Valentin05
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Aber es wird auch diesmal wieder so sein, dass Krämer Albutat spielen lässt. Was nach zwei Spielen Pause für ihn aber vielleicht wirklich schon wegen der Belastungssteuerung Sinn macht.
Aber wenn das Mittelfeld schrumpft, könnte man vielleicht ja mal über zwei Stürmer nachdenken.
Grundsätzlich gebe ich Dir auch recht, dass positiv denken sinnvoll wäre, auch mit Blick auf die Mannschaft. Aber dann poste diesen Aufruf doch lieber unter all die beleidigenden und niederträchtigen Kommentare in anderen Themen. In jedem Spieltags- oder Kaderpost wird die Mannschaft zerrissen und abgeschrieben und einzelne Spieler werden teilweise zum Teufel gejagt. Dass die DARÜBER kaputt gehen, kann ich mir vorstellen. Aber warum sollten die Spieler ein Problem damit haben, wenn wir uns hier Sorgen um den Verein machen, für den sie auf dem Platz (oft) alles geben.
Und ich glaube, das hat auch nichts mit Panikmache oder Ungeduld zu tun. Es ist einfach vollkommen unnormal, wie wenig in diesem Verein kommuniziert wird. Und das trifft mittlerweile eben nicht nur auf alle GmbH-Vertreter und ehemalige Vorstandsmitglieder zu, sondern neuerdings wohl auch den Verwaltungsrat.
Auch wenn ich mich gar nicht an der Panikmache rund um Ereignisse in Lettland beteiligen will, frage ich mich trotzdem:
Gibt es eigentlich noch irgendwen im Verein, der den e.V. auf mögliche Worst-Case-Szenarien vorbereitet? Oder generell verantwortlich ist?
Der IV hat mit dem e.V. nun mal nichts zu tun.
Vom Verwaltungsrat hört man gar nichts mehr.
Es gibt keinen Präsidenten/Vorstand und scheinbar keine Ambitionen für eine Neubesetzung.
Für den Fall, dass die Investoren aber wirklich abspringen, ist der e.V. doch gar nicht handlungsfähig und könnte eine Teilnahme an welcher Liga auch immer, wohl kaum in wenigen Wochen realisieren. Deshalb ist es nicht nur für die Stadt in Bezug auf die Grotenburg, sondern auch für den KFC Uerdingen e.V. in Bezug auf ALLES wichtig, mal irgendwas über die Pläne der Investoren zu erfahren.
Will Gevorkyan Präsident werden?
Wird der KFC im Falle eines - sehr wahrscheinlichen - sportlichen Abstiegs oder einer - nicht unwahrscheinlichen - Lizenzverweigerung fallen gelassen?
Vielleicht wäre gar nicht der Investoren-Absprung an sich der Todesstoß für den Verein, sondern vielleicht wäre es eher der Zeitpunkt eines möglichen Absprungs.
Das reicht natürlich nicht, aber er ist gerade das kleinere Übel.
Muss das eigentlich so fallen? Ich finde da wirkten alle wieder sehr desorientiert - vor allem aber Jurjius, der recht planlos hin- und hersprang.
Was bringt eine Sensations-Parade kurz vorher, wenn wir dann dieses Tor reinkriegen? Oder Tore wie gegen Duisburg?
Luki und Dorda hätten das Ding vermutlich einfach satt in den Winkel gedonnert, da kann dann auch ein "Elfmeter-Killer" nix gegen machen.
Ich glaube aber, dass SK von Albutat ziemlich überzeugt ist. Und das ist am Ende leider entscheidend. Albutat hat fast immer von Beginn an gespielt, wenn er fit war. Ich meine mich auch an irgendein Magenta-Interview zu erinnern, indem SK Albutats Bedeutung für unser Spiel hervorgehoben hat, die da vor allem wäre, dass er auch mal Tempo rausnehmen könne. Ich befürchte, dass er das gegen Saarbrücken auch für eine wichtige Stärke hält.
So oder so: Albutat spielt bestimmt.
Abgesehen davon, dass noch die Frage offen wäre, ob der neue Investor den Weg dahin mitgehen würde.
Wenn Stefan Krämer ein Motivator war, dann ist er es jetzt offenbar nicht mehr. Dass auch die Spieler offensichtlich seine Interviews hören, belegen ja die Aussagen von Gino Fechner bei Radio Blaurot. Und DAS ist die Einstellung, die wir jetzt brauchen!
Besonders schwierig finde ich auch Krämers Auftritt gestern in der Pressekonferenz:
https://www.youtube.com/watch?v=iLBgeMft5xs
Das klingt ja so als würden wir nur noch weiterspielen, weil wir faire Sportsmänner sind und damit es nicht zu Verzerrungen im Wettbewerb kommt. Eine eigene sportliche Motivation hört man da nicht mehr raus.
Und bestimmt war es auch richtig, nach dem 0-2 schon an das nächste Spiel zu denken und durch zu wechseln. Aber war es auch richtig, zu SAGEN, dass man das Spiel von da an quasi weggeschenkt hat?
Ich hoffe Krämer kriegt nochmal die Kurve, denn wenn er weiter so auftritt färbt das entweder auf die Mannschaft ab oder sie wenden sich gegen ihn, wie es Fechner ja zumindest verbal schon tut.
Aber vielleicht wäre es fast vernünftiger, wenn wir unser Geld für eine Spendenaktion zur Finanzierung einer Landesliga-Saison sparen.
Die Verzögerung bei der Verkündung der Übernahme lässt schließen, dass das womöglich nicht so einfach ist.
Aber wir werden ja auch an zwei anderen Terminen schon mehr wissen:
- Welche Lizenzen werden insgesamt beantragt? (Nur 3. Liga oder mehr)
- Wird die Stadionmiete bis zum Wochenende überwiesen?
Ich kann mir nämlich gerade nicht wirklich vorstellen, woher der Insolvenzverwalter 200 000 Euro vorab nehmen soll. Welche Einnahmen sollen das sein, außer eben Geld von MP oder Noah. Fernsehgelder und Sponsoring-Zahlungen dürften doch längst aufgefressen sein.
Allerdings wäre es halt trotzdem nett zu wissen, inwiefern wir jetzt schon auf Noahs Unterstützung hoffen können, bzgl. Spielerprämien und -gehälter, aber vor allem bzgl. der Stadion-Miete.
Ich frage mich halt: Ist das jetzt definitiv schon ein ambitionierter Einstieg oder hält sich hier jemand eine Hintertür offen?
Unter dem Strich ist die Pressemitteilung eher beruhigend.
Vor allem freut die Aussage: "Wir sind unglaublich erfreut und auch stolz, einen Traditionsverein wie den KFC Uerdingen in unserer Noah-Familie willkommen zu heißen“. Vielleicht bedeutet das auch, dass wir uns weniger Gedanken wegen einer Umbenennung machen müssen.
Ein bisschen beunruhigend ist die Aussage: "Wir werden alles versuchen, um die Dritte Liga zu halten und die Zukunft des KFC Uerdingen zu sichern. Wenn das gelungen ist, können wir über konkrete Ziele sprechen.“
Könnte also heißen, dass Noah das Interesse verliert, wenn wir absteigen...
Ob wir uns schon so einig sind, weiß ich nicht. Es ist sehr leicht, Menschen, die in Russland oder Armenien zu Reichtum gekommen sind, zu diffamieren, weil Reichtum in solchen Systemen (wobei ich mich besonders auf Russland beziehe) kaum moralisch einwandfrei zu erlangen ist. Aber wo funktioniert das schon? Und die Frage bleibt, ob diese Leute Angepasste sind oder Unterstützer des Systems. Aber so eine Diskussion führt vielleicht zu weit.
Ich kenne die Quellen, die Du zitierst. Wobei die Facebook-Quelle einfach eine Kopie des 11-Freunde-Tweets ist. Eines fällt aber bei diesen ganzen Infos auf. Über Romain Gevorkyan, um den es ja bei uns wohl konkret geht, schreibt und weiß keiner was. Und viele der vermeintlichen Infos über die anderen sind nur Verweise auf die Nationalität/Herkunft der Personen.
Ich bestreite aber gar nicht, dass da Vorsicht angebracht ist. Aber ich kann noch keinen Beleg dafür sehen, dass das Geld dieser Menschen auf kriminelle Weise erwirtschaftet wurde. Ich hätte auch lieber den über alle Zweifel erhabenen Philanthropen als Investor. Aber gibt es so jemanden?
Und noch eine Frage: Was ist an diesen Investoren denn bitte schlimmer als an MP? War MPs Geld sauberer? Das kam auch aus Russland und die meisten hier haben es gerne genommen.
Gegen deine Punkte 1 und 3 kann man wenig einwenden. Ja. Das ist/wäre schwierig. Aber ehrlich gesagt wissen wir bislang zu wenig über den Hintergrund des Investors und darüber, ob er uns umbenennen will.
Punkt 2 finde ich schwierig. Warum müssen wir zwangsläufig ein Farm-Team werden? Vielleicht werden wir auch nur ein gleichberechtigter Teil eines Ganzen. In einem System stützen sich die einzelnen Funktionseinheiten gegenseitig. Es muss nicht einen Hauptnutznießer geben.
Und wenn doch: Wir sind von allen Investitionen, die die Noah Group inne hat, aktuell das wertvollste. Allein wenn man sich die Marktwerte der Spieler ansieht und die Liga-Zugehörigkeit. Vielleicht sind ja die anderen Teams Farmteams für uns!? Nur weil der Red-Bull-Chef aus Österreich kommt, wechseln die Topspieler von RB Leipzig auch nicht nach Salzburg, sondern umgekehrt!
Meister in Armenien dürfte Noah auf absehbare Zeit auch so werden, ohne dass deren Spieler sich Spielpraxis in Deutschlands dritter Liga holen.
Ich sehe keinen Grund dafür, das Modell des Investors von vornherein zu verteufeln. Sogar wenn wir ein Farm-Team werden. Geld fällt nicht einfach so vom Himmel.
Natürlich hat der Investor andere Motive als wir Fans. Aber die müssen sich ja nicht zwingend ausschließen. Es kann auch eine Win-Win-Situation für beide Seiten werden. Aber auch nur, wenn man das zulässt.