aphex2
- Dabei seit
- 06.10.2020
- Beiträge
- 1360
- Zuletzt angemeldet
- 19.01.2024
Beiträge
Meiner Meinung nach war aber nach der Insolvenz genug Geld da. Wenn man aber drei Jahre lang 1 Mio. Euro zur Verfügung hat, aber jedesmal 1,5 Mio. ausgibt, dann ist das zu 100% ein Versagen des Managements.
In der jetzigen Situation hast du natürlich recht, da kommen wir alleine nicht mehr raus.
Zu Hause hat Fortuna Köln eigentlich ziemlich viele Zuschauer. Der Schnitt ist aktuell bei 3.600, bzw. wenn man das Spiel gegen Duisburg mal rausrechnet immer noch stolze 2.600. Früher hatten die gefühlt weniger Zuschauer.
Rechne aber auch eher so mit 100-200 Zuschauern im Gästebereich.
Gehlings beruft sich heute in der WZ auf Paragraph 12 Absatz 17 der Satzung, scheint sich aber selbst nicht ganz sicher zu sein...
Mitgliederversammlung hin oder her, meiner Meinung nach gibt es nur eine Rettung: Hier taucht jemand auf, der kurzfristig und bedingungslos einen siebenstelligen Betrag zur Verfügung stellt. So einen Retter wird zu 99,99% nicht geben.
Andere Konzepte (irgendwas mit Sponsoren oder Kirmes, 80% Schuldenschnitt etc.) muss ich mir gar nicht erst anhören. Da geht es dann nur noch darum, ob wir in 3 Wochen oder 3 Monaten Insolvenz anmelden.
Wo steht das im BGB?
Als Vorstandsvorsitzender ist Raths damals selbst zurückgetreten, nachdem der Verwaltungsrat ihm öffentlichkeitswirksam das Vertrauen entzogen hatte.
"Irgendwie einigen" musste man sich dann glaube ich trotzdem noch, da Raths ja auch über seine Sportmanagementagentur in einem vertraglichen Verhältnis zum Verein stand.
Also als Mannschaft würde mir da eine andere Form des Protests in den Sinn kommen, der garantiert keine strafrechtlichen oder arbeitsrechtlichen Konsequenzen nach sich zieht: Montag mit 50% Einsatz ins Spiel gehen und sich 0:6 aus der Grotenburg schießen lassen.
Danach hat Platzer vielleicht gelernt, dass Fußballspieler keine Fließbandarbeiter sind und in einer solchen Situation am längeren Hebel sitzen.
Gute Frage, wie man darauf gekommen ist. Ich hätte nicht an sowas gedacht, bin aber ja auch kein Fußballfunktionär :)
Die Radio BlauRot GmbH wird ja durch das Stammkapital über Bareinlagen von 25.000€ verfügen (vllt. etwas weniger, wenn Chris sein Equipment als Sachanlage eingebracht hat).
Davon kann man ganz schon viele Marken eintragen lassen. Denke mal, der Vorgang wird unter 1.000 Euro gekostet haben.
Ich denke, dass Dominique z.B. die Gründung einer Personengesellschaft oder auch einer UG anstelle einer GmbH vorschwebte. Damit wären deine beiden Punkte hinfällig. Und ich muss sagen, alleine für den Betrieb des Radios erscheint mir eine GmbH auch nicht unbedingt nötig.
Jetzt zeigt sich natürlich durch die Eintragung ins Markenregisters, dass man möglicherweise Größeres vor hat. Ob das für den Verein gut, schlecht oder neutral ist, kann ich absolut nicht bewerten.
Ich habe aber schon den Eindruck, dass Limberg u.a. in kaufmännischen Sachen die kompetenteste Person ist, die in den letzten Jahren hier in der Verantwortung stand. Man könnte sich jetzt auch nur schwer vorstellen, dass ein Thißen und Scholten in der Lage gewesen wären, so einen Move wie mit der GmbH-Gründung und dem Markenregister durchzuführen.
Da die Rechte nachweislich seit zwei Jahren frei waren, ist es schon etwas lustig von "Gunst der Stunde" und "schneller als der Verein" zu sprechen.
Keine Ahnung, wie relevant das überhaupt mit dieser Eintragung im Markenregister ist. Aber irgendwie fühlt man sich bei solchen Aussagen, die ja ganz einfach zu überprüfen sind, schon ziemlich für dumm verkauft.
Ich kann dir zur rechtlichen Bedeutung nichts sagen, aber ich habe mir vorhin mal die Historie unseres Vereinsnamens und -logo im Markenregister angesehen. Und dann wie das so bei den "normalen" Vereinen in der Region aussieht. Keine Ahnung, wie relevant das Markenregister ist, aber es ist beispielhaft dafür, dass bestimmte Sachen hier jahrelang anders ablaufen als in vergleichbaren Vereinen:
MSV Duisburg, Wuppertaler SV, RWO, RWE, 1. FC Bocholt - überall hat sich irgendwann der e.V. die Rechte an Name und Logo eintragen lassen. Fertig.
Bei uns sieht es so aus:
Erstmalig hat sich ein 1999 ein Manfred Jansen die Marke in Wort und Bild schützen lassen. Der hat das quasi hauptberuflich gemacht, u.a. mit Begriffen, die mit Mallorca und der DDR zu tun haben. Er hat sich damals auch das Vereinswappen von Lok Leipzig gesichert, was ja wirklich einige Jahre mal nicht in Benutzung war. Der Verein hat dann nach Neugründung für die Nutzung jahrelang Lizenzgebühren bezahlt und es irgendwann zurückgekauft. Ob wir jemals Lizenzgebühren an den Herrn gezahlt, weiß ich nicht. Auf jeden Fall hat er nach 10 Jahren seine Markenrechte auslaufen lassen - wird also wohl kein großes Business gewesen sein.
Anfang 2012 hat sich die freien Markenrechte dann ein gewisser Peter Wongrowitz aus Herdecke gesichert. Hat also eine gewisse Tradition, dass sich ehemalige Verantwortliche nach ihrem Ausscheiden die Rechte an Land ziehen :)
Die Rechte sind dann 2017 auf die KFC Uerdingen 05 Fussball GmbH umgeschrieben worden. Wahrscheinlich nicht unentgeltlich. Das ist das einzige Beispiel, das ich finden konnte, bei dem die Rechte bei der GmbH und nicht beim Verein selbst liegen.
Seit gut zwei Jahren waren die Markenrechte wieder frei.
Der Verein hat es also in 30 Jahren nicht ein einziges Mal geschafft, die Markenrechte inne zu halten, obwohl diese insgesamt jahrelang frei waren.
Irgendwie faszinierend, wie viele Personen, die man in diesem Verein völlig abgeschrieben hatte, ziemlich schnell wieder auftauchen. Schürmann, Gummert, Voronin, Limberg - der Spruch "Man sieht sich immer zweimal im Leben" trifft die Vorgänge hier dieses Jahr ganz gut.
Da fragt man sich, was als nächstes kommt... Neuer Geschäftsführer Damian Raths? Hauptsponsor Lakis Group?
Bei welchen Sponsoren steht im Raum, dass sie kein Geld gezahlt haben (außer dasbob)?
Bin da gerade nicht im Bilde... gehörte Voronin zu den Angestellten, die auch diese Saison noch einen gültigen Vertrag haben?
Falls ja, muss man sich schon etwas die Frage stellen, warum man erst jetzt auf die Idee gekommen ist, ihn auch wirklich arbeiten zu lassen.
Hm, die wesentlichen Zahlungseingänge werden ja von Sponsoren und dem Ticketdienstleister gekommen sein... Kann mir irgendwie nicht so gut vorstellen, dass da jemand zwei Jahre lang unbemerkt auf ein falsches Konto überweist.
Tageskasse gab es nicht. Wobei selbst diese Ticketverkäufe über LMS verbucht worden wäre. Mit dem Bargeld hätte aber natürlich irgendetwas "angestellt" werden können.
Du hast recht, es gibt bei der Abrechnung auf der Einnahmenseite meines Wissens nur eine einzige Position und zwar die Einnahmen gemäß Eintrittskartenabrechnung (Catering etc. wird nicht geteilt). Da man Karten nur über das LMS-System erwerben kann, ist die Abrechnung an der Stelle also wirklich trivial. Selbst wenn jemand auf der Geschäftsstellen mit den Bareinnahmen aus dem VVK durchgebrannt wäre, für die Abrechnung ist das irrelevant. Auf der Ausgabenseite werden dann noch u.a. Sicherheitskosten in Abzug gebracht - vielleicht etwas komplizierter, aber es ist völlig abwegig, dass der Verein nicht in der Lage war oder ist die Abrechnung zu erstellen.
Das absolut wahrscheinlichste Szenario ist doch, dass die Einnahmen ganz normal beim KFC gelandet sind und der Anteil von RWE einfach für andere Zwecke (in erster Gehälter ausgewählter Mitarbeiter) verwendet wurde. Das würde jedenfalls zu 100% in das Geschäftsgebaren im letzten halben Jahr passen.
Das mit diesen "verschwundenen" Einnahmen aus dem Pokalspiel verstehe ich nicht so ganz... Es kann ja eigentlich nur um Bareinnahmen gehen? Könnte ja höchstens etwas aus dem (an diesem Abend katastrophalen) Catering sein, wobei ich eigentlich immer dachte, das Catering sei extern.
Bis auf ein paar Karten, die bar im VVK erworben worden sind, ist doch der absolute Großteil der Einnahmen auf dem Konto des KFC gelandet. Das sollte doch hoffentlich sehr leicht nachvollziehbar sein, wenn sich da jemand im größerem Stil bedient hätte.
Ich denke, wir haben Glück, dass mit Bocholt noch ein ziemlich "großer" Verein Acar haben wollte. Die werden schon halbwegs zahlungskräftig sein. Sicherlich wird er dort nicht so absurd viel wie bei uns verdienen, aber ich vermute, er wird da trotzdem ein auskömmliches Gehalt bekommen. Hätte er jetzt nur Angebote aus der Oberliga gehabt, wäre es nachvollziehbar, dass er den Vertrag bei uns erstmal aussitzt.
Wenn es sich bei den 300k€ um einen "normalen" Sponsoringvertrag handelt, wäre der laut Satzung doch auch seitens des VR zustimmungspflichtig, oder?