Suma
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Man sollte ja auch schon trotz aller Bedenken etc positive Momente (das sind die zwei Siege nunmal) auch richtig bewerten zu können.
Man kann sich über die zwei Siege und die Leistung, die die Mannschaft da tw. gezeigt hat, freuen.
"Richtig bewerten" kann man sie aber eben gerade nicht. Denn selbst wenn die Mannschaft Gas gibt und ihre PS auf den Platz bringt: Wenn der Rest, also das finanzielle, nicht stimmt, dann ist das wenig wert, weil im schlimmsten Fall der Saisonabbruch droht.
Und wenn es stimmt, dass die (erste) Gehaltszahlung mit Verzug erfolgt ist und die Mannschaft mit einem Trainingsstreik gedroht hat (was wir ja, wie so vieles, nicht definitiv wissen), dann ist eben eine positiv geklärte finanzielle Situation wichtig. Denn sofern es den angedachten Trainingsstreik gab, wäre das ja ein Zeichen, dass die Mannschaft nicht geduldig darauf wartet, ob, wann und wie viel gezahlt wird (was ich im übrigen absolut in Ordnung finde). Wie würde es sich dann wohl auf die Motivation der Spieler auswirken, wenn sich solche Dinge wiederholen?
Was ich meine: Man kann sich über jeden Punkt freuen. Aber leider scheint das insgesamt ein so fragiles Konstrukt zu sein, dass man eben auf der anderen Seite nicht weiß, ob die Freude lohnt. Keine Ahnung, ob klar wird, wie ich das meine...
Bei dem Argument frage ich mich immer, ob man das selber auch so gelassen sehen würde, wenn der eigene Arbeitgeber darüber informiert, dass das Gehalt etwas später und vielleicht auch erst mal nicht ganz vollständig kommt. Ich vermute mal: Fände jeder hier richtig doof, weil das richtig Probleme bringen kann. Denn den eigenen Vermieter oder die Kassiererin im Supermarkt interessiert das nicht. Warum genau sollte das dann bei Spielern anders sein?
Ob er nun nach vier, fünf oder sechs Wochen neue potente Sponsoren präsentiert, ist doch erstmal relativ.
Relativ was? Egal, weil der KFC kein Geld braucht? Unwichtig, weil es niemanden etwas angeht? Normal, weil Sponsoren ja immer unsichtbar im Hintergrund agieren? Alternativlos, weil es keine gibt?
"Was haben dir denn die Vorstellungsinterviews von den Vorständen der letzten Jahre gebracht ?"
Selbst wenn Platzer meint, dass die Fans unwichtig sind, passiert ja sichtbar auch nichts Anderes. Kein Foto von einem Antrittsbesuch beim OB (oder kein Antrittsbesuch?), kein Bild aus dem Stadion (oder kein Spielbesuch?), keine kurze Meldung über ein Sponsorentreffen, einen Besuch in der Geschäftsstelle, das erste Treffen mit den Mitarbeitern... Alles nicht passiert?
Das sind doch alles keine Verschlusssachen und es wäre so einfach, dadurch zu zeigen, dass er sich einarbeitet.
"Unter diesem Gesichtspunkt ist es vielleicht ohnehin unrealistisch, dass der Verein aktiv auf eine Einigung hinarbeitet."
Nichts zu tun, ist aber auch keine Alternative. Die Verträge sind ja da und damit auch die Kosten. Und zumindest John hat ja bereits mehrfach erwähnt, dass er an einer außergerichtlichen Einigung (die ja immer einen Kompromiss bedeutet) interessiert ist, aber niemanden erreicht.
Das Prinzip "Herauszögern" ist nur ein Verschieben. Die Gelder werden ja in sechs Monaten auch nicht einfach da sein. Jedes Nichtreagieren und Nichteinigen erhöht die Gefahr, dass die Kläger weniger gesprächsbereit sind und sich z.B. nicht darauf einlassen, dass rückständige Gelder ratenweise beglichen werden, sondern schlimmstenfalls pfänden lassen. Und darauf zu hoffen, dass die Kläger irgendwann entnervt sagen "dann halt nicht" wäre extrem blauäugig und hat schon in der Vergangenheit nicht funktioniert.
"Wieder mal so ein Beigeschmack so ein Versäumnisurteil man hätte im Vorfeld mit Gesprächen eine Einigung erzielen können."
Das ist auch das, was ich am "dramatischsten" finde. Die Möglichkeiten einer außergerichtlichen Einigung, die ja auch Kosten sparen kann, werden offensichtlich nicht genutzt. Damit "zwingt" man John, Acar usw. dazu, Klage einzureichen, erscheint nicht, bekommt das Versäumnisurteil. Dagegen können Rechtsmittel eingelegt werden und vielleicht ist genau das das Konzept: Zeit gewinnen. Die Bereitschaft der Klagenden, sich auf außergerichtliche Einigungen einzulassen, wird das aber sicher nicht erhöhen. Und die Außendarstellung verbessert es auch nicht.
"Respekt und Anstand sind keine Einbahnstraße."
Das ist grundsätzlich richtig. Allerdings lese ich bisher nirgendwo, dass du mit Chris persönlichen Kontakt hattest oder er sich über dich im Radio ausgelassen hat. Also hat er dich bisher irgendwie "gar nicht" und damit auch nicht respektlos behandelt.
Was dir nicht gefällt ist, welche Meinungen er vertritt und scheinbar auch, wie er Lewejohann begegnet. Ersteres ist komplett seine Sache (sein Radio, seine Inhalte), über letzteres kannst du dich aufregen, es betrifft dich aber nicht persönlich. In wie weit die beiden ihrem Umgang miteinander als (ausreichend) respektvoll einschätzen, müssen sie untereinander klären.
Du machst dich zum Sprachrohr für Lewejohann/ den Verein und lederst ab. Du verhältst dich dabei respektlos Chris gegenüber, der sich dir gegenüber überhaupt nicht verhält. Also greift das mit der Einbahnstraße mit deinem Zitat so gar nicht. Stattdessen hat du mit deinem Postings eine Einbahnstraße des fehlenden Respektes in Richtung Chris aufgemacht - und machst sie mit deinen Unsachlichkeiten und Angriffen hier auch gegenüber denen auf, die nicht deiner Meinung sind.
"Es ging außerdem nicht darum, dass das Radio keine andere oder differenzierte Wahrnehmung des Spieles haben darf. Es ging darum, dass der Trainer als realitätsfern beschrieben wird, weil er den Aussagen am Mikrofon widersprach. Also, wo ist da der Respekt geblieben?
Erneut die Frage, wenn nicht der Coach das Recht hat diese Aussagen anzuzweifeln, wer hat dann das Recht?"
Ganz so war der verlauf deiner Postings nicht, aber sei`s drum. Zu deiner Frage: In einem Interview geht es oft nicht um Recht oder Unrecht. Es geht um Meinungen. Das ist auch gar nichts KFC-typisches und noch nicht mal was, was mit Fußball zu tun hat.
Der eine stellt Fragen, die nach Meinung des Anderen dumm oder klug, passend oder unpassend usw. sind. Der Andere gibt Antworten, die der Fragende als ausweichend oder auf den Punkt beantwortet empfindet, die er teilt oder völlig gegensätzlich sieht. Idealerweise passiert so was - Achtung! - respektvoll. Manchmal wird es emotional (sieh dir mal Interviews mit Thomas Müller nach verlorenen Spielen an) und manchmal a la Trump zutiefst beleidigend. Aber nur, weil z.B. ein Trump eine Frage unverschämt oder einen Interviewer dumm findet, hat er damit ja noch lange nicht recht.
Dann lass das Radio halt aus. Du musst es ja nicht hören. Ich mag auch kein WDR 4 und kann trotzdem akzeptieren, dass es anderen gefällt. Wenn man sich selber nicht als Maßstab für alle/s sieht, ist es gar nicht so schwer mit der Toleranz. Versuch es mal.
Doppelt
"Alleine die fehleinschätzungen der mannschaften von 9er und co sind hier schon legende."
Die 3 Punkte waren verdient, wurden aber gegen einen schwachen Gegner geholt. Trotzdem sind es aber natürlich 3 Punkte! Nach den beiden Niederlagen hiess es (zu Recht!), dass eine realistische Einschätzung erst nach dem ca. 10. Spieltag möglich ist. Daran ändert auch der Sieg jetzt erst mal nichts. Wie sich die Mannschaft auf Strecke entwickelt und in der Regionalliga behaupten kann, finde ich Stand jetzt noch gar nicht einschätzbar. Trotz des Sieges weiter Zweifel zu haben, sehe ich deshalb auch nicht als komplette Fehleinschätzung. Nach den zwei Niederlagen war die Saison nicht gelaufen, nach dem Sieg jetzt ist aber auch nicht alles safe. Warten wir mal die weiteren Spiele ab, dann wird die Richtung vermutlich etwas klarer.
"Wir sind in die Regionalliga aufgestiegen und hoffen auf den Klassenerhalt. Das ist für die allermeisten Aufsteiger der Welt ein völlig normales Ziel. Du klammerst Dich an irgendwelchen Aussagen von Leuten, die durch Übertreibung Werbung machen wollten, aber keinen Sinn für Realität haben.
Wir beide wissen es doch besser.
Die Klasse halten, Schulden abbauen, sich als Verein etablieren und weiter entwickeln."
Gute Ziele! Hilft nur nix, wenn die Fans das wissen, man aber befürchten muss, dass Verantwortlichen "keinen Sinn für Realität haben". Denn die müssen ja die Weichen stellen. Beim Klassenerhalt wird das die Liga regeln, wenn da noch jemand Luftschlösser baut. Aber bei der finanziellen Gesundung und wenn es dem Verein wieder gut gehen soll, sind halt Realität und ein guter Plan nötig. Wenn beides vorhanden ist, dann wird es zumindest gut versteckt.
Wenn du so gerichtsfest bist, dann wirst du auch wissen, dass sich der Inhalt der Verhandlungen an der eingereichten Klage orientiert. Bezüglich der vielfältigen möglichen Zuständigkeiten des Arbeitsgerichts lohnt ein Blick ins Arbeitsgerichtsgesetz. Den Presseberichten zufolge hat John wegen ausstehender Gehaltszahlungen ab März geklagt, die dann auch vom Verein eingeräumt wurden.
Du wirst dann sicher auch wissen, dass arbeitsgerichtliche Verfahren zunächst mir einem Gütetermin beginnen, in dem der Sachverhalt erörtert wird. Zum Ende kann man sich vergleichen oder eine aussergerichtliche Einigung anstreben. Erst wenn beides nicht gelingt, kommt es zum Kammertermin. Zumindest John war zur aussergerichtlichen Einigung bereit; auch das lässt sich den Medien entnehmen.
Und last not least: ein Vergleich wäre nur möglich gewesen, wenn arbeitgeberseitig jemand mit der entsprechenden Befugnis anwesend gewesen wäre. Der Verein hatte aber nur einen Vertreter geschickt (lässt sich ebenfalls der Presse entnehmen), was auch nachvollziehbar ist. Denn zum Zeitpunkt der Verhandlung gab es nur den kommissarischen Vorstand mit Scholten, Thißen und Güner. Zumindest die ersten Beiden waren offensichtlich zu der Zeit im Urlaub.
"Warum wartet John dann auf eine Kontaktaufnahme durch den KFC? Einen direkteren Kontakt als Auge in Auge auf eine Entfernung von drei Metern unmittelbar vor einem Krefelder Arbeitsrichter wird er nicht bekommen."
Auch dazu gibt der Artikel Aufschluss:
All das wurde vom Verein vor Gericht bestätigt, nur erfolgten bislang weder Gespräch noch Einigung. „Ich hatte gehofft, etwas vom Verein zu hören, wenn Sebastian Thißen und Andreas Scholten aus dem Urlaub zurück sind“, sagte Marcus John auf Anfrage unserer Redaktion. „Das ist jetzt über eine Woche her, aber da kommt nichts.“
Ergänzend dazu: Du glaubst also, dass man dann da vor dem Richter steht und weil grad alle so schön zusammen sind die Details der Vertragsauflösung bespricht? Schon ein bisschen realitärsfremd... zumal an anderer Stelle ja auch berichtet wurde, dass der Verein nur einen Vetreter geschickt hat (was der ein oder andere hier sehr amüsant fand).
"Was für ein Lappen ,dann soll er die Eier in der Hose haben und seinen Vertrag auflösen"
Aber das hast du auch gelesen, oder?
John, der auf Zahlungen wartet, war an einer Auflösung interessiert und gesprächsbereit,
Und was genau hört sich gut an? Dass jetzt aktuell 5 Spieler ihre Aufstiegsprämie erhalten haben, 10 weitere aber noch nicht? Hieß es nicht, dass das aus den Dauerkarteneinnahmen erfolgen sollte? Wofür ist das Geld denn gebraucht worden? Und wenn neue Einnahmen jetzt benötigt werden, um die Spieler der letzten Saison zu bezahlen, wie zahlt man denn dann die laufenden Kosten bzw. wie viele neue Geldquellen muss man denn dann jetzt auftun?
Ehrlich gesagt finde ich das alles gar nicht beruhigend und ich bin gespannt, wie die Situation in 3-4 Wochen aussieht. Wenn es denn dann Infos gibt.
Natürlich wurde die Aussage so getätigt. Z.B von Eser selber ggü. der WZ:
„Der KFC ist ein schlafender Riese“, sagt Eser. Die Sponsoren, die namentlich noch nicht benannt werden, sollen den Verein aufwecken. Noch ist der Deal nicht besiegelt, Details sind noch zu klären. Man müsse schauen, welcher Sponsor in welcher Form sichtbar werde – zum Beispiel auf der Trikotbrust oder als Namensgeber für die Grotenburg.
Von Güner ebenfalls:
Parallel zu den Gesprächen mit Spielern und Trainern gebe es Gespräche mit möglichen neuen Sponsoren, zu denen die Berateragentur M-Soccermanagement den Kontakt hergestellt habe.
Ich glaube schon, dass die Mannschaft sich insgesamt noch verbessern wird. Dass Spieler individuell besser werden, eine Spielidee erkennbar wird und Automatismen entwickelt werden. Aber: Das wird bei allen anderen Mannschaften genau so sein. Um gut zu bestehen, müsste sich die Mannschaft also überproportional entwickeln und ich fürchte, dass dafür die individuelle Klasse einiger Spieler nicht reicht. Klar wären ein paar Verstärkungen deshalb noch gut, aber zahlenmäßig ist der Kader schon recht voll (wer hätte das vor ein paar Tagen gedacht?). Und selbst mit 2 oder 3 wirklich guten Verstärkungen wären die Leistungsmöglichkeiten im Kader sehr weit auseinander. Starke Spieler brauchen aber gute Mitspieler, sonst bleibt es wie gegen Lotte bei ein paar guten Einzelaktionen. Und gute 1:1 Wechsel, um im letzten Spieldrittel noch mal Alarm zu machen, kriegst du bei der Leistungsspanne auch kaum hin. Alles schwierig.
Insgesamt von beiden Seiten kein hochklassigen Spiel. Da ist noch viel Luft nach oben.
"Ein Lichtblick war unser Torwart."
Fand ich gar nicht. Hat lange gebraucht, bis er im Spiel war, viele Unsicherheiten und dann noch die dumme gelbe Karte, weil er mit dem Schiri diskutiert hat.
"Für unsere kleinen Fans wird es eine Hüpfburg geben und ca. 30 Minuten nach Spielende stellen sich Spieler und Trainerteam den Fragen unseres Stadionsprechers in der Fanecke des Supporters Club Krefeld."
Ist das dann gemeinsame die Saisoneröffnungsfeier? Weiß da jemand mehr zu?
@JimPanse: Wo kommt dein plötzlicher Sinneswandel her? Wenn ich dich nicht verwechsel, dann hast du bis vor wenigen Tagen jeden, der sich kritisch geäußert hat, zurecht gewiesen und immer und immer wieder wiederholt, dass die Verantwortlichen das ehrenamtlich machen und Geduld und Vertrauen verdienen. Was ist jetzt anders? Ich meine die Frage wirklich ernst.
Vielleicht hat man vergessen, die Presse einzuladen oder der eingeladene WZ Vertreter war verhindert ;-).