Suma
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Vieles richtig, was Du sagst. Wobei ich fest daran glaube, wenn es langsam mal mit positiven News losginge und der Investor einen belastbaren Plan präsentiert, dass die Spieler dann (auch und vor allem als Gemeinschaft) zu halten sind.
Das glaube ich leider nicht. Es ist eines, die Saison als Notgemeinschaft zusammen zu spielen und sich gegenseitig zu puschen und zu motivieren. Aber sich nach dieser Saison mit den ganzen Nebenkriegsschauplätzen bewusst für einen Verbleib zu entscheiden und (wieder) darauf zu vertrauen, dass alles gut werden wird (und das mit den persönlichen Erfahrungen, die jeder gemacht hat), ist eine ganz andere Hausnummer. Wer ein gutes Angebot bekommt, wird mit einer hohen Wahrscheinlichkeit weg sein.
Viel schwieriger wird sein, dass wir (angenommen, die Drittligalizenz wird beantragt und gewährt), lange vermutlich nicht wissen, für welche Liga wir planen, denn ich befürchte, dass wir bis zum letzten Spiel tief im Abstiegskampf stecken werden und eine vernünftige zweigleisige Planung immer herausfordernd ist.
Das stimmt. Das ist das Problem aller Mannschaften, die unten stehen und macht Planungen grundsätzlich extrem schwierig - und in der aktuellen Situation noch viel mehr.Das war insgesamt ein richtig gutes Drittligaspiel von beiden Mannschaften. Vielleicht wäre ein Punkt drin gewesen, aber WW war schon recht abgezockt und hat gezeigt, dass sie nicht umsonst da oben stehen.
Fraglich bliebt für mich weiterhin, wie lange sich die Mannschaft noch "aus sich selbst heraus" motivieren und die Situation weiter annehmen kann. Mittlerweile klingt ja selbst Krämer eher desillusioniert. Da wäre wohl dringend eine (positive und informative!) Kommunikation mit dem neuen Investor nötig.Zu 1: nicht, dass der DFB dann anbietet, im Zuge der Gleichbehandlung 9 Punkte abzuziehen...
Zu 2: ja, die Gründe sind unterschiedlich. Hier hat ein Investor die Lust verloren. Ob das "moralischer" ist?
Zu 3: Sicher nicht. Die Regelungen für beide Saisons erfolgten zeitgleich.
Zu 4 und zu 5 fällt mir nichts mehr ein...
Sorry, die Beauftragung einer Tätigkeit ist ein Diktat! Oder fragt dein Chef dich, was Du heute so machen möchtest? Bissel auf e Wiese dösen? Lecker Essen gehen? Löcher in die Luft schauen.
Ich weiss ja nicht, wie das bei dir ist, aber ich habe einen Arbeitsvertrag, der u. a. beschreibt, was ich tue. Auf der Wiese dösen, lecker essen gehen oder Löcher in die Luft starren gehört nicht dazu. Daher stellt sich die Frage nicht und ist mit Verlaub Bullshit.
Im Übrigen bin ich nicht versklavt. Ich habe meinen Arbeitsvertrag freiwillig unterschrieben. Ich werde für das, was ich zu tun habe, bezahlt und - Überraschung - ich spreche sogar mit meinem Chef und er mit mir. Das ist ein ausgesprochen gutes Mittel, um das, was ansteht zu erörtern. Das macht diktatorische Anweisungen überflüssig, denn - noch eine Überraschung - ich stehe hinter dem, was ich tue.
Und nur der Vollständigkeit halber: ja, manchmal finde ich meinen Job oder eine neue Idee eines Chefs auch doof. Manchmal finde ich einen anderen Weg besser, komme damit aber nicht durch. Manchmal finde ich übrigens auch meine Familie doof. Aber solange das nur manchmal ist und kein grundsätzliches Problem oder ein alles beherrschendes Gefühl gehe ich Kompromisse ein und beiße auch mal in einen sauren Apfel. So läuft das nämlich in Beziehungen.
"Ich hoffe wirklich das Noah sich nicht abbringen lässt uns zu helfen
und natürlich haben sie ein eigenes Interesse."
Noah will uns nicht helfen. Sie haben ein wie auch immer geartetes Interesse am Verein. Das werden sie verfolgen. Vielleicht stimmt es mit den Fan Interessen überein, dann würde Noah uns helfen. Vielleicht auch nicht. Ist momentan überhaupt nicht einschätzbar.
"Ja klar. "Blindes Gefolge ist nie der richtige Weg!" Kannst Du morgen mit Deinem Chef ausdiskutieren, wenn er Dir die Aufgaben des Tages oder der Woche diktiert!"
Was für ein billiger Vergleich. Idealerweise findet man seine Arbeit OK und der Chef muss nichts diktieren. Manchmal findet man Tätigkeiten, die man machen muss, blöd oder langweilig, dann muss man da auch mal durch, weil das zum Job dazu gehört. Aber wenn man sich mit dem Arbeitgeber gar nicht mehr identifizieren kann (weil man selber oder der Betrieb sich total verändert hat), dann muss man mal darüber nachdenken, ob man sich was Neues sucht.
"Keiner spricht vom dreckig verdienen Geld der Giftindustrie, ob es Beyer oder BASF sind, vom Geld aus Manipulationen der Autoindustrie, von dreckigen Bank, Versicherungs- und Investmentgeschäften und vielen anderen Industriezweigen. Was für eine Doppelmoral. Wir leben in einem ungezügelten Kapitalismus.
Leider gibt es noch keine andere Alternative."
Es ist immer leicht, mit dem Finger auf andere zu zeigen, die es auch nicht besser machen. Das macht aber das eigene Handeln nicht besser. Wenn dein Nachbar deine Familie umbringt, dann darfst du es nicht auch tun. Aber ja, solange das alle so sehen, dass es anderswo nicht besser läuft, gibt es keine Alternative. Und sie ist dann ja nach nicht nötig.
Zum Glück gibt es in allen Bereichen Menschen, die trotzdem nach Alternativen suchen. Und das muss nicht immer eine weltweite Veränderung sein.
Die Welt wäre um einiges ärmer (nicht finanziell gemeint), wenn es nicht Menschen geben würde, die anders denken.
Nur weil man wenig hat, muss man sich nicht immer klein machen. Oder blind denen folgen, die mehr haben und sagen, dass sie es gut mit dir meinen.
Natürlich kann man die Aktion kopieren. Man darf nur nicht ansatzweise solche Zahlen erwarten. Und man muss schlimmstenfalls mit Schlagzeilen wie "300 Tickets verkauft - Insolvenzverwalter freut sich über 1500 Euro" rechnen.
Nichts für ungut, aber glaubt ihr wirklich, dass in der aktuellen Situation irgendwelche Sympathisanten aufspringen würden? Ich weiß, dass ich dafür wieder Prügel bekomme, aber ich glaube das nicht.
???
Nahezu alle die, die vorher von einer Deadline berichtet haben, haben die Nachricht, dass es keine Ultimatum gab und das, was aktuell bekannt ist (Gespräche, finanzielle Situation nicht abschließend geklärt, Spielbetrieb soll aufrecht erhalten werden) gebracht.Das Problem sind aber doch nicht nur die Medien. Vieles, was hier über die letzten Seiten kritisiert wurde, ist ja jetzt nicht plötzlich weg. Es gibt keinerlei Informationen, wie es weitergeht. Ob zumindest die dringlichsten Finanzen geregelt sind. Wann sich der neue Investor mal äußert. Welche Ziele er verfolgt. Wenn sich der Verein nicht äußert, dann birgt das eben Raum für Spekulationen.
Es geht dabei auch gar nicht nur um die Medien und Fans, sondern auch um die Mannschaft. Es ist toll (und das meine ich ernst!) wenn Krämer die ungeklärte Situation mit (Galgen?)Humor sieht/ kommentiert. Aber das kann man doch alles auch irgendwann auch keinem Spieler mehr verkaufen: Insolvenzgeld. evtl.(!!!) rückständige Gehälter und Sozialversicherungsbeiträge, Fahrgemeinschaften zu den Spielen (wie soll das eigentlich gehen, wenn man 500 Km durch die Republik gondelt? Abfahrt morgens um 4.00 Uhr, Anpfiff um 13.00 Uhr, Ankunft in Krefeld um 22.00 Uhr?). Wie lange soll bzw. kann die Mannschaft denn da noch die Moral zeigen, die sie bisher an den Tag legt? Irgendwann verpufft doch auch der "Jetzt erst recht-Effekt".
Allerdings arbeiten beim KFC (in verschiedenen Bereichen) Menschen. Die kommunizieren mit anderen Menschen. Vielleicht noch nicht mal aus bösem Willen, sondern weil sie ihre Sorgen und ihren Frust loswerden möchten. Und da kann man auch mal an einen geraten, der das, was er da so erfahren hat, weitergibt. Und auch ohne diesen Umweg gibt es immer wieder mal jemanden "aus dem Umfeld des Vereins", der sich berufen fühlt, das, was er so mitbekommen hat, weiterzugeben. Das muss man nicht gut finden, aber es passiert.
Seriös ist aber anders. Bevor man im Ausland investiert, informiert man sich zunächst über die Geschäftsbedingungen, rechtliche Voraussetzungen usw. (oder arbeitet mit einem inländischen Unternehmen/ Berater zusammen) und entscheidet dann.
Ich vermute (!) ähnliches wie nbomb: Da hat jemand günstig die Anteile erworben, wartet jetzt ab, ob und welche weiteren Schritte es gibt und entscheidet dann, wie es weitergeht und ob überhaupt."Oder ist der Spieler vielleicht ein "ehemaliger" der noch auf der Gehaltsliste steht? Achtung: Bloß Spekulation!!!!"
Das wäre dann aber mal richtig vorsätzlich. Denn dann hätte ja irgendwer bewusst und aktiv veranlasst, dass Beiträge, die vorher gezahlt wurden, jetzt nicht mehr überwiesen werden.