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Der KFC in den Medien ·

JW hat die Insolvenz „herbeigeführt“ ???

Die Verschwörungstheorien hier sind ziemlich absurd.

Die Insolvenz ist vor langer Zeit eingetreten. Als tatsächlicher Zustand. Spätestens mit dem Ausfall von DasBob, den wohl nicht JW zu verantworten hat. Und für weit über ein Jahr unter Verkennung einer klaren rechtlichen Pflicht ( § 42 Abs. 2 BGB) weder durch diverse ehemalige noch durch aktuelle Vorstände abgewendet. Was entweder durch schnelle (!) und nachhaltige (!) Beseitigung der beiden Insolvenzgründe Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung oder durch unverzügliche Stellung eines Insolvenzantrages hätte geschehen müssen.

Irrsinnig ist warum der Insolvenzantrag erst so spät kam - gerade weil Finanzamt und Krankenkassen ihr Geld seit Ewigkeiten nicht bekommen haben. Dafür haften die jeweils handelnden Vorstände übrigens persönlich und haben sich zudem vermutlich auch strafbar gemacht. Und dass es im aktuellen Vorstand Zerwürfnisse gab ändert nichts am Bestehen und der Missachtung gesetzlicher Pflichten. Und bei einigen Vorständen über einen längeren Zeitraum.

JW hat mit der Insolvenzverschleppung dann wohl eher nichts zu tun, im Gegenteil.

Der KFC in den Medien ·

Für alle Platzer/Eser Jünger: Wenn die beiden wirklich dazu bereit und in der Lage sind so viel Geld wie der KFC zur Abwendung der Insolvenz braucht auf den Tisch zu legen geht das total einfach: Den erforderlichen Betrag auf einem Treuhandkonto des vorläufigen Insolvenzverwalters hinterlegen.

Auszahlung unter der aufschiebenden Bedingung, dass 1. die Insolvenzanträge damit erledigt werden und 2. dass der Vorstand wie gewollt besetzt worden ist. Keine Ausreden.

Was ich weiterhin nicht verstehe ist die allgemeine Aufregung hier, der Hang zu Verschwörungstheorien und dazu absurde Untergangsfantasien.

Fakt ist:

Der KFC hat mindestens seit Ende 2023 ein erhebliches finanzielles Problem. Spätestens mit dem ehrlicherweise nicht total überraschenden Ausfall von DasBob in mittlerer 6-stelliger Höhe war klar, dass bereits damals ein hoher 6-stelliger Betrag fehlt. Und zwar unmittelbar, um alle bereits damals fälligen Schulden zu bezahlen. Statt Insolvenzantrag zu stellen hat man (also der damalige Vorstand) weitergemacht - in der Hoffnung auf neue Geldgeber, die entweder kein Geld oder wenn sie Geld hatten plötzlich in U-Haft saßen und damit ganz andere Sorgen hatten. Dazu kamen sicher auch die im Fußball üblichen Budgetüberschreitungen durch höhere Ausgaben als geplant durch Trainerwechsel oder Nachverpflichtungen. Und auch wenn niemand die genauen Zahlen kennt dürfte klar sein, dass es schon damals eine hohe Bugwelle an überfälligen Schulden gab. Und dann kamen im Sommer 2024 Platzer und Eser dazu. Die Bugwelle haben sie erkennbar nicht beseitigen können oder wollen. Vielleicht auch weil nicht genug Transparenz da war. Aber Fakt ist, es gab schon damals einen erheblichen Schuldenberg. Und wenn man sich den Verlauf des Kaders und die öffentich kommunizierten Zahlen anschaut haben Eser und Platzer nicht wie die schwäbische Hausfrau mit einem kleinen Etat einen kleinen und vermutlich nicht sehr konkurrenzfähigen Kader in die Saison geschickt sondern diesen ordentlich aufgerüstet. Personell und finanziell. Und es macht ja durchaus Spaß dieser kämpfenden Truppe zuzusehen. Ob aus Angst vor Pfändungen wegen der Altschulden oder aus sonstigen Gründen wurde das finanzielle Problem so aber noch verschlimmert. Es reicht eben nicht nur laufende Nettogehälter zu zahlen. Erst recht nicht über bloße Darlehen. Mittlerweile liegt der Fehlbetrag bei weit über 1 Millionen Euro. Ob es jetzt 1,4 oder 1,9 Millionen sind wird der vorläufige Insolvenzverwalter mit seinem Team hoffentlich bald aufarbeiten können. Und wenn Herr Eser seine Zahlungen bislang als Darlehen geleistet hat sind das ja auch Schulden. Die man hoffentlich langfristig regeln kann. Aber der laufende Kader kostet auch Geld. Und allein aus Zuschauereinnahmen und Caterin lässt sich ein Regionalligaetat auf diesem Level in keinster Weise stemmen.

Dass es nun weitere Insolvenzanträge gibt ist ja nur logisch. Das ist der normale Gang wenn man länger keine Sozialabgaben bezahlt. AOK und Co. stellen dann halt Insolvenzantrag. Ob es jetzt einen oder acht Anträge gibt ändert nichts an der Gemengelage. Entweder jemand sehr wohlhabendes ist bereit ALLE Schulden zu regulieren und die seit über einem Jahr öffentlich bekannte Insolvenzsituation nachhaltig zu beseitigen. Damit wären dann alle Insolvenzanträge erledigt, weil ja alle ihr Geld bekommen haben oder im Fall von Eser darauf mindestens ein langfristiges Darlehen wurde. Oder das Insolvenzverfahren wird irgendwann offiziell eröffnet und dann gilt es ein vernünftiges Konzept für die Fortführung zu haben, personell in Vorstand und Verwaltungsrat und finanziell was den Etat betrifft. Und wenn man den Gläubigern dann mehr anbietet als bei einer Liquidation des Vereins dürften diese mehrheitlich einem Insolvenzplan und damit einem Schuldenschnitt zustimmen. Und bei einer Schließung dürfte die erwartbare Quote bei Nahe 0 % liegen. Es sei denn der vorläufige Insolvenzverwalter kann handelnden Personen strafbare Veruntreuungen oder sowas nachweisen und die sind dann auch noch in der Lage den Schaden wieder gut zu machen. Aber auch das wird keine Unsummen bringen.

Ich drücke Herrn Eser und Herrn Platzer die Daumen, dass sie sehr viel Geld haben oder auftreiben und ein weiteres Wunder von der Grotenburg bewirken können. Allein mir fehlt der Glaube. Der fehlte mir allerdings damals auch beim Rückstand zur Pause im Rückspiel gegen Dynamo Dresden.

Und wenn es den Herren nicht gelingt, dann hoffe ich dass ein vernünftiges Team bereit steht, den Verein stabil aus der Insolvenz herauszuführen und solide zu führen.

Es gab hier schon wiederholt die ziemlich abwegige Auffassung, die Insolvenz verfolge den Zweck etwaige Veruntreuungen oder Verfehlungen zu vertuschen. Das Gegenteil ist doch der Fall. Der (vorläufige) Insolvenzverwalter hat kraft Gesetzes vollen Zugriff auf alle Unterlagen und kann auch uneingeschränkt Auskünfte von Dritten verlangen. Und handelnde Personen wie aktuelle oder ehemalige Vorstände, die nicht mitwirken wollen kann er sogar in Haft nehmen lassen, um sie zur Mitwirkung zu zwingen. Und falls sie dem IV Straftaten offenlegen darf man die Auskünfte im Strafprozess noch nicht einmal gegen sie verwenden.

Über die Insolvenz wird also größtmögliche Transparenz geschaffen, jedenfalls solange sie anhängig ist. Und falls jemand Vereinsvermögen unterschlagen haben sollte (wobei ich bezweifle, dass es sich in diesen Dimensionen überhaupt lohnt), dann kann das der Insolvenzverwalter viel schneller und brutaler einfordern.

Vielleicht nicht schuldenfrei aber nachhaltig weder zahlungsunfähig noch überschuldet. Wenn jemand dem KFC ein Darlehen über 1,5 Millionen Euro geben will und die Rückzahlung auf 20 Jahre bei 2 % Zinsen vereinbart und im Rang zurücktritt, dass aus seiner Forderung keine erneute Insolvenz stammen kann, herzlich gerne.

Es wäre nur sehr erstaunlich, wenn jemand derart selbstlos agieren würde. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Also hoffen wir auf das Beste.

Egal ob mit oder ohne Insolvenz:

Es braucht ein konkretes Konzept wie man 1. dafür sorgt, dass der Verein bis Ende 2025 oder früher schuldenfrei ist. 2. welche Personen den Verwaltungsrat und den Vorstand in Zukunft besetzen sollen und 3. wie ein tragfähiger Etat für die Saison 2025/2026 aussehen soll und 4. ob und wie man die Saison 2024/2025 stabil zuende finanziert, den Spielbetrieb fortsetzen und idealerweise sogar den Klassenerhalt trotz Punktabzug schaffen kann. Die Variante ohne Insolvenz ist naturgemäß deutlich teurer und zeitlich anspruchsvoller als die Variante mit Insolvenzplan und Neustart mit entschuldetem Verein im Anschluss. Aber statt über irgendwelche Verschwörungstheorien zu schwurbeln sollte es ausschließlich darum gehen wie die 4 genannten Punkten seriös und belastbar gelöst werden sollen.

Üblicherweise wird bei einem laufenden Betrieb eine Insolvenzgeldvorfinanzierung stattfinden, d.h. das Geld wird vorab von einer Bank als Kredit ausgezahlt. Die holt es sich nach Insolvenzeröffnung von der Agentur für Arbeit wieder und die Mitarbeiter bekommen so schneller ihr Geld. Glaube kaum, dass die Mannschaft und Trainer hier die nächsten Wochen und Monate weitermachen würden, ohne Geld zu bekommen. Und so teuer ist die Vorfinanzierung nicht. Vor allem gewinnt man Zeit bei der weiteren Planung. Sprich, für drei Monate wird Geld auf diesem Weg fließen und da 100 % der Gehälter, da vermutlich niemand über der aktuellen Beitragsbemessungsgrenze liegt.

Gesetzlich hat er sogar die Pflicht, den Betrieb bis zur Gläubigerversammlung fortzuführen. Die findet normalerweise 2-3 Monate nach der offiziellen Insolvenzeröffnung statt. Und da wir noch im Eröffnungsverfahren sind dauert das sicher noch einige Monate. Es sei denn der Betrieb ist erkennbar unterfinanziert. Dann wird er frühzeitig zumachen, um nicht persönlich für irgendwas zu haften. Über das sogenannte Insolvenzgeld werden zudem 3 Monate die Gehälter komplett von der Agentur für Arbeit bezahlt. Personalkosten fallen aktuell also nicht an. Die Einnahmen aus dem laufenden Spielbetrieb müssen daher vor allem die sonstigen Ausgaben wie Busfahrten, Sicherheitsdienst, usw. decken. Und ab der offiziellen Insolvenzeröffnung muss man die Gehälter wieder in voller Höhe zahlen. Da kommt es dann zum Schwur, ob genug Geld da ist.

Es ist doch eigentlich gut, wenn es zwei Fortführungsangebote gibt.

Beide Varianten haben die Gelegenheit, ein Konzept zu präsentieren und mit konkreten (!) Zahlen zu hinterlegen. Und wenn man es ernst meint, kann man ja nun auf mit gutem Gewissen auch bereits Geld vorab auf den Tisch legen beispielsweise auf ein Treuhandkonto beim vorläufigen Insolvenzverwalter. Denn anders als möglicherweise vorher gibt es aktuell keinen sachlichen Grund mehr irgendwelche Gelder oder Zusagen zurückzuhalten aus Angst vor Pfändungen, etc.

Jetzt geht es eben nicht mehr um Luftschlösser oder mit dem Finger auf irgendwelche Verfehlungen in der Vergangenheit zeigen sondern einzig um die Zukunft. Und da können sich alle, die es mit dem Verein gut meinen nun beweisen. Und da sollten alle neutral zum Wohl des Vereins die Fakten wirken lassen.

Insgesamt wäre es ganz schön, wenn sich für den Verein mal mehr als nur ein vermeintlicher "Heilsbringer" finden würde, auf den nicht der gesamte Verein zugeschnitten ist oder zugeschnitten werden muss. Das hat auf diesem Level eigentlich noch nie mittelfristig funktioniert. Und vielleicht wäre es ja auch gut, wenn sich mehrere Leute finden und zusammen tun, die alle auch beruflich schon mal etwas erreicht haben und dann vielleicht nicht auf ein windiges Startup oder sonstige Gestalten mit erheblichen finanziellen Eigeninteressen reinfallen. Die Hoffnung auf Seriosität beim seit zig Jahren mit Abstand unseriösesten Club Deutschlands stirbt zuletzt.

Bei einem Verein in einem laufenden Insolvenzverfahren sind die Ergebnisse einer aoMV oder auch regulären MV erst einmal ziemlich zweitrangig.

Ob man ehemalige oder aktuelle Vorstände entlastet ist ja eher etwas Symbolisches. Damit behält sich der Verein vor, etwaige Schadensersatzansprüche gegen die handelnden Personen geltend zu machen. Aus der "Nichtzahlung" von Miete oder BG-Beiträgen o.ä. ergibt sich zunächst einmal allerdings kein direkter Schaden für den Verein. Den Schaden haben hier die beteiligten Gläubiger. Diese können persönlich gegen die handelnden Personen vorgehen - insbesondere wenn sie ihre Pflicht nach § 42 BGB nicht erfüllt haben, rechtzeitig Insolvenzantrag zu stellen. Bei Haftung für nicht gezahlte Steuern gibt es dazu noch direkte Durchgriffe nach Abgabenordnung.

Schäden für den Verein ergeben sich eher dann, wenn etwas unter Wert verkauft oder überteuert eingekauft wurde. Wenn zum Beispiel der Vorstand 100 Fußbälle bei einem Anbieter für 50.000 Euro gekauft hätte (500 Euro pro Ball) wäre das ein typischer Fall der Vorstandshaftung. Nicht-Zahlung einer Rechnung führt indes normalerweise zu keiner Haftung. Bloße Fehlentscheidungen wie zu schlechte Spieler verpflichtet zu haben führen zu keiner Haftung. Sonst würde auch niemand in einen Vorstand gehen. Schon gar nicht ehrenamtlich.

Und natürlich haben die Mitglieder Anspruch auf ordnungsgemäße Zahlenwerke und Rechenschaft für Amtszeiten. Auch das führt aber erst einmal zu keiner direkten Haftung.

Solange das vorläufige Insolvenzverfahren bzw. später das Insolvenzverfahren läuft, ist relativ egal wer im Vorstand sitzt. Auf eigene Rechnung kann eh keiner mehr handeln. Jeder Euro muss vom Insolvenzverwalter freigegeben werden. Würde man die Insolvenzveröffnung noch verhindern wollen müsste man bis dahin einen handlungsfähigen Vorstand haben, ansonsten spätestens dann wenn man den Gläubigern den Insolvenzplan vorlegt. Der wird nur eine Mehrheit finden, sofern davon auszugehen ist, dass der Verein nach der Insolvenz handlungsfähig ist. Und dafür braucht man einen funktionierenden Vorstand. Es schadet also nicht, den zügig zu haben. Aber ob der jetzt schon im Februar oder erst im Mai steht ist nicht so entscheidend.

Naja, jeder Vorstand, der sieht oder hätte sehen müssen, dass der Verein zahlungsunfähig ist, was er nun evident schon länger zu sein scheint, hätte handeln müssen. Entweder Insolvenzantrag stellen oder genug Geld beschaffen, um alle Schulden zu bezahlen. Hat aber niemand. Weder das eine noch das andere. Und warum das nicht geschehen ist spielt für die juristische Betrachtung keine Rolle. Und da ist nunmal der Vorstand in der Pflicht (und persönlichen Haftung) und zwar jeder Vorstand, der in diesem Zustand Vorstand ist oder war.

Auf gut Deutsch: Der Verein war bereits im Sommer 2024 pleite und ist es bis heute geblieben. Was sich daraus als Pflicht für den jeweiligen Vorstand ergibt steht in § 42 BGB.

So sieht es in der Tat die aktuelle Fassung der Spielordnung vor. Wobei man das durchaus auch angreifen könnte wie schon in anderen Konstellationen geschehen.

Formal ja, tatsächlich gibt auch schon der vorläufige Insolvenzverwalter den Ton an, weil er Mittel hätte, seine Position jederzeit mit weiteren gerichtlichen Kompetenzen zu erweitern, wenn dies für die Gläubiger sinnvoll ist. Die Zeit persönlicher Befindlichkeiten ist damit vorbei. Es geht ab nun ausschließlich um die Sache.

Naja, wenn das Finanzamt bei einer Zeschlagung des Vereins 0 Euro auf 200.000 bekommt und bei einem Insolvenzplan 20.000, könnte ich mir schon vorstellen, dass es kein automatisches nein gibt. Erst Recht wenn es ein finanzielles und personelles Fortführungskonzept gibt.

Und warum Herr Eser aus Frackigkeit mit Nein stimmen sollte, wenn er statt 0 vielleicht 40.000 Euro bekommt weiß ich auch nicht. Im Sinne von die verschmähte Braut will dann lieber den Tod des Ex-Verlobten als eine finanzielle Besserstellung? Nur weil die Dinge sich nicht in seinem Sinne entwickelt haben. Wie gesagt, jetzt wäre die Gelegenheit für TP / ME die Insolvenz nachhaltig abzuwenden und damit auch den 9 Punkte Abzug zu verhindern, weil es jetzt keine Risiken mehr gibt.

Da ich keinen der Beteiligten persönlich kenne verstehe ich auch die Bemerkung "unterschwellig" nicht so ganz. Was ich seit Wochen sage ist, dass Insolvenz ein juristisch / wirtschaftlicher Zustand ist. Und der löst halt laut Gesetz Handlungspflichten aus, die hier offenbar länger wahlweise ignoriert oder schöngeredet wurden. Und zwar nicht nur vom aktuellen Vorstand. Jetzt ist die überfällige Insolvenz da. Man hätte sie durch viel Geld vermeiden können. Aber ich verstehe jeden, der das Geld nicht in eine Black Box wirft. Und wie gesagt, sie ließe sich auch noch abwenden für viel Geld. Das müsste man aber nun liefern.

Klar besteht das Risiko. Wenn man aber ein glaubwürdiges Konzept präsentiert, personell und finanziell und die Gläubiger die Wahl haben zwischen einer Quote von 0 bis 5 % bei Abwicklung des alten Vereins oder zum Beispiel 10 % bei Durchführung des Insolvenzplans nebst Schuldenschnitt dürfte sich der Großteil eher für die 10 % entscheiden. Und anders als bei einer außergerichtlichen Sanierung reicht hier eine Mehrheit und nicht Einstimmigkeit.

Und wie schon wiederholt gesagt ist die Insolvenz halt einfach schon vor längerer Zeit tatsächlich eingetreten und es ist niemandem gelungen, einen seriösen Plan umzusetzen, diese wieder zeitnah zu beseitigen. Es ist zugegeben auch viel verlangt, mal einfach so über 1 Mio Euro auf den Tisch zu legen für einen Verein in Liga 4 oder 5, um damit Altschulden zu bezahlen ohne auch nur einen Cent für die Zukunft zu investieren. Aber das sollte jedem klar gewesen sein.

Nun gibt es jedenfalls keine Ausreden wie Intransparenz oder Pfändungsrisiko mehr. Und ich denke es wird keinen Fan geben, der es nicht toll fände, wenn es TP / ME gelänge eine nachhaltige und stabile Sanierung hinzubekommen. Nur wird die eben sehr teuer und man darf bezweifeln, ob sich das jemand wirklich antun will.

Wenn man die Sache mal sachlich und nüchtern betrachtet ist die Insolvenz die Chance für eine nachhaltige und transparente Lösung:

Es gibt keinerlei Pfändungsrisiko mehr.

Der vorläufige Insolvenzverwalter kann und wird mit allen sprechen.

Wenn jemand ernsthaft die Chance sieht, die Insolvenzsituation zu beseitigen wäre das nun leicht umzusetzen. Und das hat nichts mit Untertönen zu tun. Vielmehr kann jetzt jeder Farbe bekennen, ob er ein Macher oder nur ein Blender ist. Das gilt sowohl für die ME/TP Kombo als auch JW und sein bislang nicht näher offen gelegtes Team. Letztere wollen die Insolvenz für die Umsetzung der Sanierung nutzen, was finanziell deutlich weniger kosten wird, allerdings mit hoher Wahrscheinlichkeit den Abstieg in die OL zur Folge haben wird. Und wer weiß wie gut da der Ausblick ist.

Aber ME/TP hätten nun die ziemlich leichte Möglichkeit, ihren Worten umfassende Taten folgen zu lassen und den Verein so zu sanieren, dass alle Gläubiger bezahlt werden und die Insolvenz abgewendet wird. Und wenn man das dafür benötigte Geld auf einem Treuhandkonto hinterlegt und die Bedingung eine genehmere Vorstandsbesetzung ist dürfte das kein ernsthaftes Problem sein. Nur müssen sie halt mit dem Geld in Vorleistung gehen. Viel Erfolg. Schöner wäre auf alle Fälle, die Regionalliga zu halten und mit dieser Mannschaft auch kommende Saison weitermachen zu können.

Das ist sehr einfach zu lösen. Platzer und Eser legen das benötigte Geld auf ein Treuhandkonto beim vorläufigen Insolvenzverwalter und es wird erst freigegeben, um alle Schulden zu bezahlen, wenn der Vorstand ausgetauscht wird. Da werden auch Verwaltungsrat und Restvorstand nicht nein sagen können. Nur müssen Platzer und Eser nun halt Farbe bekennen und können sich nicht mehr hinter den unklaren Schulden und etwaigen Pfändungsrisiken verstecken.

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