht soll, tue ich alles, um eine Insolvenz zu vermeiden. Denn da hat der Insolvenzverwalter Möglichkeiten an Infos zu kommen, an die andere nur sehr schwer kommen. Notfalls per Haftbefehl und Durchsuchungsbeschluss.

Vermutlich sind auch die hiesigen Gerichte in die seit Jahren geplante Weltverschwörung von JW eingebunden, um endlich die Herrschaft über einen Verein auf der Schwelle zwischen 4. und 5. Liga übernehmen zu können. Könnte man jedenfalls meinen. Erst führt er über zahlreiche Marionetten mutwillig eine seit Jahren verschleppte Insolvenz herbei. Um dann mit einer Eisdiele im Gepäck ein hochseriöses Gönner-Duo, das völlig unvorhersehbar in diese Situation geraten ist auszubooten. Gut, dass viele Nutzer hier diese Weltverschwörung schon lange durchschaut haben.

Der KFC in den Medien ·

Ich kenne hier niemanden. Wundere mich nur seit längerer Zeit wie hier mit dem Thema Insolvenz umgegangen wird. Das ist kein Zustand, den man optional für Vereinsmeierei oder taktische Spielchen nutzen kann. Es ist ein Zustand, der zu klaren gesetzlichen Vorgaben führt. Die hier von ehemaligen und aktuellen Vorständen und ihren Sponsoren im Hintergrund aktiv ignoriert wurden. Der Eigenantrag kam viel zu spät. Und wenn ich Spieler verpflichte, wissend dass der Verein einen riesigen Schuldenberg hat grenzt das an Eingehungsbetrug. Dann reicht es eben auch nicht nur die Nettogehälter zu übernehmen. Dann sollte ich tunlichst alle Steuern und Abgaben ebenfalls zahlen. Sonst verhalte ich mich nicht gesetzmäßig. Und das sollte man sich auch als Vereinsmitglieder und Fans wünschen. Genauso seriös wäre es, Lionel Messi für 50 Millionen Euro im Jahr zu verpflichten. Käme bei den Fans sicher auch super an - ein Weltstar in der Grotenburg. Das ist ähnlich seriös wie das was hier im letzten Jahr passiert ist.

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