Ach Linner, unter'm Strich bleibt halt trotzdem, dass die Stadionmiete mal wieder nicht pünktlich gezahlt wurde und die Erkenntnis, dass man von Seiten der Stadiongesellschaft zunehmend ungehaltener darüber wird. Ist also nicht so, dass da viel Rauch im nix war.
Und Favre und der BVB... die sind halt nicht so sexy wie der KFC :-).
Unabhängig davon, wie man bis letzte Woche zu SK stand (und ich war da ja auch sehr kritisch) braucht der Verein jetzt an den Stellen, wo das noch möglich ist, Konstanz. Und da sehe ich die Trainer Position ganz weit vorne.
Ne, Kotbullar. Weil die Spieler meinten, sie hätten Ansprüche und der KFC das anders sah, musste das Gericht entscheiden. Wem es Recht gab, ist bekannt.
Die Welt ist bunt. Es gibt unterschiedliche Kulturen. Sie unterscheiden sich u. a. in der Art, Geschäfte zu machen. Es gibt daher z. B. Schulungen für Geschäftsleute, die sie darauf vorbereiten. Die Darstellung unterschiedlicher Mentalitäten ist kein Rassismus. Sie ist vielmehr Grundlage, andere Kulturen zu verstehen. Also eher das Gegenteil.
Dieses Dauergewüte gegen Presse und Politiker bringt vielleicht persönlichen Frustabbau, aber sonst? Man muss vielleicht einfach auch eingestehen, dass der KFC in den letzten Jahren nicht viel dazu beigetragen hat, dass er für die Stadt ein verlässlicher Partner ist, für den man sich gerne engagiert, oder dass die Berichterstattung in der Presse ausgewogener wird.
DIe Presseorgane schreiben voneinander ab? Willkommen im Leben, das hat der KFC aber nicht exklusiv. Oder hat hier jemand ernsthaft erwartet, dass hier jetzt zig Rechetcheteams auftauchen? So groß ist die Bedeutung des KFC über die Krefelder Grenzen hinaus dann auch nicht.
Und der KFC als das Aushängeschild der Stadt Krefeld? Das mag früher so gewesen sein. Aber doch nicht mehr dann, wenn der KFC nach außen irgendwie fast nur negativ in Erscheinung tritt.
Kaum werden Fehler gemacht? Seit Jahren gibt es teilweise erhebliche Unregelmäßigkeiten und der KFC befeuert damit immer und immer wieder negative Presse. Und ja, dann geht die Berichterstattung immer in Richtung Investor (bzw. dagegen). Aber du schreibst ja selber, dass MP alles dafür tut, das zu befeuern. Er entspricht dadurch doch genau dem Klischee des "bösen Investors", der macht, was er will und offensichtlich von niemandem kontrolliert wird oder gemäßigt werden kann. Und auch, dass das dann Richtung zwielichtig geht, ist hausgemacht. Wie würdest du denn Vertragsbrüche, die nicht nur einmal gerichtlich festgestellt werden, bezeichnen? Normal?
Das Statement zu Nr. 1 klingt nicht nach einem Dementi bzgl. Mietrückständen (jetzt und in der Vergangenheit). Wäre alles vertragsgerecht, müsste man nicht auch im aktuellen Fall Gespräche führen und Vereinbarungen treffen. Und gegen diese Behauptung will der KFC ja offensichtlich auch nicht vorgehen. Aber gut, wenn alles soweit geklärt ist, dass am Samstag gespielt wird.
Natürlich ist der Kommentar reisserisch. Bild halt. Aber unrecht hat die Bild doch nicht:
1. Die Chancen auf einen sauberen Übergang scheinen deutlich geringer als die auf einen "klassischen MP Abgang".
2. Da MP neue Investoren wohl in seinem Netzwerk sucht, ist die Gefahr, dass ihr Geschäftsgebahren dem von MP ähnelt (und ja, das ist zwielichtig!) groß.
3. Und trotz allem wird es auch dann genug Fans geben, die ihre Post regelmäßig mit "Danke XY" beenden, der Meinung sind, dass der, der die Musik zahlt machen kann, was er will und die Presse sowieso immer lügt.
Die Politik hat mal wieder ihr wahres Gesicht gezeigt? Was sollte die Politik denn tun? Nach MP's Ankündigung ist alles, was den KFC betrifft, unsicher. Niemand weiß, wie es weitergeht, wer zukünftige Vertragspartner wären und was sie wollen oder bereit sind mitzutragen. Wenn es sie überhaupt gibt und es überhaupt weitergeht. Niemand weiß, wie es aktuell um den KFC bestellt ist. Es hat ewig keine konstruktiven Gespräche gegeben. Das mag auch an der Stadt liegen, aber MP hat daran einen Riesenanteil. Und in so einer Situation soll die Politik mal eben Millionen durchwinken? Dass sie sich trotzdem ernsthaft damit beschäftigt hat, zeigt das enge Ergebnis. Auch wenn es natürlich Sch... ist, dass eine andere Stimmabgabe gereicht hätte.
Mich beschleicht das Gefühl, dass sich die Geschichte früherer "Vereinsabgaben" wiederholen könnte. MP verliert die Lust, ist emotional müde, gelangweilt oder was auch immer, steigt ohne Rücksicht auf Verluste (für ihn und die Anderen) aus, hinterlässt einen Riesenscherbenhaufen und ein finanzielles Desaster (man muss ja nur mal nachrechnen, was da an Forderungen aus den letzten Gerichtsverfahren offen ist).
Vielleicht irre ich mich ja. Dem Verein wäre es zu wünschen.
Was genau gefällt dir denn an dem Kommentar nicht? Er ist in weiten Teilen doch sogar inhaltsgleich mit dem, was TimK hier geschrieben hat.
Und irgendwie ist es doch ganz oft so, dass die Presse über relevante Ereignisse berichtet und sie kommentiert, ohne persönlich nah dran zu sein. Ist ja irgendwie auch ihr Job.
Das Problem ist aber ja, dass das, was bei anderen Vereinen ein Baustein zum Erfolg war, nämlich die Lastenverteilung auf mehrere Schultern und ein gemeinsames Vorgehen, hier in den letzten Jahren 0,0 passiert ist. Da hat einer alleine gezahlt und geherrscht und (sorry) gemacht, was er wollte. Unter diesen Voraussetzungen wird kein Unternehmen etwas größer einsteigen. Noch nicht mal unbedingt wegen fehlender Mitsprache sondern eher wegen fehlender Visionen. Da ist doch grad kaum was, mit dem ein Sponsor glänzen könnte. Er müsste viel mehr Angst haben, mit dem Geschäftsgebahren des KFC auf eine Stufe gesetllt zu werden.
Dass die Stadtwerke weiter Trikotsponsor sind, scheint ja auch eher dem Engagement der Stadt geschuldet.
Nach den Erfahrungen der letzten Jahre und (noch mal sorry) dem desolat geführten Verein, den MP hinterlässt, sehe ich zunächst keine Chance, dass sich da was ändern wird. Selbst wenn es grundsätzlich interessierte Unternehmen gibt (was ich mir schon vorstellen kann): die werden doch erst einmal ganz genau gucken, wer jetzt übernimmt und ob sich dann überhaupt was ändert und was.
Noch was vergessen und weil es bei früheren Engagements im sportlichen Bereich nicht immer so war: ich hoffe, dass der Wechsel (zu welchem Investor auch immer) sauber über die Bühne geht und MP keine verbrannte Erde hinterlässt, die es dem Neuen unnötig schwer macht.
MP hat dafür gesorgt, dass der KFC wieder aus der Bedeutungslosigkeit aufgetaucht ist. Sportlich war das gut, ansonsten an vielen Stellen schwach und hat dem KFC nicht unbedingt geholfen. Vertragsbrüche usw. Daher fällt mir ein Danke schwer.
Ich gebe zu, dass ich auch etwas besorgt bin, wer die neuen Investoren sein könnten. Hier bleibt nur zu hoffen, dass ihr Geschäftsgebahren ein anderes sein wird. Der Strüwer Rücktritt könnte (! Spekulation!) ein Zeichen sein, dass das nicht der Fall wäre.
Eins noch: hier wurde mehrfach geschrieben, dass MP von der Stadt im Stich gelassen wurde. Kann man so sehen, aber ich denke, dass zu einer Zusammenarbeit immer zwei gehören. Und leider hat sich da nicht nur die Stadt Krefeld als nicht zuverlässig gezeigt.