Suma
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"Wo hätte der KFC nach dem Aufstieg in Mannheim gespielt wenn MP nicht bereit gewesen wäre den Umzug nach Duisburg und Düsseldorf zu finanzieren? Um welche Alternative hätte sich die Stadt bemüht?"
Der KFC ist keine städtische Einrichtung. Die Stadt hätte sich also um gar keine Alternative bemühen müssen.
Unabhängig davon hätte sie sich natürlich engagieren können, klar. In anderen Städten funktioniert das ja auch. Allerdings gibt es da im Regelfall eine enge und gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Verein.
Und ja, möglicherweise hat sich hier auch die Stadt nicht ausgezeichnet. Aber wenn ich als Verein etwas möchte, muss ich eben immer wieder auf den anderen zugehen. Ihn verbal anzugehen ist da nicht so gut.
Aber nein, glaube ich nicht. Die Duisburger haben doch bereits leidvolle Erfahrungen mit dem Geschäftsgebahren von MP gemacht. Und ausserdem hätten sie wohl viel zu viel Angst, dass MP dann Albutat zurück bringt :-).
Die Antwort, was bei einem Nein passieren würde, muss "Der Ball ist rund" auch gar nicht geben. Die müsste der Vorstand geben. Vermutlich weiß es "Der Ball ist rund" schlicht nicht, weil es eben auch hierfür keine Informationen gibt. Es gibt Wahrscheinlichkeiten und Vermutungen.
Die gibt es allerdings auch für die, die mit ja stimmen. Sofern nicht heute Abend wirklich informiert wird (was ich persönlich nicht glaube, aber das ist nur meine Meinung) haben auch sie keine Antwort darauf , was dann passieren würde. Denn sie wissen nicht mehr oder weniger als die "Bedenkenträger". Bei ihnen ist aber vermutlich die Hoffnung, dass es dann mit wem auch immer in welcher Form auch immer und mit welchem Ziel auch immer weitergeht, größer und auch die Bereitschaft, jeden Weg mitzugehen. Aber nur, weil (hier) immer wieder propagiert wird, dass ein Ja alternativlos und daher alles Weitere vollkommen uninteressant ist, muss doch trotzdem nicht jeder dazu bereit sein, blind zuzustimmen bei etwas, über das er nichts weiß. Das kann man blöd finden, weil es der eigenen Einstellung oder dem, was man sich wünscht, widerspricht. Es macht aber diejenigen, denen ein Ja unter solchen Bedingungen eben nicht locker durch den Kuli fließt, weder zu Naivlingen noch zu Vereinshassern. Das verrückte an Entscheidungen ist ja: Man kann sich entscheiden! Jeder für sich.Und das vermutlich deshalb, weil intern nichts zu erreichen war. Diesen Weg hätte ansonsten der Verein sicher verhindern können.
Der DoPa Sponsor sieht das aber offenbar anders: https://www.abendblatt.de/sport/article231302342/Marcel-Reif-Rassismus-Eklat-Jungtuerken-Kritik-Lukas-Podolski-Fussball-Doppelpass-Sport1.html
Wenn sich zeitgleich bei zwei Drittligavereinen die Investoren zurückziehen und diese Vereine aktuell vor einer unklaren Zukunft stehen, dann ist das aber doch nicht verwunderlich, dass das dazu führt, dass das Investorentum hinterfragt bzw. auf dessen Gefahren (die man ja bei beiden Vereinen aktuell sieht) hingewiesen wird? Was wäre denn deine Erwartung in so einer Siruarion?
Wie hätte das denn gehen sollen? MP ist ein Alleinherscher und er zelebriert das auch. Glaubst du ernsthaft, er hätte irgendwem erlaubt, mit irgendwelchen Dritten zu verhandeln?
@ linner:
"Wenn irgendein Vertrag nicht eingehalten würde oder wenn Rechnungen nicht bezahlt wären, dann würde hier kein Ball mehr rollen, das sollte doch jedem klar sein. Wenn unser Investor mit Leistungen, die er bezahlt, nicht zufrieden ist, dann wird es bemängelt und nötigenfalls vor Gericht geklärt und anschließend entsprechend dem Urteil bezahlt."
So laufen Geschäfte aber nicht! "Mir gefällt was nicht, ich zahle nicht, soll der Andere es doch einklagen" - genau das ist, wenn es immer wieder passiert, unseriös. Man zahlt doch nicht, weil man dazu verurteilt wurde sondern weil man sich vertraglich dazu verpflichtet hat. Übrigens nicht nur im Fußball.
"Noch besser wird es mit dem neuen Investor, den es noch garnicht gibt, der wird schon diskreditiert, bevor man überhaupt weiss, wie er heisst und ob es Ihn überhaupt geben wird. "
Vielleicht noch mal die Beiträge hier lesen?
Ich glaube, dass jedem hier klar ist, dass Profifußball ohne Geld nicht funktioniert. Und ich glaube, dass auch niemand komplett gegen Investoren ist. Zumindest habe ich da so nirgendwo gelesen.
Die Frage ist aber doch, wie weit man bereit ist, für sportlichen Erfolg zu gehen. Eigentlich ist das sogar eine grundsätzliche Frage auch außerhalb des Sports, aber hier ist ja ein Fußballforum. Und da kann es durchaus unterschiedliche Ansichten geben.
Es ist eben keine reine Fußballromantik sondern mehr eine Frage der eigenen Einstellung, wenn man der Meinung ist, dass es nicht „egal“ ist, wer Investor wird, welche Ziele er verfolgt und wie er sie zu erreichen versucht. Wenn dabei immer wieder geltende Regeln überschritten/ Verträge gebrochen werden, dann muss doch die Frage erlaubt sein, ob es das wirklich wert ist. Ob der Wunsch, hochklassig zu spielen, das rechtfertigt. Ob Vereinstreue und Fan sein heißt, alles mitzumachen. Oder ob der bessere Weg (theoretisch, einen echten Einfluss haben wir ja nicht) ein anderer wäre – in der Hoffnung, dass so ein Konzept funktioniert und mit der Bereitschaft, nötigenfalls mit den Konsequenzen zu leben, die durchaus dramatisch sein könnten.
Dass diese Fragen derzeit von Einigen gestellt werden, liegt nicht am Investorensystem an sich sondern eben auch zu einem großen Teil an MP, der meiner Meinung nach gezeigt hat, wie es nicht geht. Ja, er hat viel Geld investiert. Ja, er hat dem KFC zu ungeahnten Höhen verholfen. Aber seine Mittel waren immer wieder auch unseriös und dadurch teilweise eben auch schlicht vereinsschädigend. Und da ist es eigentlich auch egal, ob Andere (vor ihm beim KFC oder in anderen Vereinen) es auch so oder gar schlechter gemacht haben. So was macht doch das eigene Handeln nicht „besser“.
Im Moment sind all das hier ja auch theoretische Überlegungen. Es weiß keiner, wer übernimmt und was er plant. Ganz sicher wird uns hier keiner fragen oder mehrere Investoren zur Abstimmung stellen. Wir werden bekommen, was MP ranschafft. Wenn es gut läuft, dann kommen Investoren, die seriös und nachhaltig arbeiten, Verträge einhalten, die Kontakte zur Politik und zum regionalen Umfeld verbessern, Fachleute engagieren, etwas entwickeln… Wenn es schlecht läuft, dann kommen Investoren, denen der KFC egal ist, die ein persönliches Spielzeug suchen, die ohne Rücksicht auf Verluste oder Gesetze machen, was sie wollen… Vielleicht wird es auch irgendwas in der Mitte. Weiß halt keiner. Aber wenn man es dann weiß, dann muss halt jeder für sich entscheiden, wie er dazu steht und eventuell eben auch seine Entscheidung treffen.
Und deshalb ist es meiner Meinung nach weder angezeigt, eventuelle neue Investoren zu verteufeln, noch ihnen das volle Vertrauen auszusprechen. Wem denn? Und auf welcher Grundlage denn? Aber es ist trotzdem gut, sich darüber auszutauschen, wo die eigene persönliche Grenze liegt. Nicht als „Missionar“ sondern vielleicht auch einfach nur, um sich selber darüber klar zu werden.
Danke vorwärtsblau! Viele deiner Gedanken sind auch meine. Ich habe ebenfalls große Bedenken, wenn man einem Investor blind folgt/ folgen muss. Natürlich kann ich verstehen, dass man sich freut, wenn potentielle Investoren in Aussicht sind. Aber meine persönlich Freude ist sehr eingeschränkt, wenn/ solange ich überhaupt nicht weiß, wofür dieser Investor steht. Welches Ziel er verfolgt. Welche Mittel er zur Zieleerreichung nutzt. Denn das eine sind eventuelle sportliche Erfolge, das andere aber eben auch eigene Werte/ Moralvorstellungen. Die sind mir persönlich wichtig (und ja: tatsächlich auch wichtiger als sportlicher Erfolg „um jeden Preis“) und deshalb habe ich auch eine Grenze, bis wohin ich mitgehen könnte. MP hat (bei mir!) diese Grenze sehr (über)strapaziert. Das macht mich nicht zu einem besseren Menschen aber meiner Meinung nach auch nicht zu einem schlechteren Fan.
Ich weiß nicht, ob ein anderes als ein Investorenkonzept beim KFC überhaupt (noch) möglich ist. Im Krefelder Umfeld wurde beidseitig viel Porzellan zerschlagen und es würde sicher beidseitig dauern, wieder Vertrauen aufzubauen. Vielleicht ist es über den von vorwärtsbau skizzierten (langen) Weg möglich, wieder dorthin zu kommen, vielleicht würde so ein Weg auch komplett scheitern. Aber das Gleiche gilt eben auch bei der Fokussierung auf den einen Großinvestor. Auch das könnte erfolgreich sein oder eben krachend scheitern. Die aktuelle Situation zeigt ja, wie schwierig es von jetzt auf gleich werden kann, wenn der eine Investor die Lust oder das Geld oder was auch immer verliert. Schlimmstenfalls gehen dann die Lichter (auch) aus. Sicherheit gibt es nicht. Und leider wohl auch nicht "den einen Weg", bei dem man vorher weiß, dass alles gut gehen und gut werden wird.
Das ist subjektiv sicher so, allerdings auch etwas, was auch die Fans anderer Vereine für sich beanspruchen. In der Liga 3 Auswertung ist der KFC auch wirklich bei den benachteiligenden Entscheidungen vorne mit dabei - allerdings ebenso auch bei denen, wo er durch strittige Entscheidungen profitiert hat.
https://www.liga3-online.de/auswertung-der-strittigen-szenen/
Zumindest nach der Auflistung haben andere Vereine mehr Grund, mit den Schiedsrichter zu hadern.
Ja, ist es. Hatte ich ja geschrieben. Wobei ich noch nicht mal darauf spekuliere, dass es so kommt. Es war lediglich ein anderer möglicher Businessgedanke.
Unabhängig davon: wie unzufrieden muss ein Spieler sein, dass er zu einem Verein wechselt, bei dem neben den bekannten Baustellen überhaupt nicht klar ist, ob und wie es weitergeht? Ich weiss, dass wir da nicht einer Meinung sind, aber der KFC hat in den letzten Jahren nicht zu den Topadressen gehört und ist in den letzten Wochen nicht sexyer geworden.
Wenn, dann ruht die Hoffnung auf dem neuen Investor. Vielleicht die Armenier, die dann ihre Spieler platzieren. Ob das weiterhelfen würde? Keine Ahnung, ist ja alles total unklar.
Moral ist eine tolle Sache... wenn man sie sich leisten kann. Der KFC kann es vermutlich nicht. Finde ich nicht besonders toll, weil ich
a) mit Einzelinvestoren meine Probleme habe und
b) diese Verknüpfungen zwischen Politik, und dann auch noch ein einem anderen Wertesystem, und Geld sehr schwierig finde.
Aber man muss auch ganz realistisch sehen: Wenn MP die neuen Investoren "ranschafft", dann werden das welche sein, zu denen er gute Kontakte hat. Wer da nun etwas anderes erwartet hat, ist weltfremd.
Und trotzdem... "Geil wäre anders" (oder andersherum: Anders wäre schon geil.).