vorwärtsblaurot
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"Wenn dann selbst sowas keinen Anklang bei der (Lokal-)Presse finden würde, sollte man dieser Lokalpresse Anzeigen aufgeben mit den Fotos (der bekannteren) Spieler auf den entsprechenden Lokalsport-Seiten! Vielleicht sollte man Sponsoren dafür finden bzw. sonstwie über den e.V. Geld sammeln. Ein Inserat mit dem Foto von z.B. Nobbi Brinkmann würde ich gerne bei der R.P. sehen !!!"
Ich finde diese Idee grundsätzlich sehr gut! Man könnte aus der Aktion eine kleine Anzeigen-Kampagne in RP, WZ, Extra-Tipp, Crevelt etc. machen. Einheitliches Design (Name des Spielers, Zahl der Spiele, Zeitraum + ein Slogan, Logo o.Ä. zur Aktion + evtl. Sponsorenlogos) mit immer wechselnden Motiven der bekanntesten Spieler. Damit würde man in Krefeld eine breite Masse an Menschen erreichen und viele positive Erinnerungen an Bayer/den KFC wecken. Ich weiß nicht, ob das realistisch umsetzbar ist, ich würde als Mitglied/Fan jedenfalls auch Geld beisteuern.
Du hast natürlich recht damit, dass viele Fans in erster Linie erfolgreichen Fußball sehen möchten und sich deshalb nur wenige Oberliga Mittelmaß oder Niederrheinliga geben würden. Das kann ich zu einem gewissen Grad verstehen, aber ich hoffe und denke doch, dass zumindest ein Kern von 1500-2000 Fans dem Verein treu bleibt. Eine Dauerlösung kann ambitionsloser Fußball für einen Verein wie den KFC natürlich nicht sein. Ich glaube aber, dass es gut möglich wäre, eine schlagkräftige Oberligatruppe zu stellen, die mithalten kann und dann auch, wenn es um den Aufstieg geht, wieder 2000 Zuschauer in die Grotenburg lockt (+ Werbung, Imageaufbau). Ich jedenfalls würde - sagen wir - 3 Jahre Oberliga auf jeden Fall aushalten.
Bezüglich Essen finde ich nach wie vor, dass die einfach aus ihren Möglichkeiten viel zu wenig rausgeholt haben. Mit deren Etats hätten die auch schon vor ein paar Jahren aufsteigen können, aber man hat eben wirklich viel zu wenig kontinuierlich gearbeitet. Aber natürlich spielen die von dir genannten Faktoren jetzt auch eine große Rolle.
Oberhausen sehe ich nach wie vor ziemlich positiv. Ein gut geführter Verein mit Strukturen, der fest in der Regionalliga spielt und vielleicht in ein paar Jahren nochmal den Weg in die 3. Liga schafft, wenn die Konkurrenten nicht Essen und BVB ll sind.
Genau in diesem schlimmsten Fall muss die Stadt eben zum Verein stehen und ich muss sagen, dass ich diesbezüglich schon mal weniger Hoffnung hatte. Oder glaubst du, dass die aktuelle Stadtspitze dann wirklich nachgibt und uns fallen lässt?
Interessante Rechnung!
Dort wurde ein ganz neues Trainings- und Nachwuchsleistungszentrum für 8 Mio. Euro geschaffen. Der Verein hatte vorher keine Heimat, schlechte Trainingsplätze für die Profis und die Jugendmannschaften spielten auf bis zu 10 Plätzen in und um Paderborn. Also ähnlich wie bei uns, nur dass Paderborn Bundesliga spielt.
Entstanden sind ein zweistöckiges Funktionsgebäude (2.600 qm) mit Kabinen, Büros, Kraftraum etc., 4 Fußballplätze (2 Rasenplätze für die Profis, davon einer mit Rasenheizung, 2 für das NLZ (und andere Jugendmannschaften!), davon ein Rasen- und ein Kunstrasenplatz mit Rasenheizung). Die Stadt gibt 4 Mio. Euro dazu.
Und so sieht es aus: https://www.nw.de/lokal/kreis_paderborn/paderborn/22395062_Hoechste-Auszeichnung-fuer-das-Nachwuchszentrum-des-SC-Paderborn.htmlIch denke, dass es schon in diese Richtung gehen sollte (wenn es in die 2. Liga gehen soll, brauchen wir ja ein NLZ). Man sieht auch dort, dass die Stadt voll dahinter stehen muss, aber auch der Verein natürlich investieren muss.Ich glaube nicht, dass der KFC zwangsläufig immer kleiner werden würde, wenn er einige Jahre unterhalb der 3. Liga spielen würde. Denn ich finde, dass man aktuell gar nicht genau sagen kann, wie sich unsere Gesellschaft in den nächsten 10 Jahren entwickeln wird. Es muss nicht unbedingt so weitergehen. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass das System des großen Fußballs in den nächsten Jahren viele Fans verlieren wird, die diesen Zirkus nicht mehr mitmachen möchten und sich wieder mehr regional orientieren werden. Und wieso sollten Kinder nicht Uerdingen-Fans werden, wenn der Verein einen hervorragenden Ruf in der Stadt genießt und sich familien- und kinderfreundlich präsentiert? Es müssen ja sowieso nicht Zehntausende sein.
In der Oberliga bräuchte es eine treue Basis an Sponsoren, die nach wie vor zum ranghöchsten Verein der Stadt stehen. Ebenfalls bräuchte es eine breite Mitgliederbasis von Minimum 2000. Im Grunde bräuchte es eine Gemeinschaft aus Fans, Ehemaligen, Sympathisanten, Politikern und Sponsoren, die den KFC erhalten und aufpolieren möchten, mit ganz kleinen Schritten wie einem Aufbau eines Trainingsgeländes für 5 Mio. Euro in z.B. Elfrath. Wenn sich die Fans damit allerdings nicht identifizieren könnten, wird es natürlich schwierig.Aus dieser Ausgangslage heraus könnte man langsam an einem Aufstieg in die Regionalliga arbeiten, indem man sportliche Kompetenz ins Boot holt. Wenn es finanziell reichen sollte, könnte man angreifen und einen Aufstieg anpeilen.In der Regionalliga würde es dann auf neue Sponsoren ankommen, die den Weg des KFC spannend finden und Fußball in Krefeld unterstützen möchten. Die gibt es immer und überall, wenn man sich als Verein ein gewisses Standing erarbeitet. Von diesem Zeitpunkt an zähle ich dann fünf Jahre in der Regionalliga - immer in der Grotenburg übrigens. Wenn man auch in der Regionalliga sportliche Kompetenz im Verein hat, kann man Mannschaften zusammenstellen, die vielleicht irgendwann mal oben anklopfen, weil alles zusammenpasst. Da würde es dann letztlich darauf ankommen, ob die Sponsoren bereit sind, einen Angriff auf die 3. Liga zu wagen. Möglich wäre es bestimmt.
Das ist alles sehr weit weg, klar. Für mich zentral wäre aber, dass ich wieder stolz auf den KFC sein könnte. Ich weiß nicht, ob ich das sein kann, wenn der Verein von Investoren aus dem Ausland geführt wird, die große Ziele haben, aber am Ende vielleicht mehr zerstören als sie entwickeln (wir werden es sehen). Das Misstrauen ist aktuell einfach sehr groß, genauso die Angst, dass bestimmte Fehler nicht abgestellt werden und wir in wenigen Jahren wieder genau da stehen, wo wir heute stehen. Das wäre für mich dann nicht egal nach dem Motto "aber Hauptsache, man hatte nochmal ein paar schöne Jahre". Wie viele Investoren sollen sich denn noch am KFC austoben dürfen? Ist das hier das Experimentierfeld: Führe angeschlagenen Traditionsverein ohne alles mit Geld in die Bundesliga? Ja, mit Investoren ist der Weg nach oben potentiell kürzer und die Erfolgswahrscheinlichkeiten sind potentiell größer. Aber so einfach ist es ja eben nicht, wie wir an MP gesehen haben.
Ich finde es wie gesagt auch immer schwierig, sich zu 99% auf vergangene Erfahrungen zu stützen, wenn es um Stadt und Sponsoren geht. Wie wäre es mal, wenn wir als Verein erstmal wieder ein ernstzunehmendes Bild nach außen abgeben? Ich bin gespannt, ob Noah das hinbekommt. Denn ich glaube, dass es in Krefeld genügend Menschen gibt, denen der KFC nicht komplett egal ist und die helfen würden, auch in der Politik (Frank Meyer z.B.).
Es ist völlig in Ordnung, dass jeder seine Meinung hat und die meisten in diesem Forum meinetwegen eine andere. Es ist aber doch nicht so, dass der aktuelle Weg völlig alternativlos ist, auch wenn er im Optimalfall erfolgreicher ist. Manche möchten den alternativen Weg nicht bestreiten, weil er sportlich und finanziell Rückschritte bedeuten würde, aber es ist doch nicht so, dass man damit den Verein begraben würde. Das sehe ich einfach nicht.
Die Prophezeiungen mit einem Investor sind auch hypothetisch. Denn wie schon geschrieben wurde, brauchen wir, um selbst in die Infrastruktur investieren zu können, eigentlich den Aufstieg in die 2. Liga, sonst wird hier wahrscheinlich auch kein Investor groß investieren. Aber ob wir den überhaupt packen und uns dann in der 2. Liga halten können? Wie wahrscheinlich ist es denn, dass wir in den nächsten 5 Jahren in die 2. Bundesliga aufsteigen?
Was ist denn eine Zukunftsperspektive? 3. Liga und höher? Seid ihr heiß auf Sandhausen und Regensburg? Oder was gilt als angemessene Perspektive? Ist Regionalliga schon zu wenig? 5 Jahre Regionalliga und im fünften Jahr eine herausragende Mannschaft, mit der man um die 3. Liga spielt? Mit Stadion, mit Sponsoren, mit Rückhalt in der Stadt.
Du weißt doch auch, dass es mit 17.000 Zuschauern, davon 3-4000 Mannheimern mit sehr großem Gewaltpotenzial, im Grotenburg-Stadion schwierig geworden wäre. Und zur Politik: Ich habe schon das Gefühl, dass sich zumindest Grüne und SPD klar pro KFC positionieren und auch bei einem Abstieg nicht einfach tatenlos zuschauen würden. Im Gegenteil, vielleicht hätte man mit gutem Willen und guten Gesprächen neue Allianzen schmieden können, aber das ist ja jetzt erstmal kein Thema, da wir Noah haben. Wie die mit der Stadt zusammenarbeiten, werden wir abwarten.
Wissen wir, wie es aktuell und in den nächsten Monaten laufen würde, wenn sich kein Investor gefunden hätte? Nein, weil es dazu wieder nicht gekommen ist. Ob der Einstieg von Noah richtig oder falsch war, wird sich noch zeigen, aber ich glaube einfach, dass sich unser Verein ohne Investor wahrscheinlich in eine gesündere Richtung entwickeln würde. Denn dann wäre der Druck auf Politik, Ehemalige und Wirtschaft so groß, dass sie helfen würden - besonders wenn sich der e.V. personell vernünftig aufstellen würde.
Natürlich würden wir dann nicht gegen die attraktiven Gegner spielen, aber wie gesagt: Ist das alles, weshalb man KFC-Fan ist? Wer hat eigentlich gesagt, dass wir auf Biegen und Brechen wieder 3. Liga oder 2. Bundesliga spielen müssen, obwohl wir überhaupt keine Basis haben? Wären die 15 Jahre nicht vielleicht der bessere Weg? Für das Gemüt von uns Fans und die Entwicklung des Vereins. Woher sind sich alle so sicher, dass dieser Weg der Falsche ist? Nicht immer von der Vergangenheit auf die Zukunft schließen. Und woher sind sich alle so sicher, dass der aktuelle Weg mittel- bis langfristig so viel besser sein wird? Wer sagt denn, dass Noah die strukturellen Probleme gelöst bekommt? Das Wichtigste wird neben dem Stadion eine eigene Heimat mit Trainingsplätzen sein - die brauchen wir in der 3. Liga und in der Oberliga, mit Investor und ohne Investor.
Und letztlich finde ich es wie bereits erwähnt einfach frech, Fans, die sich eine andere Entwicklung wünschen, böse Absichten zu unterstellen. Es ist immer das gleiche Spiel: Man kritisiert die aktuelle Lage und teilt seine Alternativmeinung mit und direkt fühlen sich manche empfindlich angegriffen und teilen persönlich aus, weil sie anscheinend nicht akzeptieren können, dass es nicht nur eine Sicht auf die Dinge gibt. Das finde ich ehrlich gesagt sehr schade.
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